Projekte

August bis Oktober 2019


"Space for future"

Schule: Gemeinschaftsschule Wenigenjena

In einem städtebaulichen Zukunftslabor entwickelt eine jahrgangsgemischte Gruppe von zwölf Schüler*innen erste Nutzungs- und Raumkonzepte für eine unbesetzte Freifläche neben ihrer neuen Schule. Da Boden in Jena kostbar ist, ist es umso wichtiger, dass es auch zukünftig Flächen gibt, die Kindern und Jugendlichen zur Verfügung stehen, Natur- und Gemeinschaftserfahrungen ermöglichen und innovativen Initiativen Raum bieten. Zukunftsgerichtetes Denken und Handeln braucht nicht nur digitale Räume, sondern vor allem konkrete Orte, an denen sich Menschen begegnen, ihre Ideen umsetzen und ihre Interessen ausleben können.

Zu Beginn des Projektes nahmen die Schüler*innen an einem Workshop im Klima-Pavillon im Paradiespark teil, in dem sie sich spielerisch mit den lokalen und globale Aspekten des Themas Postwachstum sowie möglichen Formen des Zusammenlebens auseinandersetzten.

Unter künstlerischer Anleitung der Leipziger Architektin Viktoria Scholz lernten die Schüler*innen an zwei Projekttagen den Raum zu erkunden, sich in städtebauliche Zusammenhänge hineinzudenken und ihre eigenen konkreten Ideen für einen „Platz der Zukunft“ ihres Stadtteils zu entwerfen.

Vom 23.9. bis 2.10.2019 stellen die Schüler*innen ihre Entwürfe in Form von Zeichnungen, Projektskizzen und Plänen in einem „Buch der Ideen“ dar und bauen zur Visualisierung kleine Modelle. Ziel des Projektes ist es, eine erste Entwurfsgrundlage zu schaffen, um daran mit Schüler*innen anderer Schulen des Campus Jena-Ost weiterzuarbeiten. Eine erste Projektpräsentation wird am 2.10.2019 in der GMS Wenigenjena stattfinden. Die diskutierten und bearbeiteten Ergebnisse präsentieren die Schüler*innen dann im Rahmen der nächsten Sozialraumkonferenz in Jena Ost im März 2020, um sie den verantwortlichen Stadtgestalter*innen und Stadtplaner*innen zugänglich zu machen. Das Projekt „space for future“ ist Teil des Jenaer Festivals „Great Transformation. Von Spuren und Träumen einer besseren Welt“ und wird durch JenaKultur gefördert.


Kulturagentin: Sandra Werner

Beteiligte Künstlerin: Viktoria Scholz (Architektin)

Foto: Magdalena Leinhoos


Mai bis Juli 2019


„Tape Figure“

Schule: TGS Herbsleben

Zeitraum:  Juni 2019

Der Einstieg in das Vorhaben erfolgte innerhalb des projektorientierten Kunstunterrichts mit der Erarbeitung von 3-dimensionalen Feininger-Konstruktionen aus zweidimensionalen Inspirationen im Feininger-Stil entsprechend der Vorstellungen und der Erfahrungswelt und Lebensraumverwirklichung der Schüler/innen. Sie gestalteten aus Holzstäbchen und mit unterschiedlichen seitenverkleidenden Materialien visionäre Angelstege, Plattformen zum Chillen, „Insider“-Imbissbuden mit Designpotential und Hippie-Aufenthalte, diese auch zur Ausübung der Religion auf alternative und jugendgemäße Art und Weise.  
Die kreativen, auch witzigen, dennoch sehr ernstzunehmenden Resultate waren Ausgangspunkt für eine Präsentation in einem der Öffentlichkeit zugänglichen Raum. Die Schule reagierte auf die Ambitionen, die Kunst der Jugendlichen in der Öffentlichkeit zu zeigen, sehr schnell. So wurden über das von der Kommune zur Verfügung gestellte Schulbudget Galeriesockel bestellt. Die großen Holzkörper wurden weiß grundiert und lieferten somit eine angemessene, niveauvolle Ausstellungsbasis, dienten gleichermaßen auch als raumgliedernde Segmente. Auf den Seitenflächen widmeten sich die Beteiligten der Schriftgestaltung und ergänzten die Sockel mit bildungs- und wissensbezogenen Sprichwörtern, Zitaten von Persönlichkeiten, mit Akrostichons zum Thema Schule, Zukunftsideen und Lebensalltag. Diese wurden signalsetzend mit Neon-Tape umrandet. Dies lieferte zudem den urbanen Touch bzw. bewirkte den Brückenschlag zu den zukunftsweisenden Bau-Modellen. Street-Art-Effekte waren während der Präsentation auch auf dem Parkett und im Eingangsbereich des Gemeindesaals sichtbar. Die Gestaltenden entwickelten Symbole und eine Bildsprache der Schulzeit. Zur Belebung des ganzen Raumes standen oder saßen lebensgroße Tape-Figuren entweder an Pfeiler gelehnt, auf Stühlen, Fensterbänken und Vorsprüngen platziert. Die Klebestreifen-Plastiken waren durch vorsichtiges Eintapen der Körperteile mit anschließendem Zusammenfügen und Stabilisieren der Figur entstanden. Den Kopf bildete der Tape-Abzug einer Schaufensterpuppe. Die im Raum installierten Figuren erhielten noch einige Accessoires, beispielsweise mit Neon-Tape angedeutete Kleidung, Nähte, Schmuck, Applikationen, etc.  
 
Das Gestalten mittels ungewöhnlicher, experimenteller Techniken löste Spannung und Spaß aus, schließlich konnte man sich gegenseitig die einzelnen Körperpartien durch mehrfach aufgetragenes Klebeband abnehmen. Aber die Technik erforderte auch Durchhaltevermögen, Disziplin und Verantwortungsbewusstsein. Für einige Arbeitsgruppen erwies sich der Gestaltungsprozess als extreme Herausforderung. Dafür entstand mit dem Zusammenfließen der Kunstwerke ein beeindruckendes kulturelles Ambiente, das schließlich im Rahmen der ersten Zeugnisausgabe der Abschlussklassen der TGS Herbsleben feierlich präsentiert wurde.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: Schüler*innnen der Klassenstufe 6/7/8

Sparten: Bildende Kunst (Modellbau, Malerei, Objektkunst)

Kulturagentin: Uta Schunk

Fotos: Uta Schunk


„KräuterWACHStum“

Schule: KGS "Am Schwemmbach" Erfurt

Zeitraum:  Juni 2019

Im Rahmen des netzwerkübergreifenden Projektes "buntes gARTenschau" fand „KräuterWACHStum“ statt. In diesem Projekt setzten sich Jugendliche im Zeitraum vom 17.06.2019 bis zum 21.06.2019 mit zwei Künstlerinnen zum Thema Pflanzen- und Kräuterwachstum auseinander und stellten über verschiedene künstlerische Techniken und Ansätze auch Bezüge zur Seifenproduktion her. 

Die Künstlerin Philine Görnandt blieb ihrer künstlerischen Herangehensweise treu und widmete sich mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Gestaltung eines themenbezogenen Papierobjektes, das anschließend in einer Fensternische im Schulflur installiert wurde. Außerdem durchliefen die Schüler/innen Stationen der Papierherstellung und der Einarbeitung von pflanzlichen Sammelstücken. Diese einfache Methode des Papierschöpfens soll nun unkompliziert gerade im Zusammenhang mit der zukünftigen Seifenherstellung für das Verpackungsdesign wieder herangezogen werden können. Die Mitwirkenden wurden außerdem in den vielseitigen Umgang mit dem Gestaltungs- und Werkstoff PAPIER eingeweiht. Innerhalb der Objektentwicklung erlebten sie einen plastischen künstlerischen Prozess, der sich an Wandlungsabläufe, an Metamorphosen, Wachstumsphasen entsprechend der Natur anlehnte.


Die Künstlerin Rosmarie Weinlich gab ihrem Workshop den Titel „Naturselbstdruck in der Alchimistenwerkstatt“. Es entstanden Fotogramme sowie Reliefs für Seifen. Im Workshop näherten sich die jungen Kreativen und ästhetisch Forschenden der Sonne wie die Pflanzen dem Licht. …zumindest erfolgt die Wahrnehmung von Prozessen der Reaktion chemischer Substanzen auf Sonneneinstrahlung auf zusätzlich malerisch und grafisch vorbearbeitete Papiergründe. Mit der historischen Methode der Cyanotypie (Fotogramme) experimentierten die Teilnehmer/innen mit dem Wachstumszyklus der Fauna und „archivierten“ ihn mittels direkten Abdrucks. Diese einzigartige monochrome Fototechnik ließ naturgenaue Abbildungen gestalten, die - als künstlerisches Werk auf Papier gebracht - von wundervollen und beeindruckenden Momenten der Schönheit, Veränderung und Vergänglichkeit erzählen. Weiterführend nutzte die Künstlerin gemeinsam mit den Jugendlichen die naturnahe ästhetische Forschung in 2D für das dreidimensionale Arbeiten. Es wurden kleinere Reliefwerke angefertigt. Diese bildeten schlussendlich die Form, in die die Seifen gegossen werden. 

