Panel Session II

Panel Session II
26. Mai 2021, 15:30—16:30 Uhr


Gelingensbedingungen für die Implementierung der Kulturellen Bildung in das Schulsystem – am Beispiel des Schulentwicklungsprogrammes KulturSchule Hessen

PS-II-11

Referent*innen: Marcus Kauer, Thomas Langenfeld, Cornelia Picht, Hessisches Kultusministerium

In dem Panel zu "Gelingensbedingungen für die Implementierung der Kulturellen Bildung in das Schulsystem" soll exemplarisch aufgezeigt werden, welche Formen der Partizipation, der systemischen Veränderung und der Identifikation hilfreich sind, um ein Schulentwicklungsprogramm mit dem Schwerpunkt Kulturelle Bildung in Schulen zu implementieren. Dabei wird insbesondere auf Veränderungsmöglichkeiten in den Strukturen eingegangen, die besondere Form der Lehrerbildung aufgezeigt und konkrete Beispiele aus der Praxis und dem Unterricht mit künstlerisch-ästhetischen Zugangsweisen genannt. 


Künstler*innen an Schulen – Was haben wir davon? Zum Spannungsverhältnis mit dem Bildungsanspruch

PS-II-12

Referentin: Veronika Ehm, EDUCULT – Denken und Handeln in Kultur und Bildung

In dem Workshop wird das Thema Kulturelle Bildung/Kulturvermittlung an Schulen diskutiert. Ausgehend von Forschungsergebnissen konkreter Programmevaluationen und Studienergebnissen wird die Bedeutung für Schulakteur*innen und Künstler*innen diskutiert. Dabei wird an die Erfahrungen und Assoziationen der Teilnehmer*innen angeknüpft. Gemeinsam werden Fragen zu aktuellen gesellschaftlichen Situationen wie Gesundheit und E-Learning, aber auch Herausforderungen des Wirkungs- und Kompetenznachweises erarbeitet.


Digital Game Based Learning als lebensweltorientierter Ansatz in der Schule

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Referent: Gerrit Neundorf, Spawnpoint — Institut für Spiel- und Medienkultur e.V.

Nicht erst seit der Anerkennung des Computerspiels als Kulturgut im Jahr 2007 nutzen Spielende die kreativen Möglichkeitsräume von Games, um sich auszudrücken und damit an gesellschaftlichen Prozessen, auch über ästhetische Prinzipien, zu beteiligen. Impulse dieses Ausdrucks können auch in (formellen) Bildungsprozessen eine lebensweltbezogene Rolle spielen. Über die Annäherung zum Thema Digital Game Based Learning, werden im Vortag auch praktische Umsetzungsmöglichkeiten dargestellt.


„Schule kann so schön sein!“ — Schulkultur und Kulturelle Bildung am Beispiel der Musikalischen Grundschule

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Referent*innen: Kathrin Auerbach, Mathias Wagner, Andrè Kraft

„Das Konzept zur Musikalischen Grundschule wurde aus der Perspektive von Schulqualität entwickelt. Es geht um die schrittweise Gestaltung eines entwicklungsfördernden Lern- und Lebensraums, der allen Kindern in der alltäglichen schulischen Praxis den Zugang zur aktiven Teilnahme an musikalischen Praxen ermöglicht - unabhängig von Herkunft, Sprache und Bildungsstand… Um die Musik über den Musikunterricht hinaus in allen Fächern und für viele außerunterrichtliche Gelegenheiten fest im Schulalltag zu verankern, sieht das Konzept zur Musikalischen Grundschule einen Schulentwicklungsprozess vor.“¹ Wie dieser initiiert, gestaltet und evaluiert wird und wie nachhaltig Musik auf das körperliche und seelische Wohlbefinden, die kindliche Lebensfreude und das soziale Miteinander wirkt, wird beispielhaft aufgezeigt.

¹ Musikalische Grundschule (bertelsmann-stiftung.de)


Lob des Graubereichs. Wie kann Schule — trotz aller Formalien — Kultur fördern?

PS-II-15

Referenten:
Ferdinand Kiderlen, Evangelische Sekundarschule Magdeburg
Marcus Kaloff, „Pauken und Poeten“ — Schauspieler und Dramaturg

Kultur soll in Schule stattfinden, aber wo sind die Landeplätze? 

Vorschriften und Lehrplananforderungen scheinen die Möglichkeiten einzuengen. Wie wir trotzdem an der Evangelischen Sekundarschule Magdeburg Platz gefunden haben, kulturell voranzukommen, zeigen wir an zwei Beispielen in diesem Panel:

  • Die Theaterepochen sind ein Modell theaterpädagogische Arbeit mit Schüler:innen in den Deutschunterricht zu integrieren, nicht als AG, sondern als aktives, konkretes Mittel sich mit Dramatik und Lyrik im Deutschunterricht auseinanderzusetzen.
  • Besonders ungewöhnliche AGs bieten den Schüler:innen Gelegenheit zur kulturellen Selbstentfaltung und Bewährung.

