Veranstaltungen

Fachtagung »Die politische Dimension der Kulturellen Bildung«

Die Inhaftierung des chinesischen Konzeptkünstlers und Regimekritikers Ai Weiwei, der Anschlag auf die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo, die East Side Gallery als längste Open Air Gallery und Denkmal für die friedliche Überwindung von Grenzen und Konventionen oder die Protestaktionen von Künstlerinnen und Künstlern in den USA zunächst gegen die Kandidatur und schließlich gegen die Präsidentschaft Trump verdeutlichen exemplarisch wie eng Kunst und Politik miteinander verflochten sind. Für manche jedoch stehen die geforderte Objektivität bei der Begleitung bzw. Beurteilung politischer Prozesse im Widerspruch zur gewünschten Emotionalität und (Viel-)Sinnlichkeit der Künste, was eine Trennung von Politik und Kunst nahezulegen scheint.

Im antiken Griechenland wurden all diejenigen Tätigkeiten, Gegenstände und Fragestellungen, die das Gemeinwesen  – die Polis –  betrafen unter dem Begriff Politik subsumiert. In den staatstheoretischen Schriften Platons wurde von Bildung und Politik als von zwei Seiten einer Medaille gesprochen. Die Kunst bzw. die ästhetische Erziehung beschrieb Friedrich Schiller in seinen „Briefen zur ästhetischen Erziehung“ als gesellschaftsveränderndes Moment, das über die Sensibilisierung des Menschen und die Veredelung seines Charakters geschieht. Die sinnliche, ästhetische (Aus-)Bildung diente dem humanistischen Zusammenleben innerhalb der Gesellschaft.

An vielen Beispielen in Geschichte und Gegenwart kann verdeutlicht werden, wie eng Politik mit Kunst und Kultur sowie Bildung verflochten sein kann. Aufgrund der Inanspruchnahme und Instrumentalisierung der Künste lassen sich Bewegungen wie die der „L ́art pour l ́art“ hingegen als nur selbstverständliche Konsequenz verstehen. Worin jedoch, das ist die zentrale Fragestellung der Fachtagung, liegt das politisch relevante, emanzipatorische und eminent bildende Potenzial der Auseinandersetzung mit und durch Kunst in einer Zeit disparater Zustände?

Ausgehend von einer kulturhistorischen Darstellung sowie Kontextualisierung der beiden Bildungsbereiche werden Expertinnen und Experten aus dem Bereich der Kulturellen und Politischen Bildung die Frage nach der politischen Dimension der Kulturellen Bildung zu beantworten versuchen. Jeweils ein Kunstprojekt sowie ein kultur- und/oder bildungspolitisches Projekt aus dem Bereich der Darstellenden Kunst, der Bildenden Kunst sowie der Musik bereichern die Fachtagung und sind Ausgangs- und Bezugspunkt für die Abschlussdiskussion mit kulturellen und politischen Bildner/innen sowie Künstler/innen
und Kulturschaffenden.

Radiointerviews von F.R.E.I. mit Katja Nicke, Leiterin Landesbüro „Kulturagenten für kreative Schulen Thüringen“ und Helgard Haug vom „Rimini Protokoll“.


„RESET“

Seit Schuljahresbeginn 2016/17 finden bereits zum dritten Mal im Freizeittreff Stotternheim (integriert auch die Regelschule Stotternheim) und wiederholt in der Thüringer Gemeinschaftsschule am Roten Berg sowie in der Thüringer Gemeinschaftsschule „Friedrich Schiller“ künstlerische und darstellende Workshops und Kurse unter Anleitung professioneller Künstler und Tänzer zur Vorbereitung einer jugendnahen Tanztheaterinszenierung statt.

Junge Hip Hopper, Breakdancer und Tanztheaterdarsteller studierten wieder über einen mehrmonatigen Zeitraum ihre Choreografien diesmal zum Thema ZUKUNFT ein. In den letzten intensiven Proben werden die Choreografien der beteiligten Einrichtungen für das Stück „Reset“ zusammengeführt.

Dafür öffnet sich der Theaterbereich der TGS am Roten Berg, damit sich die jungen Darsteller und Tänzer besser kennenlernen und sich gegenseitig letzte Impulse und Inspirationen hinsichtlich spannender Bewegungssequenzen für die gemeinsame Aufführung am 15.02.2017 um 12:00 Uhr auf der Studiobühne des Theaters Erfurt zu geben.

