Kulturagenten für kreative Schulen Thüringen: Erste Regionalkonferenz Apolda

Umgeben von den Arbeiten des Künstlers Joan Miró trafen sich gestern mehr als 40 Akteure aus Schulen, Kultur und Kommune zur ersten Regionalkonferenz: Kulturelle Bildung im Weimarer Land im Kunsthaus Apolda Avantgard e.V.

Zum Einstieg wurde aus drei verschiedenen Perspektiven (KUNST – SCHULE – POLITIK) über die Chancen und Möglichkeiten der Vernetzung im Weimarer Land sowie über eine Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in der Region referiert.

Künstlerin Philine Görnandt beschrieb sehr anschaulich, auf welch vielfältige Weise sie im Rahmen des Kulturagentenprogrammes mit Schülerinnen und Schülern in deren täglichen Lernumfeld kreativ wurde. Für sie als Künstlerin sei diese Zusammenarbeit eine großartige Gelegenheit gewesen, Projekte mit Kindern und Jugendlichen zu realisieren.
Die Arbeit in der Region und hierbei insbesondere im ländlichen Raum war und ist auch für Martina Weyrauch, Schulleiterin der Regelschule „Am Lindenkreis“ Buttelstedt, ein bewegendes Thema. Ihr Statement: Schulen brauchen die Offenheit und den Mut, sich auf die Träume und Wünsche ihrer Schülerinnen und Schüler einzulassen und sie benötigen das Vertrauen in die Künstler, dass auch wenn die Arbeit nicht immer nach „Stundenplan“ läuft, dennoch etwas Nachhaltiges für die Schule entstehen kann.
Die vielfältige Förderlandschaft zu überblicken, ist für Schulen teilweise eine große Herausforderung. Claudia Dathe, Kulturberaterin der Bürgerstiftung Jena, gab den Teilnehmenden einen guten Überblick über Programme und Stiftungen, die insbesondere Kunst- und Kulturprojekte an Schulen finanzieren.
Aus der Perspektive der Politik berichtete Birgit Sprenger (Thüringer Staatskanzlei) über Gelingensbedingungen für die Gestaltung von kulturellen Bildungsangeboten sowie der Vernetzung im Raum Weimarer Land. Die Dichte an Kultur sei hoch. Jede Region habe ihre Stärken und Besonderheiten, an die Schulen, Künstler und Kommunen anknüpfen können.

In vier Tischwerkstätten hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, vertiefend zu arbeiten.

Tischwerkstatt 1: Partizipation und Beteiligung. Hier arbeitete der Kunsttherapeut Christoph Schaffarzy mit den Teilnehmenden daran, wie mit niederschwelligen Angeboten eine hohe Qualität in der Kunst und Kulturvermittlung erreicht werden kann. Schaffarzyk zeigte, wie es gelingen kann, Unterschiede auszuhalten und daraus hochwertige, künstlerische Strategien zu entwickeln.

Tischwerkstatt 2: Kooperationen. Nach einem theoretischen und beispielhaften Einblick, wie eine erfolgreiche Kooperation gelingen kann, erarbeiteten die Kulturagentin Uta Schunk und die Keramik-Künstlerin Susanne Worschech an einem praktischen Beispiel mit Ton.

Tischwerkstatt 3: Struktur und Rahmenbedingungen. In dieser Werkstatt arbeitete die Kulturagentin Sybill Hecht mit den Teilnehmenden daran, welche Strukturen im Weimarer Land bestehen und wie man diese Netzwerke der kulturellen Bildung erfolgreich nutzen kann.

Tischwerkstatt 4: Als offene Tischwerkstatt bot Elisabeth Fuckel den Teilnehmenden die Möglichkeit, an einer eigenen Projektidee zu arbeiten.

 

Fotos: Sandra Werner

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