Das Panel wird mit praktischen Aktivierungsübungen gewürzt. 


Kulturelle Projekte in der Schule: voneinander lernen — miteinander wachsen

PS-II-16

Referentinnen: Nina Reinecke, Anke Müller, Nele Schmidt, Gymnasium Limmer

In einer ersten Phase stellen wir drei erprobte Projekte aus unserer Schule vor: Ein Mikroprojekt zum Thema "Märchenfiguren" mit Fünftklässlern (http://www.gymnasium-limmer.de/welche-maerchenfigur-ist-den-das/).

Ein fremdsprachliches Projekt zum Thema "shape poetry" oder "dreamtime story" mit Neuntklässlern (http://www.gymnasium-limmer.de/eigene-englische-gedichte-und-geschichten-verfilmt/). Ein interdisziplinäres Projekt zwischen Werte und Normen und Kunst zum Thema "Würde" mit Achtklässlern (http://www.gymnasium-limmer.de/wuerdespiegel-projekt/).

Die Impulse können von den Teilnehmer:innen in einer zweiten kurzen Arbeitsphase auf ihre Systeme übertragen werden.
In der dritten Abschlussphase gehen wir auf Fallstricke ein und versuchen gemeinsam Lösungen zu finden.


Lernlandschaften als Lern- und Lebensraum

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Referent: Dirk Ewert, Lernhaus im Campus (Oberschule Osterhaus Scharmbeck)


Kulturagent*innen präsentieren: Schloss Wespenstein erwacht. Auf dem Weg zur Kooperation. 

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Referentinnen:
Miriam Braunstein, Katrin Sengewald, Kulturagent*innen Thüringen
Sybill Hecht, Koordinatorin für kulturelle und politische Bildung im Schulamt Ostthüringen

Märchenhaft im ländlichen Raum Thüringens eingebettet, macht sich das geschichtsträchtige Schloss Wespenstein derzeit auf, museumspädagogische Erlebnisse sowie einen Ort kreativen Schaffens zu bieten. Wie es gelingt, einen Kulturort im ländlichen Raum nachhaltig zu etablieren und mit den Schulen der Region zu vernetzen, zeigen die Referentinnen anhand dieses konkreten Beispiels. Sie machen deutlich, wie gemeinsam mit verschiedenen Akteur*innen innerhalb des kulturellen Bildungsbereichs kooperative und wertschätzende Synergien entstehen – ob zwischen lokalen Bildungseinrichtungen oder Akteur*innen aus Politik, Kultur, Tourismus und Wirtschaft. Die kulturelle Schulentwicklung wird dort möglich, wo Ressourcen sowie Förderungsmöglichkeiten für gemeinsame Interessen genutzt werden, um erfolgreiche Projekte und Strategien zu entwickeln und langfristige Kooperationen zu verstetigen. Welches Fundament für eine zukunftsfähige Zusammenarbeit nötig ist, wird hier exemplarisch herausgearbeitet.


3rd World Conference on Arts Education: „Magic, sparkling moments and WOW-effects – the complexity of impacts of Arts Education in the interplay between rejection and proof“ — Lecture Performance

PS-II-19

Referent*innen: Mirtan Teichmüller, Sina Kuhlins, Maria Rhein

Die Lecture Performance in Form eines UNESCO-Kongresses zum Thema „Wirkungsforschung in der kulturellen Bildung“ beschäftigt sich mit einer systemkritischen Momentaufnahme dieses teilweise umstrittenen Forschungsbereichs. Dabei werden die Wirkungsforschung und die damit verbundenen Positionen kurz skizziert und ernsthaft bis humorvoll hinterfragt. Macht Mozart wirklich schlau? Wirkt Kulturelle Bildung immer gleich? Sind Effekte Kultureller Bildung überhaupt messbar und wenn ja, wem nützt das ganze Messen? Die „Tagungsteilnehmer:innen“ werden eingeladen sich mit Annahmen der Erforschung von Wirkungen kultureller Bildung aber auch mit Forderungen nach ihrer methodischen und ideologiefreien Neuausrichtung auseinanderzusetzen.

 Die Lecture Performance der PraxisLernGruppe "Wirkung" entstand als performative Hausarbeit im Rahmen des Weiterbildungsmasters "Kulturelle Bildung an Schulen". Ihre Wirkungen wurden bislang nicht erforscht.