Panel Session IV

Panel Session IV
27. Mai 2021, 11:30—12:30 Uhr


"Imagination ist wichtiger als Wissen" (Einstein) — Was bedeutet das für das Lernen?

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Referent: Prof. Dr. Peter Fauser, Imaginata Jena

Ziel der Session ist es, zusammen mit den Teilnehmer*innen ein vertieftes Verständnis dafür zu erreichen, was „Imagination“ – oder, mit dem älteren deutschen Wort, die Einbildungskraft – eigentlich ist und welche Bedeutung sie für das Lernen hat. Hintergrund ist dabei die Theorie des „Verständnisintensiven Lernens“, die Lernen als Wechselspiel zwischen Erfahrung, Imagination, Begreifen und Metakognition auffasst. Gearbeitet werden soll mit kleinen Imaginations-Experimenten, praktischen Beispielen und theoretischen Modellen. Dabei sollte auch besonders deutlich werden, dass Imagination zum Kern künstlerischen Schaffens gehört.


Kunstlabor Literatur und LesArt-Mitmachfilme

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Referentinnen: Sabine Mähne, Kathrin Buchmann, LesArt, Berliner Zentrum für Kinder- und Jugendliteratur

LesArt gibt Impulse für interaktive Veranstaltungen zur Literatur im Unterricht. Beispielhaft wird Einblick in Konzepte gegeben, die im Rahmen des Projekts „Kunstlabore“ entstanden, und die digital so aufbereitet sind, dass sie sofort im Schulalltag ausprobiert werden können. Zudem werden die im vergangenen Jahr entstandenen Mitmachfilme vorgestellt und – in Auswahl – erprobt.


Team Ability: Wir spielen eine Rolle! … in der Persönlichkeitsstärkung

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Referent: Markus Schneider, Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Thüringen e.V.

Ob die Berufsorientierung mitzugestalten oder Schulabbrüchen vorzubeugen, das Team Ability der LKJ Thüringen spielt mit ihren Projekten an Thüringer Schulen eine Rolle. Und dabei spielt das Spielen eine Rolle.

Die langjährigen Erfahrungen mit spielpädagogischen und theaterpädagogischen Methoden zu arbeiten, prägt die Arbeit in den Projekten. Der Blick auf die Kinder und Jugendlichen, ihnen Möglichkeiten zu geben, Erfahrungen zu sammeln, sich auszuprobieren, andere und sich anders wahrzunehmen sind Grundpfeiler der Arbeit des Teams Ability.

Die Vielseitigkeit des Spielens, vom Planspiel, Theater spielen bis zur praktischen Fähigkeitserprobung und Teamspielen, wird aus der Arbeit des Teams vorgestellt und die Möglichkeiten zur Stärkung der Persönlichkeit für die Kinder und Jugendlichen herausgestellt.


„Schule kann so schön sein!“ — Schulkultur und Kulturelle Bildung am Beispiel der Mobilen Musikwerkstatt Jena

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Referent*innen: Dr. Ulrich Richter und das Team der Mobilen Musikwerkstatt Jena

Mobile Musikwerkstatt – Experiamentarium für Klang und Musik

Musikalische Bildung besitzt einen unschätzbaren Wert für die Persönlichkeitsentwicklung. Wir erleben aber aktuell ein erkennbares Defizit an musikalischer Bildung vor allem an den Grundschulen. Das Projekt „Mobile Musikwerkstatt“ ist ein EXPERIMENTARIUM zur Erforschung von Schall, Ton, Klang und Musik und versteht sich als unterstützendes Angebot in Kooperation mit den Musiklehrern. Sie ist darauf gerichtet, bei den Kindern Freude an der Musik und am Musizieren durch ganz besondere kreative Herausforderungen zu entwickeln.

Mit unserer Hilfe erkunden die Schüler die Welt der Schalle, sie tauchen ein in die Welt des Klangs und lernen, wie aus Tönen Klänge entstehen. Sie können mit selbst gebauten Instrumenten auch Musik erfinden. Die „Mobile Musikwerkstatt“ weckt den Forschergeist und fördert handwerkliches Können. Im gemeinschaftlichen Tun entwickeln sie soziale Kompetenzen. Zugleich steigert das Experimentieren mit dem Klang das Interesse, mehr über Musik zu erfahren. Klangforscher kann man ohne Vorkenntnisse werden. Das Material, das zum Einsatz kommt, ist den Kindern aus dem Alltag bekannt und vertraut. Das Projekt hat zugleich zahlreiche synergetische Effekte: Handwerkliche Fähigkeiten und Klang; Erkennen von Zusammenhängen zwischen Natur und Klang; interkulturelle Begegnungen durch den Bau von Archetypen vertrauter Musikinstrumente aus unterschiedlichen Kulturen u.v.m.. Ergänzt wird die „Mobile Musikwerkstatt Jena“ durch einen Mobilen Klanggarten.


