Arbeit in der Einsatzstelle

Auf dieser Seite haben wir die wichtigsten Informationen zur Arbeit in der Einsatzstelle zusammengefasst. Ausführliche und umfangreiche Informationen zum Freiwilligendienst nach Schlagwörtern sortiert finden Sie in der Übersicht Wichtig zu wissen!.

Arbeitsbedingungen

Jede*r Freiwillige sollte einen Arbeitsplatz in der Einsatzstelle besitzen. Dazu gehören alle notwendigen Materialien, wie zum Beispiel Telefon, PC etc. Niemand sollte den persönlichen Laptop oder das Handy für die Arbeit nutzen müssen.

Arbeitsunfall

Wenn Ihnen während der Arbeitszeit ein Unfall passiert, ist das ein Arbeitsunfall. Ihre Einsatzstelle muss das Formular zur Meldung eines Arbeitsunfalls ausfüllen und der LKJ Thüringen schicken. Die LKJ meldet den Unfall dann der Berufsgenossenschaft. Ein Unfall auf dem Weg von und zur Einsatzsatzstelle und während der Bildungstage gilt auch als Arbeitsunfall.

Arbeitszeit

Der Bundesfreiwilligendienst Kultur und Bildung kann in Vollzeit oder Teilzeit (mind. 20,5 h) abgeleistet werden.
In jeder Einrichtung gibt es ein Zeiterfassungssystem (Papierform, Excel-Tabelle, elektronische Systeme). Ihre Mentor*in informiert Sie darüber. Der Kultur- und Bildungsbereich neigt zu flexiblen Arbeitszeiten und projektbezogenen Überstunden. Auch wenn die Kolleg*innen vor Ort nicht zu sehr darauf achten, sollten Sie Ihre Zeiten dokumentieren und für Ausgleich sorgen.

Aufgaben

Grundsätzlich leisten Freiwilligen nach dem Gesetz (BFDG) Hilfstätigkeiten. Das bedeutet, dass es eine Abgrenzung zu den Aufgaben und auch zu den Verantwortungen der hauptamtlichen Kolleg*innen gibt. Das bedeutet jedoch nicht, dass Freiwillige nur in weniger wichtigen Bereichen eingesetzt werden, also Kaffee kochen, Botengänge etc. In erster Linie haben Sie sich für einen Freiwilligendienst entschieden, bei dem gesellschaftliches Engagement im Mittelpunkt steht. Gemeinsam mit Ihrer*m Mentor*in legen Sie fest, welche Aufgaben zu Ihrem Verantwortungsbereich gehören.

Betreuung durch die LKJ Thüringen

Einmal während Ihres Dienstes kommen wir zu Ihnen in die Einrichtung. Im Rahmen unserer Einsatzstellenbesuche machen wir uns vor Ort ein Bild von Ihrer Arbeit und sprechen über Ihre Aufgaben und Ihre Erfahrungen.
Natürlich können Sie auch immer bei der LKJ Thüringen anrufen oder vorbeikommen, wenn Sie einen Konflikt in der Einsatzstelle haben, den Sie nicht mit Ihrer*m Mentor*in besprechen wollen.

Bezug zur Kinder- und Jugendbildung

Durch den Bundesfreiwilligendienst werden Ermöglichungsstrukturen für kulturelle Kinder- und Jugendbildung geschaffen. Dank des Einsatzes von Freiwilligen können zahlreiche (kreativ-künstlerische) Angebote für Kinder und Jugendliche erst aufrechterhalten oder gar geschaffen werden.

Krankmeldung

Wenn Sie krank sind und nicht zur Arbeit können, müssen Sie unverzüglich Ihrer Einsatzstelle telefonisch oder per E-Mail Bescheid sagen. Spätestens ab dem vierten Arbeitstag Ihrer Krankheit bzw. Dienstunfähigkeit müssen Sie eine ärztliche Bescheinigung vorlegen. Es kann sein, dass in Ihrer Einsatzstelle andere Regeln gelten. Die Richtlinie der Einsatzstelle hat in diesem Fall Vorrang vor der Richtlinie der LKJ Thüringen. Zum Beispiel, wenn Mitarbeitende der Einsatzstelle schon ab dem 1. Tag eine Krankschreibung vorlegen müssen, müssen Freiwillige dies auch tun. Ihren Krankenschein müssen Sie im Original der LKJ Thüringen per Post schicken.