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: Schüler*innnen der Klassenstufe 8/9

Sparten: Bildende Kunst (Papiergestaltung, Bildnerisches mittels Cyanotypie)

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Philine Görnandt (Papierkünstlerin)  Rosmarie Weinlich (Freie und Konzeptkünstlerin)

Kulturagentin: Uta Schunk

Fotos: Philine Görnandt und Rosmarie Weinlich


„gARTen – Es kreucht und fleucht“

Schule: TGS Herbsleben

Zeitraum:   13.-17. Mai 2019

In der TGS Herbsleben knüpften 35 Jugendliche der Klassenstufe 8 an das Netzwerkprojekt „buntes gARTenschauen“ an und begaben sich gemeinsam mit einer Keramikkünstlerin, mit einer Goldschmiedin/Metallgestalterin sowie mit der Kulturagentin in drei künstlerische Workshops und gestalteten unter dem schulinternen Projekttitel „gARTen: Es kreucht und fleucht“ ihr schulisches Umfeld als einen bedeutsamen kulturellen Teil der Kommune Herbsleben kreativ.

Die Teilnehmer/innen begaben sich zum Projekteinstieg in eine Entwurfsphase und beobachteten, beschrieben, skizzierten, mikroskopierten, fotografierten zu Gräsern, Blumen, Strauch- und Blattwerk. Außerdem legten sie eine Sammlung aus ihren Rechercheergebnissen und einfachen Zeichnungen zu Insekten an. Aus dem Fundus gepresster und konservierter realer, in der Natur vorkommender Sammelobjekte entwickelten die jungen Gestalter/innen Verfremdungsreihen interessanter Oberflächen und Maserungen sowie zerlegter und neu definierter Kompositionen von Ansichten der Naturobjekte. Diese werden mit der Keramikkünstlerin Susanne Worschech in Ton fliesenartig, dennoch heterogen und an Wachsendes, Gedeihendes, Knospen- und Blattartiges erinnernd, modelliert. Die floralen Keramiken erhalten eindrucksvolle Strukturen, Reliefs, die mit Töpferwerkzeug und Materialdruckstöcken eingebracht werden. Engoben und Effektglasuren geben dem keramischen „gARTen“ die passenden Farbnuancen und Oberflächenreflexionen, eben wie die Pflanzenwelt unter den sich ändernden Lichtbedingungen. Die künstlerischen Resultate der Teilnehmer des Keramik-Workshops werden im Nachgang an den Workshop zu einer Fliesenkomposition, die Assoziationen eines Baumes erzeugt, zusammengefügt. Das dabei entstehende Wandbild wird im Schulhaus angebracht, bleibt anfangs jedoch fragmentarisch und setzt sich in weiterführenden Projekten fort.

In einem weiteren Workshop „kreuchte und fleuchte es“. Durch Drahtmodellage, durch Verformen, Prägen und Punzieren von Blechen entstanden surreale Insekten und dazugehörige metallische Oberflächen von Insektenschalen, -gehäusen, auch von Rinden bzw. Blattstrukturen, die sich gezielt in die keramische Arbeit hineinfügen werden. Die krabbelnden, kriechenden, fliegenden Wesen werden mobiléartig in unmittelbarer Nähe des Wandbildes hängen.

Im dritten Workshop, den die Kulturagentin anleitete, wurden ebenfalls Pflanzen und Insekten als gestalterische Basis zum Abwandeln und Verfremden bzw. zur neuartigen, auch stylischen Umsetzung mittels malerisch-grafischer, auch SprühTechniken genutzt. Die künstlerischen pflanzen- und stengel-, auch knospenartigen Resultate aus Druck, Collage, Abklatsch- und Kratzbild, aus Stencil und ästhetischem Zufallsprinzip bilden eine Wandbordüre, die eine kreative Gras- und Kräuternarbe zeigt. Bereichert wird damit nun der Flurbereich im Kellergeschoss der Schule. Das bildnerische Resultat entwickelte den etwas abseits vom Schulgeschehen liegenden Flur zum angenehm wirkenden Durchgangsbereich für Schüler, Lehrer und Besucher. Das Areal wurde durch den Gestaltungseinsatz nicht nur ästhetisch aufgewertet. Zusätzlich fordern Sprechblasen und Beschilderungen mit lustigen und dennoch signalisierenden Sprüchen die Schülerschaft zu Ordnung, Hygiene und Sauberkeit, auch zu geschlossenen Türen gerade in diesem Bereich auf.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 35 Schüler*innnen der Klassenstufe 8

Sparten: Keramik, Schmuck- und Metallgestaltung sowie Malerei/Grafik

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Susanne Worschech (Keramikkünstlerin), Mandy Rasch (Goldschmiedin und Metalldesignerin); Unterstützung durch die Kommune Herbsleben

Kulturagentin: Uta Schunk

Fotos: Uta Schunk


„Klee-Kater Fritzie – Eine tierisch ästhetische Bauhauserkundung“

Schule: Grundschule am Schwemmbach Erfurt

Zeitraum:  2.-9 Mai 2019

Kater Fritzie von Paul Klee – also ein authentisches Wesen - ist die zentrale Figur eines gerade erschienenen Kinderbuches der Autorin und Kunsthistorikern Silke Opitz. Darüber erfolgte die Vermittlung der Inhalte zum BAUHAUS auf altersgerechte Weise. Es geht im Buch um die Erkundung des Bauhauses über einen Kater, der das Reisen nicht verträgt. Er muss während des Reisens der Familie Klee zu Hause bleiben und hält sich in dieser Zeit im BAUHAUS auf. Anlässlich der Buchveröffentlichung findet noch bis zum 14.07.2019 eine Ausstellung zu den Illustrationen des Buches im Renaissancesaal der Kunsthalle statt.

Die Autorin und Kuratorin strebte insgesamt im Sinne umfänglicher Kultureller Bildung einen ganzheitlichen Rezeptionsprozess über Text und Bild an. Sie plante für die Ausstellungseröffnung am 02.05.2019, dass die Kinder aktiv vortragend und moderierend einbezogen werden sollten. Anschließend begaben sie sich in einen künstlerisch produktiven Prozess in Kooperation mit Bildenden Künstlern. Das Projekt diente der Vermittlung von kulturellen und kunstpädagogischen Inhalten. Die Bauhaus-Thematik wurde im Vorhaben sowohl als Einstellung und Lebensstil in einer Gemeinschaft von Lehrenden und Lernenden aufgezeigt, aber auch über bauhausdesigntypische Alltagsobjekte, über Architektur und Wohnensemble den Teilnehmern präsent gemacht. Hierbei wurde ebenso die Vermittlung der Farben- und Formenlehre nicht außer Acht gelassen. Dies erfolgte auf spielerisch kreative, in Ansätzen auch auf ästhetisch forschende Weise. Ein Kind im Grundschulalter eignet sich die Welt noch nicht in einem strategisch komplex durchdachten umfassenden, absichtsvollen Werksprozess an. Ebenso handelt auch die Katergestalt Fritzie nicht bewusst künstlerisch, sondern eher instinktiv auf ihren Gängen durchs Bauhaus. Sie greift künstlerische Techniken und Strategien unbewusst auf, indem sie auf Katzen-ART durchs BAUHAUS streift. Das FellKnäuel mischt Farben, hinterlässt Spuren auf seinen Streifzügen zur Futtersuche; versucht beispielsweise in Gefäßen mit der Schwanzspitze Futter aufzutreiben. Die literarischen Erfahrungen gaben somit Impulse zu erprobenden künstlerischen Aktionen, die Formen imaginieren, Druck- und Klecksspuren erzeugen und über das Zufallsprinzip Farbnuancen hinterlassen.

In unterschiedlichen Workshopangeboten (Moderne Malerei, Baukörper und Baukonstruktionen, Objektkunst, Dokumentation der künstlerischen Prozesse) wurden die Kinder von drei Künstlern und einer Kulturagentin begleitet und angeleitet. Das schöpferische Tun eröffnete im Rahmen sich entwickelnder Angebote Gestaltungsräume, in denen Zufälliges, bewusst Formengebendes, Illustratives, auch Fantasievolles entstehen konnte. Hier konnten die Kinder Situationen aus dem Buch künstlerisch weiterspinnen. Im Sinne der Partizipation und Beachtung der Erfahrungswelt der jungen Gestalter entwickelten sich künstlerische Abläufe, in die sich die Beteiligten authentisch schöpferisch integrierten und eigene Ausdrucks- und Materialentscheidungen treffen konnten. Die Autorin und Kuratorin betonte, wie wichtig ihr und überhaupt kulturell-ästhetisches, spielerisches Lernen ist, ohne dass es die Kinder als einen gewohnten oft hemmenden schulischen Lernprozess wahrnehmen.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 48 Schüler*innnen der Klassenstufe 3

Sparten: Bildende Kunst (Malerei, Objektkunst, Dokumentation), Architektur, Kunstrezeption und Museumspädagogik

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Michal Schmidt (Freier Künstler), Julia Heinemann (Architektin und Kunstpädagogin), Jörg Müller (Grafiker), Silke Opitz (Kunsthistorikerin und Autorin), Kunsthalle Erfurt,   Förderung über das Kulturagentenprogramm und die Sparkasse Mittelthüringen

Kulturagentin: Uta Schunk

Fotos: Julia Heinemann und Uta Schunk


„Einstein gestaltet BAUHAUS“

Schule: TGS „Albert Einstein“ Sömmerda

Zeitraum:  1.-4. Juli 2019

Im Projekt  BAUHAUS, begleitend zur zeitgleichen Ausstellung in der Kunsthalle Erfurt, gestalteten alle SchülerInnen der Klasse 6a aus der TGS „Albert Einstein“ Sömmerda unter Anleitung der KünstlerInnen Sabine Cozacu und Florian Schmigalle von der IMAGO Kunst- und Design-Schule Erfurt eigene künstlerische Interpretationsweisen.
 
