Arbeit in der Einsatzstelle

Auf dieser Seite haben wir die wichtigsten Informationen zur Arbeit in der Einsatzstelle zusammengefasst. Ausführliche und umfangreiche Informationen zum Freiwilligendienst nach Schlagwörtern sortiert findest Du in der Übersicht Wichtig zu wissen!.

Arbeitsbedingungen

Jede*r Freiwillige sollte einen Arbeitsplatz in der Einsatzstelle besitzen. Dazu gehören alle notwendigen Materialien, wie zum Beispiel Telefon, PC etc. Niemand sollte den persönlichen Laptop oder das Handy für die Arbeit nutzen müssen.

Arbeitsunfall

Wenn Dir während der Arbeitszeit ein Unfall passiert, ist das ein Arbeitsunfall. Deine Einsatzstelle muss das Formular zur Meldung eines Arbeitsunfalls ausfüllen und der LKJ Thüringen schicken. Die LKJ meldet den Unfall dann der Berufsgenossenschaft. Ein Unfall auf dem Weg von und zur Einsatzsatzstelle und während der Bildungstage gilt auch als Arbeitsunfall.

Arbeitszeit

Die Freiwilligendienste Kultur und Bildung sind sogenannte Vollzeitdienste. Dabei wird generell von einer 40-Stunden-Woche und von 5 Arbeitstagen ausgegangen. Sollte in der Einrichtung der Standard für Vollzeit jedoch bei zum Beispiel 38 Stunden liegen, dürfen Freiwillige nicht schlechter gestellt sein.
In jeder Einrichtung gibt es ein Zeiterfassungssystem (Papierform, Excel-Tabelle, elektronische Systeme). Deine Mentor*in informiert Dich darüber. Der Kultur- und Bildungsbereich neigt zu flexiblen Arbeitszeiten und projektbezogenen Überstunden. Auch wenn die Kolleg*innen vor Ort nicht zu sehr darauf achten, solltest Du Deine Zeiten dokumentieren und für Ausgleich sorgen.

Aufgaben

Grundsätzlich leisten Freiwilligen nach dem Gesetz (JFDG/BFDG) Hilfstätigkeiten. Das bedeutet, dass es eine Abgrenzung zu den Aufgaben und auch zu den Verantwortungen der hauptamtlichen Kolleg*innen gibt. Das bedeutet jedoch nicht, dass Freiwillige nur in weniger wichtigen Bereichen eingesetzt werden, also Kaffee kochen, Botengänge etc. In erster Linie hast Du Dich für einen Freiwilligendienst entschieden, bei dem gesellschaftliches Engagement im Mittelpunkt steht. Gemeinsam mit Deiner*m Mentor*in legst Du fest, welche Aufgaben zu Deinem Verantwortungsbereich gehören.

Betreuung durch die LKJ Thüringen

Einmal im Jahr kommen wir zu Dir in die Einrichtung. Im Rahmen unserer Einsatzstellenbesuche machen wir uns vor Ort ein Bild von Deiner Arbeit und sprechen über Deine Aufgaben und Deine Erfahrungen.
Natürlich kannst Du auch immer bei der LKJ Thüringen anrufen oder vorbeikommen, wenn Dich etwas bedrückt oder Du Konflikte in der Einsatzstelle hast, die Du nicht mit Deiner Mentor*in besprechen willst.

Erfahrungsbericht

Mit dem Erfahrungsbericht möchten wir einen Eindruck erhalten, was Du während Deines Freiwilligendienstes bislang erlebt und gelernt hast. Gleichzeitig möchten wir Dich dazu anstoßen, Deine Erfahrungen auszuwerten und Deine weiteren Ziele bis zum Ende des Jahres zu formulieren. Der Bericht sollte ca. 2 DIN-A4-Seiten in ausformulierten Sätzen (inkl. Fotos) umfassen und bis 31.01. bei der LKJ Thüringen (digital oder postalisch) eingereicht werden. Die LKJ Thüringen stellt Dir dafür einen Leitfaden für den Erfahrungsbericht zur Verfügung.