Mentor*innen

In jeder Einsatzstelle gibt es eine Person, die für Ihre fachliche Anleitung und Unterstützung verantwortlich ist. Die*der sogenannte Mentor*in führt in den ersten Tagen ein Einführungsgespräch mit Ihnen, um mit Ihnen gemeinsam die Erwartungen an das Jahr abzugleichen und über persönliche Ziele zu sprechen. Auch die Zeit nach dem Freiwilligendienst wird immer wieder Thema sein. Ihr*e Mentor*in ist Ihre Ansprechperson vor Ort, die mit Ihnen Aufgaben bespricht und auswertet, die aber auch ansprechbar ist, wenn Sie Schwierigkeiten oder Probleme haben.

Qualitätsstandards

Alle Träger der Freiwilligendienste Kultur und Bildung in Deutschland haben gemeinsame Qualitätsstandards entwickelt, um das Profil der Freiwilligendienste zu schärfen und einheitlich zu gestalten. Unter aktiver Beteiligung von Einsatzstellen und Freiwilligen entwickelten die Träger 2013 ein gemeinsames Qualitätskonzept.
Mit dem pädagogischen Rahmenkonzept (Stand: September 2019) werden die pädagogischen Zielstellungen für Freiwillige, Einsatzstellen und Träger transparent und die Bildungszusammenarbeit dieser Akteure verbindlich. Die Zusammenarbeit mit den Einsatzstellen ist in den Qualitätsstandards festgeschrieben.

Schweigepflicht und Datenschutz

Schweigepflicht im Freiwilligendienst bedeutet, dass Sie über interne Angelegenheiten der Einsatzstelle strengstes Stillschweigen bewahren müssen. Die Schweigepflicht gilt auch für die Zeit nach dem Freiwilligendienst. Bei nicht Einhaltung können Ihnen auch als Freiwillige*r rechtliche Konsequenzen drohen.

Taschengeld

Freiwillige im BFD Kultur und Bildung in Thüringen erhalten, je nach Umfang der Arbeitszeit, ein Taschengeld von 200 € (20,5 Stunden) bis 402 € (40 Stunden). Die LKJ Thüringen überweist das Taschengeld grundsätzlich zum Ende des laufenden Monats. Die LKJ kümmert sich auch um die Sozialversicherungsleistungen, also Kranken- Sozial- und Arbeitslosenversicherung.

Überstunden

Überstunden werden nicht bezahlt. Bei Überstunden bekommen Sie freie Stunden an anderen Tagen, also Freizeitausgleich.

Urlaub

Vertraglich stehen Ihnen 2,5 Urlaubstage pro Monat zu. Der Urlaub wird in der Einsatzstelle beantragt und am Ende des Jahres in Form eines Formulars bei der LKJ Thüringen eingereicht.

Wochenend-Dienst

Sie können auch am Wochenende in der Einsatzstelle mitarbeiten, wenn es in der Einsatzstelle üblich ist, Wochenend-Dienst zu haben. Wichtig ist, dass Sie alle 14 Tage ein freies Wochenende haben sollen. Für den Wochenend-Dienst bekommen Freiwillige kein extra Geld.

Zielvereinbarung

Im ersten Monat des Freiwilligendienstes soll ein erstes Reflexionsgespräch mit der*dem Mentor*in stattfinden, das klärt, welche Aufgabenbereiche und Tätigkeiten Sie übernehmen und an welchen Bildungstagen Sie teilnehmen wollen. Wichtig ist es, dass dabei Ihre Interessen, Wünsche und Erwartungen berücksichtigt werden. Die Ergebnisse des ersten Reflexionsgespräches werden in der persönlichen Zielvereinbarung festgehalten.