Gemeinsam abheben – Das fliegende Künstlerzimmer als architektonisch-künstlerisches Tool ästhetischer Schulentwicklung“

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Referentinnen: Friederike Schönhuth, Laura Kurtz, Crespo Foundation

Im Schuljahr 2018/2019 hat die Crespo Foundation im Verbund mit fünf Kooperationspartnern ein neues mobiles Format kultureller Bildung für den ländlichen Raum ins Lebens gerufen:

Das fliegende Künstlerzimmer bringt Kunst und Kultur direkt zu den Kindern und Jugendlichen auf den Schulhof – und den außerschulischen Ort gleich mit. Das mobile Wohn-Atelier und die Präsenz des Künstlers*der Künstlerin erlauben die Begegnung mit den Künsten im Schulalltag und liefern im Verständnis einer ganzheitlichen Bildung Impulse zur Schulentwicklung. Die Schule kann im Laufe der einjährigen Zusammenarbeit mit dem*der Künstler*in Unterrichtsmodelle entwickeln und Strukturen verändern, um auch nach dem Wechsel des fliegenden Künstlerzimmers an eine andere Schule künstlerische Praxis und ästhetische Erfahrungen im Schulalltag zu ermöglichen. Darüber hinaus kann sich zwischen dem*der Künstler*in im fliegenden Künstlerzimmer und den Schüler*innen und Lehrer*innen ein Vertrauensverhältnis entwickeln, das Freiräume zur Entfaltung der eigenen Persönlichkeit eröffnet.

In unserem Beitrag werden wir das Format an den bisher drei Standorten des fliegenden Künstlerzimmers lebendig veranschaulichen. Mit den Teilnehmenden möchten wir in den Dialog über die gesammelten Erfahrungen kommen, d.h. über Potenziale, Herausforderungen, künstlerische Ansätze und Beispiele sowie über nachhaltige Entwicklungen.


„Über den Tellerrand schauen“ – fächerübergreifendes Denken und Arbeiten mit der Kultur!Forscher-Methode in der Jahrgangsstufe 5-7

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Referent*innen: Bettina Schmidt, Niklas von Kajdacsy, Freiherr-vom-Stein-Schule Neumünster

Wir informieren anhand eines ca. 20 minütigen Filmes, wie wir das "forschende Lernen" an unserer Schule eingeführt haben, es mit der gesamten Unterstufe durchführen und wie wir in der momentanen Situation (dauernder Wechsel zwischen Präsenz-/Distanz-/Wechsel-Unterricht) versuchen, durch Möglichkeiten des digitalen/draußen Lernens das Prinzip des "forschenden Lernens" aufrecht zu erhalten. Es schließt sich die Möglichkeit einer Videokonferenz-Fragerunde an.


Lernräume der Zukunft

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Referent*innen: Dr. Steffen Bruendel, Deborah Werheit, PwC-Stiftung

Für die Lernräume der Zukunft ist die Covid-19-Pandemie Chance und Herausforderung zugleich: Einerseits hat sie die Digitalisierungsdefizite des deutschen Bildungssystems offengelegt, andererseits die Digitalisierung beschleunigt. Leider erfolgt diese jedoch wenig systematisch, sondern sehr bürokratisch und erschöpft sich oft in der Anschaffung von Hardware. Für einen sinnvollen Einsatz digitaler Technologien und Medien sind neue didaktische Methoden und Lernszenarien nötig. Die PwC-Stiftung als Förderer kultureller und digital-analoger Bildung ist überzeugt, dass die Zukunft des Lernens hybrid ist. Dr. Steffen Bruendel (Leiter Stiftungsteam) und Deborah Werheit (Referentin Digitalisierung und Kulturelle Bildung) stellen in dieser Panel-Session virtuelle Lern- und Gestaltungsräume im Anwendungskontext von schulischer Projektarbeit vor. Am Beispiel dreier „Labs“ der PwC-Stiftung zeigen sie, wie Forschendes Lernen in virtuellen Lernräumen der Zukunft den klassischen Schulunterricht ergänzen kann.