Nach dem gemeinsamen Besuch der Ausstellung mit den Dozenten werkelten und malten die SchülerInnen in zwei Werkstätten ihre inspirierenden Eindrücke zu eigenen Bild- bzw. Objektgestaltungen kreativ um.
 
Diese wurden am 4. Juli 2019 dann Teil einer großen Ausstellung im Lichthof der Stadtwerke Erfurt – dem Sponsor und Kooperationspartner im Projekt. Alle teilnehmenden Schulen waren durch interessierte SchülerInnen vertreten und feierten die Kunst so an einem ganz besonders ausgewählten Ort.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 24 Schüler*innen

Sparten: Malerei/Grafik, Architektur/Raum, Holz

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: IMAGO Kunst- und Design-Schule e.V.

Kulturagentin: Dorothee Bucher

Fotos: Dorothee Bucher


„Einstein gestaltet Thüringentag 2019 mit“

Schule: TGS „Albert Einstein“ Sömmerda

Zeitraum:  28. Juni 2019

Zum Thüringentag vom 28. – 30. Juni 2019 in Sömmerda waren alle Schulakteure seitens der Stadt Sömmerda aufgerufen, sich mit originellen und kulturellen Beiträgen zu beteiligen.
 
So kamen nun endlich die speziell gefertigten 20 Stencils zum Thema „Einstein gestaltet Thüringentag“ aus dem KAP-Projekt vom Jahresanfang zum praktischen Einsatz. Mit großer Lust und unbändigem Eifer besprühten die SchülerInnen die Straßen und Gehwege auf der Jugendmeile mit Streetart-Elementen. Selbst spontane Bildmotive konnten mit großer Motivation kreiert werden.  
 
Neben dieser seitens der Stadt „bestellten“ Aktion bedruckten die SchülerInnen persönliche Schul-T-shirts und trugen neben diesen auch selbst gestaltete Bildzeichen mit dem Konterfei von Albert Einstein im Festumzug als Erkennungs-„Marke“ für ihre Schule mit.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 60 Schüler*innen

Sparten: Architektur/Raum, Elemente der Streetart, Siebdruck

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Viktor Sobek

Kulturbeauftragte: Sabine Dietrich

Kulturagentin: Dorothee Bucher

Fotos: Dorothee Bucher


„Triadisches Bauhausensemble – Eine Figurengruppe nach Oskar Schlemmer“

Schule: TGS am Roten Berg Erfurt

Zeitraum: . April - Juni 2019

Derzeitig werden noch bis zum 28.07.2019 in Gotha im Herzoglichen Museum eindrucksvolle Kunstwerke vom Bauhaus-Künstler Oskar Schlemmer gezeigt. Der Maler, Grafiker, Bühnenbildner, Bildhauer, Wandgestalter und Choreograf gilt als einer der vielseitigsten Künstler der Moderne. Seine Visionen von einer Zukunft, in der der Mensch in Einklang mit gesellschaftlichen Neuerungen und Technisierung lebt, prägen nicht nur seine Kunstwerke, sondern wirken gerade in der Gegenwart, in der sich der Mensch mit den Konsequenzen immer fortschreitender Technik auseinandersetzen muss, sehr aktuell und impulsgebend hinsichtlich gegenwärtiger Debatten.

Die Schüler/innen des Wahlpflichtbereiches "Darstellen und Gestalten" widmeten sich anlässlich des 100jährigen Bauhaus-Jubiläums der Gestaltung von Modellpuppen in Anlehnung an das "Triadische Ballett" Oskar Schlemmers. Sie beschäftigten sich mit den Inhalten des Bauhauses und projizierten gestalterisch mittels eigener kreativer Formen- und Materialentscheidungen das Bauhausspektrum von der modernen Architektur über die Farben- und Formenlehre bis hin zum Produktdesign und zum kreativ-schöpferischen Denken auf hölzerne Modellpuppen. Sie personifizierten damit vergleichbar mit Schlemmers Umsetzung einer sich rasant entwickelnden technisierten Welt die künstlerisch-handwerklichen Bereiche des vor 100 Jahren in Weimar gegründeten Bauhauses. Zeitgemäßes, modernes Wohn- und Produktdesign weist heute noch die Formensprache auf, die von Bauhauskünstlern hervorgebracht wurde.

Damit die gestalterischen Resultate über die Schule hinaus der Öffentlichkeit gezeigt werden, nutzten die Jugendlichen das Angebot des museumspädagogischen Bereiches, ihre Figurenbilder im Rahmen dieser weitreichenden Ausstellung zu präsentieren. An die Ausstellung ist ein kulturelles Vermittlungsprojekt "WERKstatt Schlemmer" geknüpft. Im Rahmen der Präsentation der dort entstehenden Resultate werden nun bis zur Finissage am 28.07.2019 , also bis zum Ende der Schlemmerausstellung, das "Triadische Ballett" der Erfurter Schüler/innen gezeigt. Heute am Mittwoch, dem 26.06.2019, waren die Jugendlichen gemeinsam mit weiteren Mitschülerinnen und Mitschülern der Klasse 8b in Gotha im Herzoglichen Museum und erfuhren in einer altersgerechten Führung durch Herrn Christoph Streckhardt (Bereich Museumspädagogik) interessante Dinge zur Künstlerpersönlichkeit Oskar Schlemmer ...und dies direkt vor den Originalen Schlemmers, die zum Teil nicht immer der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Projektbeteiligte: Klasse 8a/b DuG-Kurs sowie Klasse 8b zur Exkursion

Sparten: Bildende Kunst/ Figurinen-Entwurf und Kostümbild, Museumspädagogik

Projektpartner: Herzogliches Museum Gotha, Christoph Streckhardt

Kulturagentin: Uta Schunk


„Schulhofoase 6 – SchulgARTen“

Schule: RS Elxleben

Zeitraum: 13. - 17.5.2019

Welche Freude und welcher Stolz war den Gesichtern der 52 Jungen und Mädchen anzusehen, als sie die Ergebnisse der Kultur-Projektwoche präsentierten.

Vom 13.-17.05.2019 wurde unter dem Motto „Schulhofoase 6 – SchulgARTen“ gewerkelt, gemalt, getöpfert, fotografiert und Glas für Mosaike geschnitten. Das Angebot war breit gefächert. Die Schüler*innen konnten sich in fünf unterschiedliche Workshopgruppen einwählen, die teils von Künstler*innen und teils von Lehrer*innen geleitet wurden. Mittlerweile zählt diese Form des Lernens zur Tradition unserer Schule. Ziel dieser aktiven Woche ist die Gestaltung des Schulumfeldes durch die 8-Klässler. Über die Jahre ist eine gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde gewachsen. Sie unterstützt die Projektarbeit auch in finanzieller Hinsicht.

Mit ästhetischen Mitteln ging es um die Beschäftigung mit Pflanzen und Pflanzenwelten. Der „Garten“ als Sehnsuchtsortes verkörpert ein Idealbild für Schönheit, Ruhe und Inspiration. Die Jugendlichen konnten ihre Fantasie in Farbe und Formen ausleben und das Schöne im Alltag entdecken. Insgesamt gab es fünf Workshopgruppen:

  1. Großformatige Leinwandbilder „Blumen und Früchte“ mit dem Künstler Michael Schmidt.
  2. Glas-Mosaikgestaltung „Glas-gARTen“ mit der Künstlerin Viktoria Scholz: Ihre Schüler*innengruppe lernte wertvolles Buntglas zu schneiden und Mosaike zum Thema „GlasgARTen“ in kleine Rahmen anzuordnen.
  3. Fotografie "Foto-gARTen": Die Schüler*innen lernten die Grundlagen des Fotografierens. Mit ausgewählten Ergebnissen nehmen sie nun an einem Fotowettbewerb des Naturkundemuseums teil.
  4. Handwerkergruppe „Holz-gARTen“: Bänke für den Schulhof bauen und gestalten.
  5. Keramik "Ton-gARTen Florale Formen“: Gestaltung von verschiedene Blumenvasen und Tonfiguren für die Holzstelen des Schulhofes.