Den Zuschauer erwarten zu den tänzerischen und darstellenden Leistungen auch von Jugendlichen in der IMAGO designte Kostüme. Diese entstehen derzeitig in einem Ferienworkshop in der Kunst- und Designschule unter Leitung von Constanze Fuckel. Außerdem bespielen die Akteure einen riesigen Kubus auf der Bühne, der ebenso in den Winterferien unter Anleitung des Bühnen- und Kostümbildners Moritz Weißkopf gemeinsam mit Stotternheimer Kindern in den Künstlerwerkstätten Erfurt gestaltet wird.


Werkstatt „Partizipatives Gestalten und Kollaborative Demokratie“

Die Werkstatt „Partizipatives Gestalten und Kollaborative Demokratie“ fand vom 18. Januar 2017 bis zum 19. Januar 2017 in der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar (EJBW) statt.
Zwei Referent/innen vom Institut für Partizipatives Gestalten leiteten und verleiteten die insgesamt 50 Teilnehmenden zur partizipatives Projektentwicklung an. Unter den Teilnehmer/innen befanden sich auch Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 6 bis 11.

Innerhalb der zwei Tage arbeiteten Schulleiterinnen und Schulleiter, Lehrerinnen und Lehrer, Kulturagentinnen sowie Schülerinnen und Schüler zusammen. Dabei fand ein intensiver Austausch der unterschiedlichen Akteure aller Thüringer Schulamtsbereiche sowie aller Thüringer Schulformen statt.


„Kultur-Träumchen“

Als Auftakt im Programm „Kulturagenten für kreative Schulen Thüringen“ möchten sich alle Schulakteure gemeinsam mit dem Künstler Andjelo Stankovic tänzerisch auf eine erste künstlerische Reise in das Land der „Kultur-Träumchen“ begeben.

Ein Flashmob wird den Rahmen für das einstündige Schulfest auf dem Schulhof mit Kakao und gerösteten Marshmallows bilden.

Kulturagentin: Dorothee Bucher

Termin: 24. November 2016, 12.00 bis 13.00 Uhr

Ort: Traumzauberbaum-Schule Weißensee Johannesstraße 1
99631 Weißensee


Auftaktveranstaltung zum Programm "Kulturagenten für kreative Schulen Thüringen"

Am 25. Februar 2016 fand die Auftaktveranstaltung zum Programm „Kulturagenten für kreative Schulen Thüringen“ in der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße statt.

Der Schlagzeuger Jonathan Kretschy lieferte gemeinsam mit dem Beatboxer Florian Eggert einen, im wahrsten Sinne des Wortes, fulminanten Auftakt. Im Anschluss daran wurden die Teilnehmenden von Herrn Peter Rein (Geschäftsführer der LKJ Thüringen), Herrn Dr. Voit (Leiter der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße) sowie von Frau Ministerin Dr. Birgit Klaubert begrüßt.

Die Vorstellung des Programmes „Kulturagenten für kreative Schulen Thüringen“ erfolgte in Form einer Gesprächsrunde durch Frau Teresa Darian (Kulturstiftung des Bundes), Frau Ivana Scharf (Forum K&B GmbH) und Frau Katja Nicke (Leiterin Landesbüro). Moderiert wurde die Runde durch Herrn Peter Rein.

Der zweite Teil der Auftaktveranstaltung widmete sich den Kuluragentinnen und den Kulturagenten sowie den Projekten, die innerhalb des Programmes umgesetzt worden sind.

Allen 120 Interessierten sei herzlich für Ihre Teilnahme sowie ihr reges Interesse gedankt. Die Anzahl der Teilnehmenden macht deutlich, wie wohlwollend und wertschätzend das Programm in Thüringen aufgenommen wird.

Danke auch an die fördernden Stiftungen, die Kulturstiftung des Bundes, die Stiftung Mercator sowie der Forum K&B GmbH für Ihre ideelle, inhaltliche und selbstverständlich finanzielle Unterstützung.

Danke an Frau Ministerin Dr. Klaubert für Ihre überaus interessante Begrüßung.