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Im Themenjahr „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“ werden landesweit Bildungsprojekte unter dem Arbeitstitel „Jüdisches Leben erfahren“ entwickelt. Es werden vielfältige Projektformate und Vorhaben durchgeführt. Im Mittelpunkt der Bildungsprojekte liegt die Vermittlung der Jüdischen Kultur. Die Projekte sollen erfahrbare Nähe und Authentizität vermitteln und Kinder und Jugendliche eigenforscherisch und -schöpferisch ermächtigen, kulturell aktiv zu werden.




Erster jüdischer Kinderstadtführer


Der erste jüdische Kinderstadtführer für Erfurt ist das ambitionierte und ehrgeizige Ziel einer 7-köpfigen Kinderredaktion. In der ersten Sommerferienwoche arbeiteten die 6 bis 13 Jahre alten Schüler*innen an diesem ersten Musterprojekt  im  Bildungsprojekt "Jüdisches Leben erfahren".

Neben einem illustrierten Überblick über die jüdische Geschichte von der gegenwärtigen jüdischen Gemeinde bis zu den ersten Zeugnissen jüdischen Lebens in Erfurt besteht das Druckerzeugnis in Form eines Magazins auch aus einem anregenden Mitmach-Teil zum Judentum von Kindern für Kinder. So begibt sich der Protagonist, der Drache Friedl, mit seiner Freundin Jutta im Kinderstadtführer auf die Spurensuche der jüdischen Geschichte der Stadt und leitet die Kinder durch interaktive Formate, sodass sie aktiv in die Spurensuche einbezogen werden. Neben historischen Fotos, Illustrationen und Kinderzeichnungen enthält das Magazin Comics, Rätsel, Rezepte, Reportagen und einen Stadtplan.

Das Druckerzeugnis soll zu Beginn des Themenjahres „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“ als Klassensatz allen Grundschulen im Erfurter Raum zu Verfügung gestellt werden. Bewusst orientiert sich der Kinderstadtführer am Lehrplan der Grundschulen und kann als ergänzender Lehrstoff genutzt werden. Des Weiteren wird er mittels eines QR-Codes allen Kitas, Schulen und Privatpersonen frei zu Verfügung gestellt.

Das Projektformat lässt sich für weitere Orte in Thüringen mit jüdischen Spuren/jüdischem Leben adaptieren und soll Schulen zur Nachahmung einladen. Einzelne Mitmach-Seiten zum Judentum können direkt übernommen und mit eigenen Seiten der jeweiligen Region ergänzt werden.

Ziel ist es, dass Schulen innerhalb eigener Projekte im Themenjahr ein eigenes Druckprodukt zur Thematik entwickeln. Dies kann neben einem Stadtführer-Magazin beispielsweise auch ein illustrierter Stadtplan, ein Memory oder Kartenspiel sein.

Projektkoordinatorin: Elisabeth Fuckel

Projektpartnerinnen:  Dr.  Claudia Bergmann (Fachexpertin im Bildungsprojekt), Franziska Bracharz (Kinderstadtführerin und Expertin der jüdischen Geschichte Erfurts), Julia Kluge (Illustratorin und Layouterin)