Auffällig war die große Harmonie und Konzentriertheit, mit welcher in den einzelnen Gruppen gearbeitet wurde. Alles in allem waren es wieder für die Schule und die Schüler*innen gewinnbringende Tage. Nun hoffen wir sehr, dass das Kulturagentenprogramm durch das Thüringer Kultusministerium neu aufgelegt und somit weitergeführt werden kann.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 52 Schüler*innen

Sparten: Bildende Kunst, Medien

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Viktoria Scholz - Art Lilé, Michael Schmidt

Kulturbeauftragte: Petra Schwade

Kulturagentin: Katrin Sengewald

Fotos: Petra Schwade


„Oskar – und andere schräge Vögel“

Schule: Oskar-Gründler-Gymnasium Gebesee

Zeitraum: 5.2.  –  8.2.2019

Anfang Februar führte das Oskar-Gründler-Gymnasium Gebesee ein dreitägiges Projekt unter dem Motto „Oskar – und andere schräge Vögel“ durch. Es richtete sich an ca. 130 Schüler*innen der 5. und 6. Klassen. Oskar ist das Schulmaskottchen und nimmt spielerisch Bezug auf Oskar Gründler. Im Mittelpunkt stand das Thema „Upcycling“. Gemäß dem Motto „Aus Alt mach neu“ ging es um scheinbar wertlose und ungewöhnliche Materialien, die in den 9 Projektgruppen verschiedenartig bearbeitet wurden. Die Fantasie sollte angeregt und das Thema interessant und offen gestaltet werden. Im Vorfeld sammelten Lehrer*innen und Schüler*innen Ideen, so dass ein bemerkenswertes Projektangebot kreiert werden konnte. Vier externe Künstler*innen waren beteiligt. Es fand eine Exkursion in die Stadtwerke Erfurt statt und es gab eine von Schüler*innen selbst geleitete Projektgruppe „Oskar tanzt“. Das Motto „Schräge Vögel“ verbindet sich mit der Inspiration des Ungewöhnlichen und Andersartigen. Vor allem die künstlerischen Projektgruppen griffen dies auf. Mit dem Holzbildhauer Florian Schmigalle entstanden schräge Vogelobjekte aus Holzabfällen und Styroporresten. Mit der Trickfilmerin Susanna Hanna wurden mit Abfallmaterial eine Welt um und mit dem schrägen Vogel Oskar kreiert und animiert. Mit der Schauspielerin Maria Elisabeth Wey improvisierten die Kinder Außenseiter-Menschen in ungewöhnlichen Situationen. Mit dem Maler und Graphiker Andreas Bauer entstand ein gemeinsames Buch mit „Schrägen Vögeln“ zeichnerisch und druckgrafisch unter Einbeziehung unterschiedlichster Materialien. Am 8.2.2019, dem letzten Schultag vor den Winterferien, gab es eine Präsentation der Projektergebnisse in der Sporthalle.So viele „schräge Vögel“ hat unsere Turnhalle wohl lange nicht gesehen!
Die stolzen Fünft- und Sechstklässler präsentierten ihren neugierigen Mitschüler*innen die Ergebnisse der Projekttage: lustige Holzvögel, Oskar in verschiedenen Geschichten in einem Buch, Deko-Artikel aus Recyclingmaterial für unser diesjähriges Sommerfest, tolle Bastelideen aus Blechdosen, Milchkartons und anderen Verpackungsmaterialien, sehr interessante Infotafeln zu den Themen „Plastikmüll im Meer“ und „Recycling“.
Viel Spaß bei den Zuschauern erzeugten die selbst erstellten Trickfilme. Weit über hundert Einzelbilder wurden dazu erstellt. Beifall erhielten (nicht nur) die Einrad-Fahrer. Erstaunlich, dass man in nur 3 Tagen dieses „schräge“ Rad tatsächlich kunstvoll fahren kann. Mutig zeigten sich Oskars kleine Schauspieler bei der Aufführung verschiedener Übungen, ganz ohne Mikrofon, aber mit viel Freude an den Sensibilisierungsaufgaben. Und die Tänzer bewiesen deutlich, dass auch nach drei Tagen „Durchtanzen“ die Lust am Bewegen nicht vergangen ist. Wie schräg ist das denn?
Auf das wichtige Thema der diesjährigen Projekttage machten uns unüberhörbar die „Müll-Rocker“ aufmerksam. Die 7., 8. und 9. Klassen, Lehrer*innen und Eltern waren begeisterte Zuschauer.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 130 Schüler*innen

Sparten: Bildende Kunst, Theater, Tanz

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: 

  1. Theater: Maria-Elisabeth Wey
  2. Buchwerkstatt: Andreas Bauer
  3. Mobile: Florian Schmigalle
  4. Trickfilm: Susanna Hanna

Kulturbeauftragte: Tanja Riese, Ines Heissner

Kulturagentin: Katrin Sengewald

Fotos: Katrin Sengewald


STREIFZUG – Thüringen

Schule: RS Straußfurt

Zeitraum: 24. – 27.4.2018

Im Projekt „Streifzug Thüringen“ unternahm die gesamte Schule einen Streifzug durch Thüringens Kulturlandschaft. Straußfurt liegt an der B 4 im Landkreis Sömmerda Richtung Nordhausen, wo zwar Autos und Züge durchfahren, aber Kunst und Kultur weit weg sind. Die Projektwoche erstreckte sich vom Dienstag, den 24. April bis zum Freitag, den 27. April 2018. In dieser Zeit arbeiteten zehn externe Künstlerinnen und Künstler und alle Lehrerinnen und Lehrer an insgesamt 17 Themen, in die sich 220 Schülerinnen und Schüler klassenübergreifend einwählen konnten. Alle Gruppen unternahmen während dieser Zeit eine Exkursion zu einem kulturellen außerschulischen Lernort, wie z.B. das Schloss Friedensstein in Gotha, das Optische Museum in Jena, die alte Synagoge in Erfurt oder die Klassikstiftung in Weimar. Gemeinsam mit den Künstlerinnen und Künstlern arbeiteten die  Jugendlichen vor Ort ästhetisch forschend, nahmen die Impulse auf und tauchten in einen kreativ künstlerischen Prozess ein. Damit sollte der Zugang zur Kultur in Verknüpfung mit vielfältigen Handwerkskünsten, die typisch für Thüringen sind, erlebbar gemacht werden. Die dabei vermittelten Materialien und Techniken (auch im darstellerischen Bereich) befähigten die Jugendlichen ihre eigenen Ideen auf vielfältige Weise kreativ und originell umzusetzen. Die Klassenräume verwandelten sich in kleine kunsthandwerkliche Werkstätten, wie z.B. Schmuck, Holz, Keramik, Textil, Buchdruck, sowie auch darstellende Künste, wie z.B. Tanz, Figurentheater und Beatboxing.

In Form eines Rundganges konnte die Schulgemeinschaft die Ergebnisse und Aufführungen am Ende der Projekttage bestaunen. „STREIFZUG – Thüringen“ war ein Höhepunkt für die Regelschule Straußfurt. Der Weg hat sich gelohnt und wirkt in den Schulalltag noch lange nach.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 220 Schüler*innen

Sparten: Bildende Kunst, Designe, Theater, Tanz, Musik

Projektpartner/Beteiligte Künstler*innen: 

Kultureinrichtungen:

  • Schloss Friedenstein Gotha
  • Optisches Museum Jena
  • Stadtmuseum Erfurt
  • Alte Synagoge Erfurt
  • Naturkundemuseum Erfurt
  • Klassikstiftung Weimar
  • EGA, Grünes Klassenzimmer Erfurt

Künstler/innen:

  • Andreas Bauer -> Buchwerkstatt
  • Maja Kowol ->Tanz
  • Norman Sinn -> Beatboxing-Rap
  • Susanne Worschech -> Keramik
  • Anne Schneider -> Nähen, Batiken
  • Philipp Körber -> Musik, Band, Instrumentenbau
  • Kerstin Wiese -> Puppenspiel
  • Mandy Rasch -> Schmuck
  • Florian Schmigalle -> Holz

Kulturbeauftragter: Christoph Rösler

Kulturagentin: Katrin Sengewald

Fotos: Katrin Sengewald


Kulturpraktikum

Schule: Thüringer Gemeinschaftsschule Wenigenjena, Jena

Zeitraum: 6.5. bis 10.5.2019

Bereits zum dritten Mal fand am Freitag, den 10.5.2019, im Lobedaer Jugendzentrum „Treffpunkt“ die Werkschau des diesjährigen Kulturpraktikums der 7. Klassen statt. Mit einer kleinen Ausstellung, mehreren Präsentationen, einer Filmvorführung und einer musikalisch-tänzerischen Schwarzlichtperformance gaben die 47 Jugendlichen ihren zahlreichen Gästen künstlerische Einblicke in die verschiedenen Workshops des Kulturpraktikums.

Eine Woche lang hatten sie in den Workshops Schmieden, Film, Urban Art, Musik und Bewegung sowie Keramik mit Künstlern und Kulturpartnern aus Jena und Dresden gearbeitet. Am Ende waren alle Akteure stolz auf die beeindruckenden Ergebnisse. Ihre Kurzfilme, kunstvoll geschmiedeten Figuren, Keramikfliesen für das neue Schulgebäude, Flächen voller Straßen-Kunst und die Tanzaufführung wurden mit viel Applaus bedacht.

Das Projekt ergänzt das Angebot "Berufstart", dem berufsorientierenden Programm der Schule. Durch dieses Kulturpraktikum können die SchülerIinnen der 7. Klassen in die Bereiche Kunst reinschnuppern und interessante künstlerische Berufe kennenlernen.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 47 SchülerInnen der 7. Klassenstufe, 5 Pädagogen, 1 Übersetzer

Sparten: Bildende Kunst, Streetart, Tanz, Musik, Film, Architektur

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen:

Jugendclub „Treffpunkt“ Jena Lobeda
Geschichtswerkstatt Jena e.V. / Blickpunkt Mensch: Torsten Eckold, Martina Sauerbrey, Matthias Dornieden
Robert Krainhöfner
Bewegungsküche Jena e.V.: Amira Shemeis
Studio Keramos: Susanne Worschech
Atljae Dresden: Florian Bölike  

Kulturbeauftragter: Martin Spantzel

Kulturagentin: Sandra Werner

Fotos: Sandra Werner und Nicole Seidel

 

Januar bis April 2019


"buntes gARTenschauen"

Schule: RS Straußfurt

Zeitraum: 02.04. - 04.04.2019

Das Projekt „bund(t)es gARTen schauen“ brachte 5 Kulturagenten-Schulen aus der Region Erfurt und Erfurt Nord in einem gemeinsamen Projekt zusammen. Für die Schüler*innen der 5. Und 6. Klasse der RS Straußfurt waren die Projekttage vom 2.4.-4.4.2019 ein besonderer Höhepunkt. Das Wortspiel „bund(t)es gARTen schauen“ wurde inspiriert von der bevorstehende Bundesgartenschau 2021 - mit inhaltlich sehr unterschiedlichen Aspekte:

  • Der „Garten“ als Idealbild für Schönheit, Ruhe und Inspiration.
  • „Bund(t)es“ in Bezug auf die Vielfalt von Ideen, Menschen, Farben und Formen.
  • Das Wort „ART“ als Spiel in der Kunst zwischen Tradition und Moderne.