Krankmeldung

Wenn Du krank bist und nicht zur Arbeit kannst, musst Du unverzüglich Deiner Einsatzstelle telefonisch oder per E-Mail Bescheid sagen. Spätestens ab dem vierten Arbeitstag Deiner Krankheit bzw. Dienstunfähigkeit musst Du eine ärztliche Bescheinigung vorlegen. Es kann sein, dass in Deiner Einsatzstelle andere Regeln gelten. Die Richtlinie der Einsatzstelle hat in diesem Fall Vorrang vor der Richtlinie der LKJ Thüringen. Zum Beispiel, wenn Mitarbeitende der Einsatzstelle schon ab dem 1. Tag eine Krankschreibung vorlegen müssen, müssen Freiwillige dies auch tun. Deinen Krankenschein musst Du im Original der LKJ Thüringen per Post schicken.

Mentor*innen

In jeder Einsatzstelle gibt es eine Person, die für Deine fachliche Anleitung und Unterstützung verantwortlich ist. Die*der sogenannte Mentor*in führt in den ersten Tagen ein Einführungsgespräch mit Dir, um mit Dir gemeinsam die Erwartungen an das Jahr abzugleichen und über persönliche Ziele zu sprechen. Auch die Zeit nach dem Freiwilligendienst, also die berufliche Orientierung, wird immer wieder Thema sein. Dein*e Mentor*in ist Deine Ansprechperson vor Ort, die mit Dir Aufgaben bespricht und auswertet, die aber auch ansprechbar ist, wenn Du Schwierigkeiten oder Probleme hast.

Qualitätsstandards

Alle Träger der Freiwilligendienste Kultur und Bildung in Deutschland haben gemeinsame Qualitätsstandards entwickelt, um das Profil der Freiwilligendienste zu schärfen und einheitlich zu gestalten. Unter aktiver Beteiligung von Einsatzstellen und Freiwilligen entwickelten die Träger 2013 ein gemeinsames Qualitätskonzept.
Mit dem pädagogischen Rahmenkonzept (Stand: September 2019) werden die pädagogischen Zielstellungen für Freiwillige, Einsatzstellen und Träger transparent und die Bildungszusammenarbeit dieser Akteure verbindlich. Die Zusammenarbeit mit den Einsatzstellen ist in den Qualitätsstandards festgeschrieben.

Schweigepflicht und Datenschutz

Schweigepflicht im Freiwilligendienst bedeutet, dass Du über interne Angelegenheiten der Einsatzstelle strengstes Stillschweigen bewahren musst. Die Schweigepflicht gilt auch für die Zeit nach dem Freiwilligendienst. Bei nicht Einhaltung können Dir auch als Freiwillige*r rechtliche Konsequenzen drohen.

Taschengeld

Alle Freiwilligen im FSJ Kultur, BFD Kultur und Bildung und FSJ Politik in Thüringen erhalten ein Taschengeld in Höhe von 300 € monatlich. Die LKJ Thüringen überweist das Taschengeld grundsätzlich zum Ende des laufenden Monats. Die LKJ kümmert sich auch um die Sozialversicherungsleistungen, also Kranken- Sozial- und Arbeitslosenversicherung.

Überstunden

Überstunden werden nicht bezahlt. Bei Überstunden bekommst Du freie Stunden an anderen Tagen. Das heißt Freizeitausgleich.

Urlaub

Vertraglich stehen Dir 30 Urlaubstage berechnet auf eine 5-Tage-Woche zu. Der Urlaub wird in der Einsatzstelle beantragt und am Ende des Dienstes in Form eines Formulars bei der LKJ Thüringen eingereicht. Während der Seminare kannst Du keinen Urlaub nehmen.

Wochenend-Dienst

Du darfst auch am Wochenende in der Einsatzstelle mitarbeiten, wenn es in der Einsatzstelle üblich ist, Wochenend-Dienst zu haben. Wichtig ist, dass Du alle 14 Tage ein freies Wochenende haben sollst. Für den Wochenend-Dienst bekommen Freiwillige kein extra Geld.

Zielvereinbarung

Im ersten Monat des Freiwilligendienstes soll ein erstes Reflexionsgespräch mit Deiner*m Mentor*in stattfinden, das klärt, welche Aufgabenbereiche und Tätigkeiten Du übernimmst, an welchen Bildungstagen Du teilnimmst, ob Du ein eigenes Projekt durchführst und wie die Einsatzstelle Dich dabei unterstützen kann. Wichtig ist es, dass dabei Deine Interessen, Wünsche und Erwartungen berücksichtigt werden. Die Ergebnisse des ersten Reflexionsgespräches werden in der persönlichen Zielvereinbarung festgehalten.