Programm

Kulturagentinnen und Kulturagenten

Die Kulturagent_innen sind professionelle Brückenbauer für Schulen, Kulturinstitutionen und Kunst- und Kulturschaffende. Sie sind qualifizierte Ansprechpartner_innen, um gemeinsam mit Schulen und Kulturpartnern Vermittlungsangebote in hoher Qualität und ausgerichtet an den Interessen der Schüler_innen zu entwickeln. In Personalunion verkörpern Kulturagent_innen den künstlerischen Impulsgeber, Kurator, Vermittler, Kultur- und Projektmanager, Prozessbegleiter, Netzwerker, Moderator oder Konfliktmanager. Jede_r Kulturagent_in betreut ein Netzwerk von drei Schulen, sodass insgesamt 30 Schulen partizipieren können.

Schulen

In der Modellphase nahmen insgesamt 30 Schulen, bestehend aus Regelschulen und Gemeinschaftsschulen an dem Programm teil. In den kommenden Jahren sollen zunehmend mehr Schulen in das Netzwerk einbezogen werden, wobei erfahrene Schulen als „Transferschulen“ fungieren. In der zweiten Phase des Programms werden neben Regelschulen und Gemeinschaftsschulen auch Gymnasien, Grundschulen, Förderschulen, Gesamtschulen und Ersatzschulen in freier Trägerschaft einbezogen. Im Rahmen des Ausschreibungsverfahrens werden 30 Programmschulen für die Laufzeit vom Schuljahr 2015/2016 bis zum Schuljahr 2018/2019 ermittelt.

Kulturbeauftragte_r und Kulturfahrplan

Jede Programmschule ist dazu verpflichtet, eine_n Kulturbeauftragte_n zu benennen. Die kulturbeauftragten Lehrer_innen und die beteiligten Kolleg_innen an den Programmschulen sind im Rahmen des Programms zentrale Multiplikator_innen für die (Weiter-) Entwicklung des künstlerischen Konzeptes – des Kulturfahrplanes – der Schule. Jeder Programmschule stehen pro Kulturbeauftragtem zwei Lehrer_innenwochenstunden zur Verfügung, die aus der Schulpauschale der teilnehmenden Programmschulen bereit zu stellen sind. Die Programmschule gründet eine Kultursteuergruppe (bestehend aus z.B. der/dem Kulturagent_in, der/dem Kulturbeauftragten_m, zwei Lehrkräften, Schüler_innen, außerschulischen Partnern).

Jede Programmschule entwickelt ihren individuellen Kulturfahrplan mit spezifischen Zielen, Maßnahmen und Inhalten. Der Kulturfahrplan ist ein Planungs- und Steuerungsinstrument für jede teilnehmende Schule, um die eigenen Ziele und die entsprechenden Maßnahmen zu deren Umsetzung für die gesamte Programmlaufzeit festzuhalten und die (Weiter-) Entwicklung eines künstlerischen Profils bzw. Schwerpunktes zu strukturieren und zeitlich zu planen. Der Kulturfahrplan sollte als fester Bestandteil des Schulprogramms verstanden werden.

Kunstgeld

Die künstlerische Projektarbeit ist ein wesentlicher Bestandteil des Programms, um auf diese Weise die schulinterne Profilbildung zu initiieren, künstlerisch-ästhetische Impulse zu setzen und Schüler_innen und Lehrer_innen zu beteiligen. Zudem werden Kooperationen mit Kulturpartnern – hierauf liegt als Bestandteil des Programms ein besonderes Augenmerk – aufgebaut und weiterentwickelt. Das Kunstgeld steht als finanzieller Rahmen für die künstlerischen Projekte zur Verfügung. Die LKJ Thüringen wird in Zusammenarbeit mit der Thüringer Staatskanzlei und dem Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, die Ausschreibung und Vergabe von Kunstgeld (Kunstgeldverwaltung) verantworten. Insgesamt stehen einem Schulnetzwerk, bestehend aus drei Schulen und einer/einem Kulturagent_in, 20.000,00 Euro pro Schuljahr zur Verfügung.