Für die Projekttage konnten sich die Schüler*innen interessenorientiert in sechs Workshopgruppen einwählen, die sowohl von Lehrer*innen als auch von externen Künstler*innen geleitet wurden:

  1. Pflanzen-Ornamentik mit der Textilkünstlerin Britta Schatton: Das Experimentieren mit Wolle und anderen textilen Materialien hatte außergewöhnliche Gewebefilze mit interessanter Oberfläche als Wand- oder Fenstergestaltung für die Schulräume zum Ergebnis.
  1. Schlingpflanzen mit der Tänzerin Caroline Tuminski: Mit Tanz und viel Spaß ließen sich die Kinder anregen Formen und Bewegungen von Pflanzen in kleinen Choreographien und akrobatischen Skulpturen darzustellen.
  1. Pflanzen-Gemälde: Ein mit floralen Mustern bemalter Holzzaun entstand.
  1. „gARTen-Früchte“: Obst- und Gemüsereliefs wurden aus Ton geformt, bemalt und im Speiseraum angebracht.
  1. Bücher-Pflanzen: Alten Bücher wurden zu skulpturalen bepflanzbaren Objekten.
  1. Blumen-gARTen: Die Gestaltung und Bepflanzung eines Beets im Eingangsbereich der Schule.

Die Arbeit in den Workshopgruppen bestach durch hohe Konzentration und einen kreativen Geist. Zum Abschluss gab es eine Präsentation in Form eines Rundganges. Alle staunten. Die beteiligten Schüler*innen, Lehrer*innen und Künstler*innen waren stolz. Das Projekt wirkte noch lange in den Schulalltag hinein. Die Schüler*innen äußerten wiederholt den Wunsch mehr Projekte in dieser Form durchzuführen.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 45 Schüler*innen

Sparten: Bildende Kunst, Tanz

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Textilkünstlerin Britta Schatton, Tänzerin Caroline Tuminski

Kulturbeauftragte: Doris Müller

Kulturagentin: Katrin Sengewald

Fotos: Katrin Sengewald


"Aufgebaut..." Teil 2

Schule: Staatliche Regelschule „Johann-Wolfgang-von Goethe“, Schleiz

Zeitraum: 16.01.2019 bis 30.04.2019

Anschließend an das Workshop-Angebot der Percussion-Gruppe haben die Jugendlichen der Schule unter dem großen Titel "Aufgebaut" in verschiedenen Bereichen gearbeitet. Theater/Malerei/Grafik/Plastik/Musik/Klänge...
Dabei stand für die Schule wie auch zu den letzten Projektangeboten ein breites künstlerisches Spektrum zur Verfügung. "Aufgebaut"… Fundamente der Macht, der Titel der Thüringer Schlössertage, wurde in dem Projekt aufgegriffen und umgesetzt. Die Kooperation zum Museum Schloss Burgk konnte dabei gefestigt und gepflegt werden.
Die intensive Arbeit in der DG Gruppe (Darstellen und Gestalten) wurde weiter professionell unterstützt und angeleitet. Der Theaterpädagoge Herr Goldmann führte intensiv in die Theaterarbeit ein. Der vorliegende Text des Stückes bildete dabei nur das Gerüst und entsprechend der Möglichkeiten der Schüler wurde bei den Proben variiert und verändert. Ebenso unter dem Motto „Aufgebaut…“ wurden in der Schule in Zusammenarbeit mit dem Töpfermeister Andreas Leonhardt Reliefs geschaffen. Alle Schüler der 6. Klassen lernten einfache keramische Techniken kennen und setzten sie gekonnt bei der Gestaltung um.
Einen großen Part des Projektes bildete wieder der Projekttag der fünften Klassen im Museum Schloss Burgk, der nun schon zur Tradition geworden ist. Dabei hatten 56 Jugendliche die Möglichkeit ihr Museum aktiv zu erleben und selbst zu gestalten. Innerhalb von Projektgruppen, in die sich die Schüler nach Wunsch einwählen konnten, arbeiteten sie mit Künstlern aus der Region zusammen. Bei einer gemeinsamen Einführung lernten sie einiges über ihr Museum. Dabei wurde das Augenmerk auf verschiedene künstlerische Elemente und „Prunk und Pracht“ gelegt. Im Anschluss fand eine Druckwerkstatt mit der Künstlerin Barbara Toch statt, auch das besondere Porträt im Schloss, angeleitet durch Wolfgang Schwarzentrub, spielte eine Rolle. Es wurde Klingendes gesucht und zu neuen Klängen gefügt, Texte wurden aufgesprochen und unter Anleitung von Kay Kalytta kombiniert. Burg(k)-Schriften entwickelten die Schüler mit dem Künstler Mirko Albrecht und eine besondere Ahnengalerie entstand mit dem Künstler Erik Buchholz. Dabei wurden die Fähigkeiten der Schüler*innen aufgebaut und weiterentwickelt. Sie lernten die besonderen Arbeitsweisen der einzelnen Künstler kennen, und versuchten sie selbständig zu adaptieren.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 142
Sparte: Architektur/Raum, Theater, Bildende Kunst, Medien, Musik, interdiszipli-när       
Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Andreas Leonhardt, Felix Goldmann, Barbara Toch, Wolfgang Schwarzentrub, Mirko Albrecht, Erik Buchholz, Kay Kalytta   
Kulturbeauftragte: Antje Weinrich/ Martina Kukafka
Kulturagentin: Jana Laser
Fotos: Jana Laser


KOMM(MIT)MACHEN – Graffiti und Tanz im Schulhof

Schule: Traumzauberbaumschule Weißensee

Zeitraum: 27. bis 29. April 2019

Die Gestaltung und Fortsetzung der Graffiti-Wand auf dem unteren Schulhof als Abschluss der vierjährigen Schulzeit durch alle 36 SchülerInnen der 4. Klasse in Begleitung der KünstlerInnen Nora Kühnhausen, Sven Messerschmidt und Daniel Almeida knüpft an die sich etablierte Tradition in den letzten Jahren an.

Dafür entwerfen sie wieder mit Nora Kühnhausen grafische Elemente, die anschließend von den SchülerInnen im Workshop mit Sven Messerschmidt farbig auf der großen Schulhofmauer umgesetzt werden. Parallel dazu choreografiert eine dritte Schülergruppe mit dem Tänzer Daniel Almeida wieder einen Tanz entsprechend der partizipativ entwickelten Bildmotive. Dieser findet seinen Höhepunkt mit einer offiziellen Präsentation zur Einweihung der Wand vor Publikum.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 36 SchülerInnen der 4. Klassen

Sparte: Bildende Kunst/Tanz

Projektpartner/Beteiligte Künstlerin: Daniel Almeida, Nora Kühnhausen, Sven Messerschmidt

Kulturbeauftragte: Daniela Haufe

Kulturagentin: Dorothee Bucher

Foto: Dorothee Bucher


LICHT KUNST HAUS

Schule: Staatliche Regelschule „Prof. Gräfe“ Buttstädt

Zeitraum: 23. April bis Ende des Jahres 2019

Die Ausstellung in der Rastenberger Coudray-Kirche repräsentiert Workshop-Ergebnisse der Schule mit Bezug zum Thema „Bauhaus“ aus den vergangenen Jahren.
Dafür kuratierte Philine Görnandt gemeinsam mit 12 interessierten Schülerinnen und der Kulturbeauftragenten Barbara Lange. Als langjährige Kooperationspartner planen sie eine Woche lang die Ausstellung und bauen gleichzeitig durch Papier eine temporäre Installation im Kirchenraum auf. Angelehnt an die Farben des Bauhaus-Stils ergeben verschiedene Blautöne im Dialog mit der Kirchenfarbigkeit im Innenraum neue spannende Raumerlebnisse für alle Besucher des Hauses.

Aus Bauhaus wird B(l)auhaus!

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 12 SchülerInnen

Sparte: Architektur/Bildende Kunst    

Beteiligte Künstlerin: Philine Görnandt

Kulturbeauftragte: Barbara Lange

Kulturagentin: Dorothee Bucher

Foto: Philine Görnandt


Wir sind ein Rhythmus

Schule: Staatl. Gymnasium „Prof. Hofmann“ Kölleda

Zeitraum: 8. – 12. April 2019

Die 26  SchülerInnen der 8b des Gymnasiums Kölleda wünschen sich eine aktivere künstlerische Beteiligung an der Gestaltung ihres Schulumfeldes. Diesen Impuls griff die Klassenlehrerin Catrin Genzel in Absprache mit der Musiklehrerin Dominique Moratzky als Idee für ein Wochenprojekt mit jungen Künstlern auf.

Im Rahmen dieses Projekts gestalteten die SchülerInnen drei Wandbilder für ausgewählte Flächen im Schulgebäude unter Anleitung des Streetart-Künstlers Viktor Sobek aus Leipzig. Hierfür wurden die SchülerInnen von Anfang an in den Gestaltungsprozess durch gemeinsame Dialoge mit allen Verantwortlichen einbezogen und ernst genommen werden.

Musikinteressierte SchülerInnen bereiteten parallel dazu gemeinsam mit der Musiklehrerin ein Liederprogramm für die Vernissage im Mai 2019 vor. Gleichzeitig experimentierten sie mit Sounds der Schule als Vorbereitung auf ein Filmprojekt, was sich im kommenden Schuljahr aus diesem Projekt fortsetzen wird.

Finanziert wurden die Aktivitäten durch Spenden und die Sparkasse Sömmerda.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 26 SchülerInnen

Sparte: StreetArt, Musik    

Beteiligte Künstlerin: Viktor Sobek

Beteiligte Lehrer/innen: Catrin Genzel, Dominique Moratzky

Kulturagentin: Dorothee Bucher

Foto: Dorothee Bucher


LICHT.MACHT.FARBE.MACHT.BEWEGUNG.MACHT.SPASS

Schule: Staatliche Regelschule „Am Lindenkreis“ Buttelstedt

Zeitraum: 30.01. bis 15.04.2019

Die angebotenen Kunst-Kultur-Workshops fanden parallel zum Unterricht statt und benötigten keine Gesamtplanung für die Schule. Interessierte SchülerInnen wählen sich in die Workshops ein und besuchten diese im normalen Schulablauf außerhalb ihrer Klasse und ihres Stundenplans.

Der Theaterpädagoge Steffen Wilhelm vom Schotte e.V. begleitete als Workshopleiter erstmalig ein Projekt der Buttelstedter Schule. Auf ausdrücklichen Wunsch der neu ausgebildeten DG-Lehrerin Denise Urbich kam es zur Zusammenarbeit.
Mit dem bildenden Künstler Marc-Oliver Lau gab es in diesem Schuljahr eine ähnliche raumgestaltende Aufgabe, wie bereits im letzten Jahr. Unter seiner Anleitung und Beratung gestaltete eine interessierte Schülergruppe den Kunstraum als Farb-Experimentierfeld.
Mit dem Veranstaltungstechniker und Bühnenprofi Jan Hoffmann vom Landestheater Eisenach kam ein professioneller Berater nach Buttelstedt, der eine neu gegründete Schülergruppe zu allen Fragen der Bühnentechnik beriet.
Aus Bauhaus wird B(l)auhaus!

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 160

Sparten: Theater, Architektur/Raum, Bildende Kunst, Mode & Performance, Fotografie/Dokumentation                                  

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Steffen Wilhelm, Marc-Oliver Lau, Jan Hoffmann             

Kulturbeauftragte: Cornelia Regber

Kulturagentin: Dorothee Bucher           


Culture/LUX.us!

Schule: Staatliche Regelschule „Prof. Gräfe“ Buttstädt

Zeitraum: 29.10.2018 - 30.04.2019

Als Fortsetzung und Abschluss unserer Vorhaben zum Bauhausjubiläum 2019 haben wir in diesem Schuljahr Projekte geplant, die dem Inhalt und den Zielen des Bauhauses gerecht werden. Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf den Darstellenden Künsten (Tanz, Musik, Bewegung, Film, Theater) im Zusammenklang mit ausgewählten Sparten der Bildenden Kunst.

1. LUX.us Musik mit Percussion
2. LUX.us Theater mit Schwarzlicht
3. LUX.us Farbe mit Membranen
4. LUX.us Tanz mit Film
5. LUX.us Film mit Tanz

Sparte: Musik/Theater/Tanz/Film/Bildende Kunst

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Kay Kalytta, Patrick Jech, Ina Hermann, Daniel Almeida, Christopher Schmid

Kulturbeauftragte: Barbara Lange

Kulturagentin: Dorothee Bucher

Foto: Dorothee Bucher


Märchen aus aller Welt

Schule: Staatliche Gemeinschaftsschule Kulturanum, Jena

In dem kreativen Projekt „Märchen aus aller Welt“ vom 25.3.-29.3.2019 besuchten 72 SchülerInnen aus vier Mittelgruppen jahrgangsübergreifend verschiedene Länder. In kleinen Theater- und Medienprojekten setzen sie sich sprachlich und künstlerisch mit den Kontinenten und ausgewählten Märchen aus verschiedenen Kulturen und Herkunftsländern auseinander. Dabei entstanden Schwarzlicht-, Schatten- oder Stabpuppentheaterstücke, ein märchenhaftes Bühnenbild, drei Kurzfilme, eine inszenierte Reise um die Welt, ein Radio-Hörspiel und eine Dokumentation. Die SchülerInnen wurden dabei erstmals von fünf freischaffenden KünstlerInnen und 12 Pädagogen unterstützt.

Das bekannte russische Märchen "Der Kloß" wurde in Form eines selbst gebauten Stabpuppentheaters erzählt und gesungen. Zum norwegischen Märchen „Die drei Muhmen“ entstand ein 9-minütiges Radio-Hörspiel, bei dem viel Phantasie, rhythmisches Gespür und Kreativität für Sprache und Soundscapes gefragt war und das in das Programm des Senders und Kooperationspartners Radio OKJ aufgenommen wurde. Eine märchenhafte Reise auf den afrikanischen Kontinent setzten die drei Filmgruppen in den unterschiedlichen Kurzfilmen „Der Schlangenkönig“, „Wie der Drache Nsambes Tochter rettete“ und „Natiki“ um, die sie gemeinsam entwickelten, drehten und im Schnitt final bearbeiteten. Das australische Märchen wurde in Form eines selbst gestalteten Kamishibai Erzähltheaters gemalt und vorgetragen.

Für großes Erstaunen sorgte das Schwarzlichttheater zum nordamerikanischen Märchen „Wie der Fuchs zu seinen schwarzen Füßen kam“, das durch seine leuchtenden Kulissen und Kostüme sowie die musikalische Untermalung zu einem Highligt der Aufführung avancierte. Besonders anspruchsvoll war das filigran ausgearbeitete Schattentheater zum südamerikanischen Märchen „Das Mädchen und der Kondor“, das in einzelnen Szenen mit selbst hergestellten Bildern dargeboten wurde. Die Theatergruppe „Roter Faden“ gab der märchenhaften Aufführung einen Rahmen, in dem sie selbst erdachte Figuren und traumhafte Momente aus ihrer Geschichtenwerkstatt inszenierten und mit kleinen Szenen durch die Präsentation leiteten. Dabei waren sie mit einem fliegenden Haus unterwegs und jagten einem geheimnisvollen Koffer hinterher. Unterwegs landeten auf verschiedenen Kontinenten und lernten die Märchen dieser Welt kennen.

Die fantastische Kulisse für die Präsentation der Ergebnisse der Projektwoche wurde aus den Ideen der SchülerInnen im Workshop Bühnenbild entworfen und gebaut. Besonders effektvoll waren die drehbaren Berg- und Dschungelkulissen, das Indianertipi und der ehrwürdige alte Baum, die je nach Lichtart ihr Aussehen änderten und eine besondere Augenweide für die begeisterten Zuschauer der Aufführung waren. Abgerundet wurde die Projektwoche durch das Team für Dokumentation und Technik, die für den technisch reibungslosen Ablauf der Präsentation sorgten und die besonderen Momente der gelungenen Projektwoche mit Kameras und I-Pads einfingen.

Die Projektwoche endete mit zwei Aufführungen, zu denen ca. 500 Besucher kamen. Alle waren begeistert und staunten über die Vielfältigkeit der entstandenen Gemeinschaftswerke aus der brodelnden Märchenküche der Gemeinschaftsschule Kulturanum.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 72

Sparte: Bildende Kunst, Film, Medien, Literatur, Theater      

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Hannah Ott, Jenny Eichler, Blickpunkt Mensch e.V. (Torsten Eckold, Torsten Cott, Martina Sauerbrey), Radio OKJ

Kulturbeauftragte: Anshelika Muchina

Kulturagentin und Fotografin: Sandra Werner

 


„Kon/Takt mit Einstein – Thüringentag 2019“

Schule: TGS „Albert Einstein“ Sömmerda

Gemeinsam mit dem Leipziger Streetart-Künstler Viktor Sobek begeben sich 12 interessierte SchülerInnen auf eine künstlerische Gedanken-Reise zum Thüringentag, der vom 28. – 30. Juni 2019 in Sömmerda stattfindet.

Dabei erkunden sie in Begleitung des Künstlers die Möglichkeiten des „Stencils“ als spezielle Schablonen-Graffiti-Technik und experimentieren mit ihren Ideen inhaltlich zum großen Fest der Stadt. Jede individuelle Sichtweise der Jugendlichen ist wichtig bei der Entwicklung eigener Logos und wird dabei als Grundlage für eigene Schablonen/Stencils geformt.

Am 28. Juni 2019 werden dann die Ergebnisse als Straßenkunst durch die Schüler selbst auf der „Jungen Meile“ mit Kreide umgesetzt. Die Stadt erwartet 150 000 Gäste zum großen Fest - welch Publikum für Schüler-Kunst!

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 12 SchülerInnen Kl. 6, 8, 9

Sparte: Streetart, Bildende Kunst

Beteiligte Künstler: Viktor Sobek

Kulturbeauftragte: Sabine Dietrich

Kulturagentin: Dorothee Bucher           


„AufMUCKEN erwünscht – Es darf auch anders sein“

Eiskunstlaufinszenierung des ESC Erfurt e.V. „Die Geschichte vom kleinen Muck“ im Rahmen eines netzwerkübergreifenden Projekts

Projektträger: Kooperative Gesamtschule „Am Schwemmbach“ Schuljahr 2018/19

Über 300 Kinder und Jugendliche ab Klasse 3 bis 11 aus verschiedenen Netzwerk- und programmexternen Schulen begaben sich seit dem 26.10.2018 bis zum 12.01.2019 in ein weiteres Inszenierungsvorhaben des Eissportclubs Erfurt. Wieder stand die Verbindung vielseitigen kulturellen Agierens mit Sport und Bewegung im Fokus. Als projekterfahrene Referenzschule des komplexen Vorhabens zeigte sich die KGS Erfurt verantwortlich. Die verschiedenen Akteure erarbeiteten unter Einbezug der Inszenierungssparten fortlaufend verstetigend eine weitere gemeinsame Eiskunstlaufshow zu Hauffs romantischem Kunstmärchen „Der kleine Muck“. Der bewusst gewählte traditionelle Märchenstoff gab sowohl Leistungs- und Hobbysportlern, Sportklassen im Rahmen des Unterrichts, jungen Darstellern, bühnen- und kostümbildgestaltenden Schülern, medien- und technikinteressierten Jugendlichen, auch Tanzmotivierten die Möglichkeit, sich kreativ mit der Handlung, dem Ort und dem Außenseiter-Protagonisten des Märchens auseinanderzusetzen.

Die bunte, romantische Welt des Märchenorients diente als Impuls, sowohl faszinierende Sphären einerseits zu kreieren, diese jedoch auch mit realistischen Befindlichkeiten und Erfahrungen aus dem eigenen Alltag der Mitwirkenden abzugleichen, beispielsweise sich fremd zu fühlen, Heimat zu definieren, die Herkunft zu thematisieren, das Wissen um andere Welten zu hinterfragen, Spannung und Reiz an Exotischem zu empfinden, zeitgleich den kritischen Umgang mit dem eigenen Urteils- und Wertebild zu entwickeln.

Die nunmehr fünfte schulartübergreifende Eiskunstlaufshow in Kooperation mit Kultur- und Sportpartnern, mit kommunalen Unterstützern im städtischen und ländlichen Raum etabliert sich erfolgreich nicht nur als Inszenierungsevent, sondern auch als ein Kulturraum, in dem partizipierend, miteinander erarbeitend und gestaltend, sich bereichernd und Kompetenzen fördernd Erlebnis-, Erfahrungs- und Erkenntniswelten nachhaltig geschaffen werden.

Die Präsentationen der Ergebnisse von mehr als 16 Workshops und Trainingsgruppen (Modern Dance, Darstellendes Spiel, Bühnen- und Kostümbild, Film- und Fotodokumentation, Eiskunstlauf und Eisformation, Performance, Objektkunst, Lasershow) fanden am 11. und 12.01.2019 in der Eissporthalle Erfurt vor einem großen Publikum öffentlichkeitswirksam statt.

Projektbeteiligte: KGS „Am Schwemmbach“ EF als Projektträger sowie TGS Herbsleben, TGS am Roten Berg, GS am Schwemmbach, Kolpingschule EF, GS Gispersleben, Regelschule Stotternheim, Schillerschule Erfurt, Regelschule Straußfurt, RS „Otto Lilienthal“ EF, Thomas-Mann-Schule EF, Sportgymnasium EF sowie Hobbygruppen

Künstlerischer Bereich: Bildende und Darstellende Künste, Eiskunstlauf, Tanz, Fotografie und Film, Kostüm- und Objektdesign

Projektpartner: Künstlerwerkstätten Erfurt (über die Kulturdirektion der Stadt Erfurt), auch Amt für Bildung

Kulturetage Erfurt (Patrik Pavlik), Tanztheater Erfurt (Jelena Albrecht)

Rosmarie Weinlich (Objektkunst), Franziska Most

(Modedesign/Kostümbild), Susanna Hanna, Michal Schmidt (Freie Künstler/hier Bühnenbild))

Eissportclub Erfurt (Trainerin Cornelia Beyermann), Fotograf Christopher Schmid, Laserexperte Michael

Strupp, Joseph Schulze (Fotografie), Uta Schunk (KAin und Kunstpädagogin)

Kulturagentinnen: Uta Schunk (unterstützend Katrin Sengewald und Elisabeth Fuckel)

Fotografie: Christopher Schmid


„Greifen, Sehen, Bewegen…“

Zeitraum: 16.01.- 30.04.2019

Schule: Ulf-Merbold-Gymnasium Greiz

Im Rahmen der Projektwoche am Ulf-Merbold-Gymnasium wurden unter Anleitung der Künstlerin Katrin Möbius, des Tanzlehrers Sebastian Richter im Tandem mit den Lehrerinnen Sandra Pönitz, Heidi Modjesch und Heike Seifert zwei Workshop Gruppen angeboten. Die Schüler*innen erfuhren im Projekt „Greifen, Sehen, Bewegen...“ im Themenbereich Plastik, wie man ein Thema findet und es mit geeigneten Gestaltungsmitteln umsetzt. Im Bereich Hip-Hop entwickelten die Jugendlichen eigene Choreografien.
Dabei arbeiteten die Künstler im Tandem mit den Lehrerinnen der Schule.  Über einen Pool an Fragen wählten die Schüler*innen drei für sie relevante Lebensfragen aus und fanden dadurch zu spezifischen eigenen Themen. Zu diesen Gedanken fertigten die Schüler kleine Skizzen an, die sie dann im Anschluss plastisch umsetzen konnten. Es wurde den Schülern freigestellt, ob sie sich der Gruppe Ton mit der Künstlerin Katrin Möbius oder der Gruppe Pappmaschee mit den Lehrerinnen zuwendeten. Während anfangs alle mit Ton arbeiten wollten, wählten schlussendlich die Meisten Pappmaschee als Material. Manche Schüler nutzten die Gelegenheit zum Pendeln zwischen den Gruppen.  Die Künstlerin Katrin Möbius und die Tandempartner besprachen mit den Schülern Wirkung von Formen, menschliche Proportionen, Kontrasten während der plastischen Arbeit. Freude hatten die Schüler*innen bei der sinnlichen Arbeit mit Ton, der Herstellung von Schlicker und dem Zusammensetzen von Tonformen. Ebenso machte es die Herstellung der Pappmaschee-Masse mit dem Reißen sowie Pürieren von Altpapier, dem Auspressen der Papiermasse, dem Verkneten der Papiermasse mit Holz- und Tapetenleim den Jugendlichen möglich, haptisch zu arbeiten und den Prozess von der Idee bis zur Umsetzung mit dem geeigneten Material selbsttätig zu durchlaufen.
Während der Arbeitsphasen wurde versucht die plastische Form im Ausdruck zu steigern und Feinarbeiten zu bewältigen. Die Papierobjekte erhielten am Ende eine Farbfassung.
Die Kunstwerke wurden am Samstag zum Tag der offenen Tür vielen Besuchern gesehen und bewundert.
In dem Hip-Hop-Workshop mit dem Tanzlehrer Sebastian Richter erarbeiteten sich die Jugend-lichen innerhalb der Projektwoche eine eigene Choreografie, die am letzten Tag der Projektwo-che zur Aufführung kam. Nach einfachen Grundschritten und intensiven Übungsphasen kon-kretisierten die Jugendlichen gemeinsam mit dem Hip-Hop-Lehrer ihre eigene Choreo. Dabei lernten sie den Künstler und seine Arbeitsweise näher kennen. Um die entstandene, selbst ent-wickelte Choreografie intensiv trainieren zu können, nutzten die Schüler*innen den Spiegelsaal der Tanzschule Schulze in Gera. Innerhalb der Präsentation der Projektwoche konnten sie die Arbeitsergebnisse in der Aula des Ulf-Merbold-Gymnasiums den Schulkameraden vorstellen. Der Applaus war guter Lohn für die aktive Übungszeit. Die Choreographie wird zum Früh-lingskonzert in der Vogtlandhalle erneut zur Aufführung kommen.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 25

Sparte: Bildende Kunst- Plastik/ Skulptur; Tanz                    

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: 

Katrin Möbius (Bildhauerin), Sebastian Richter (Tanzlehrer), Heidi Modjesch (Referendarin/Bildhauerin), Sandra Pönitz (Musiklehrerin), Heike Seifert (Kunstlehrerin)

Kulturbeauftragte/r:  Antje Weinrich, begleitende Lehrerin Frau Fügmann      

Kulturbeauftragte/r: Heike Seifert

Kulturagentin: Jana Laser

Fotografin: Jana Laser und Heike Seifert


"Aufgebaut" ... Teil 2 keramisches Projekt

Zeitraum: 16.01.- 30.04.2019

Schule: Regelschule "Johann-Wolfgang von Goethe" Schleiz

Unter dem Motto „Aufgebaut…“ steht die Zusammenarbeit mit dem Künstler Andreas Leonhardt. Keramische Reliefs werden im Unterricht der 6. Klassen erschaffen. Dabei lernen die Jugendlichen einfache keramische Techniken kennen und in Plattentechnik zu arbeiten. Ausgehend von Beispielen architektonischen Beispielen aus dem Bauhaus entwickeln die Jugendlichen einen Entwurf. In Gruppenarbeit werden verschiedene Grundrisse von Bauwerken mit Holzklötzchen gelegt. Diese können dann für die Umsetzung in der Zeichnung genutzt werden. Die Skizze bildet die Grundlage für die weitere Arbeit. Aus schamottierten Ton werden Platten gewalzt und einzelne Elemente vor-bereitet. Im Anschluss wird die Zeichnung auf die Grundplatte übertragen und verschiedene Teile angesetzt. Dabei sind die Jugendlichen frei in der Umsetzung ihrer gestalterischen Ideen. Ob sie nun klassisch im Sinne des Bauhauses arbeiten oder Bau-werke aus ihrem Lebensumfeld wählen...

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: alle drei 6. Klassen der Goetheschule Schleiz

Sparte: bildende Kunst, Architektur, Keramik            

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Andreas Leonhardt          

Kulturbeauftragte/r:  Antje Weinrich, begleitende Lehrerin Frau Fügmann      

Kulturagent/in und Fotografin: Jana Laser

Oktober bis Dezember 2018


„Märchen, die uns bewegen“

Schule: RS Elxleben

Zeitraum: 10.-14. 12.2018

Im Dezember 2018 starteten die beiden fünften Klassen in eine erlebnisreiche Woche. Da im Deutschunterricht das unerschöpfliche Thema »Märchen« auf dem Plan stand, bot es sich geradezu an, die Thematik praktisch zu bearbeiten. Ziel sollte eine Präsentation am Ende der fünf Tage sein. Vorbereitend hatten die Schüler die Aufgabe, sich zwei bis drei bekannte oder weniger bekannte Vorlagen herauszusuchen.

In der Klasse 5a entschieden sich die Jungen und Mädchen für das russische Märchen »Die Froschprinzessin«“ und erarbeiteten den Inhalt als Maskenspiel. Angeleitet wurden sie hierbei durch denPuppen– und Schauspieler Christian Sengewald aus Leipzig. Im Kunstunterricht gestalteten sie charakteristische Pappmasken, die in der Projektwoche noch verfeinert und durch Requisiten ergänzt wurden. Nun galt es, innerhalb einer Woche Texte zu lernen, Szenen einzustudieren, Gewänder herzustellen, Effekte einzuüben und den eigenen Einsatz nicht zu verpassen.

Die Klasse 5b wählte »Rotkäppchen und der Wolf« als Vorlage und schrieb am ersten Tag des Projektunterrichts den Inhalt gemeinschaftlich unter Leitung von Christina Bartel (Theaterpädagogin aus Erfurt) um. Entstanden ist die moderne und spannende Version unter dem Titel »Rotkäppchen und Blaukäppchen«. Dafür entwarfen und bauten die Kinder die Schattenfiguren selber. In stimmungsvollem Licht war ein lustiges aber auch nachdenkliches wunderbares Schattenspiel zu sehen.

Am Freitag staunte dann das Publikum über zwei völlig unterschiedliche, aber höchst kurzweilige Präsentationen in der Aula. Wiederholung fanden die gelungenen Ergebnisse am 25.02.2019 zum Tag der offenen Tür, worüber sich dann eine breitere Öffentlichkeit freuen durfte. Zusammenfassend zeigten sich alle Beteiligten glücklich und erleichtert über das, was entstanden ist. Die Jungen und Mädchen empfanden die Arbeit mit den Künstlern als eine positive und neue Erfahrung. Sie sind als Klassengemeinschaft gewachsen und waren stolz auf ihre Darbietungen.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 30 Schüler*innnen

Sparten: Theater

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Christina Bartel (Theaterpädagogin), Christian Sengewald (Schauspiel, Puppenspiel)

Kulturbeauftragte/r: Petra Schwade

Kulturagentin: Katrin Sengewald

Fotos: Katrin Sengewald


„Offenes Atelier mit Oskar“

Schule: Oskar-Gründler-Gymnasium Gebesee

Zeitraum: 1.11.2018 – 13.12.2018

Mit dem Projekt „Offenes Atelier mit Oskar“ wurde ein freiwilliges Nachmittagsangebot in der Vorweihnachtszeit im Rahmen der Schulsozialarbeit organisiert und gemeinsam mit der Textildesignerin Anne Schneider durchgeführt. Dieses fand 6 x im wöchentlichen Rhythmus (immer Donnerstag von 14.00 – 17.00 Uhr) statt. Es nahmen durchschnittliche 10 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 5 - 10 teil. Der erste Termin war am 1. November 2018. Der letzte Termin am 13.Dezember 2018. Präsentiert wurden die Arbeiten zum Weihnachtskonzert der Schule am 7. Dezember 2018.

Ziel war es kleine Alltagsgegenstände zu gestalten und zu fertigen, die Identität stiften und den Alltag verschönern. Die Schülerinnen und Schüler lernten verschiedene Techniken im Textilbereich kennen, wie Nähen, Batiken, Drucken und Sprayen. Mit textiler Sprüh- und Druckfarbe wurden Stoffbeutel, Turnbeutel und veganes Leder bedruckt und mit Hilfe von Schablonen besprüht. Die Jugendlichen entwarfen und schnitten selbst ihre Schablonen und kleine Linolschnitte und variierten diese zu eigenen Mustern. Damit bekamen die Gegenstände ihr unverwechselbares Designe. Aus veganem Leder nähten die Jugendlichen mit Unterstützung der Künstlerin Portemonnaies in verschiedenen Ausführungen, ob dreieckig mit einem Fach oder eine komplizierte Geldbörsen mit mehreren Fächern und Druckknopfverschluss. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. Um die Trocknungszeiten der Stoffbeutel zu überbrücken wurden Geschenkpapiere bedruckt, z.B. um auch die entstandenen Schmuckstücke schön einzupacken.

Die künstlerischen Ergebnisse wurden zum jährlichen Schulweihnachtskonzert von den Schülerinnen und Schülern selbst präsentiert und gegen Spenden angeboten. Die Spenden gingen zugunsten des Kinderhospizes Mitteldeutschland und dem Förderverein der Schule. Es war ein gelungenes Projekt, in dem die Jugendlichen in unterschiedlichen Techniken und Materialen viele verschiedene kleine Kunstwerke schufen, die für sie selbst und für Anderen Freude verschenken.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 10 Schüler*innnen

Sparten: Bildende Kunst – Designe

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Anne Schneider (Textil Designerin)

Kulturbeauftragte/r: Tanja Riese

Kulturagentin: Katrin Sengewald

Fotos: Katrin Sengewald, Anette Laufer


Weihnachtsprojektwoche

Zeitraum: 13.- 19. Dezember 2018

Schule: Staatliche Gemeinschaftsschule Kulturanum, Jena

Die Präsentation vor den Weihnachtsferien am 19.12.2018 war ein voller Erfolg. Ein feierlicher Auftakt in der Aula, eine Filmvorführung, zwei  Musicalvorstellungen und ein Schulhaus voller kreativer Ergebnisse, die in einem bunten Treiben von lachenden Kindern und stolzen Eltern, Großeltern und Pädagogen bestaunt wurden. Eine Woche lang konnten sich hier alle SchülerInnen der Schule in vielen verschiedenen Workshops der Weihnachtsprojektwoche ausprobieren. Das Kulturagentenprogramm unterstützte in diesem Jahr erstmals drei künstlerische Projekte: ein Musical mit über 30 Kindern und Jugendlichen über Freundschaft in der afrikanischen Savanne, eine Schmiedewoche für die 10. Klasse, die mit ihren Arbeiten die geschmiedete Stahlskulptur der letzten 10. Klasse  erweitern werden und einen Holzgestaltungsworkshop, in dem weihnachtliche Motive kreativ umgesetzt wurden.

Dabei holten sich die SchülerInnen professionelle Unterstützung. Im Musical „Tuishi pamoja“ erarbeiteten sie gemeinsam mit der Leipziger Musikerin, Gesangs- und Schauspieldozentin Calixta Fuchs, dem Jenaer Musiker Klaus Wegener und den beiden Musiklehrer eine spannende Geschichte mit afrikanisch-grooviger Musik, in der die verfeindeten Herden der gestreiften Zebras und der langhalsigen Giraffen dank ihrer neugierigen Tierkinder, pfiffiger Erdmännchen und starker Löwen am Ende zu Freunden wurden.

Den Holzgestaltungsworkshop, in dem kreative winterliche Holzcollagen entstanden, leitete der Jenaer Holzbildhauer Kai-Uwe Krauss. Und die SchülerInnen der 10. Klasse arbeiteten im nahegelegenen Atelier des Jenaer Bildhauers Robert Krainhöfner an den Gleisen des Bahnhofs Jena-Göschwitz. Ihre bleibenden Stahlerinnerungen werden im Sommer zur Zeugnisübergabe an der Metallskulptur „Entstehung ist Veränderung“ im Außengelände präsentiert. Die Weihnachtsprojektwoche ist ein fester kultureller Bestandteil im Schulleben der Kulturanum Jena.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 65

Sparte: Bildende Kunst, Musik, Tanz              

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Robert Krainhöfner, Calixta Fuchs, Klaus Wegner, Kai-Uwe Krauss

Kulturbeauftragte/r: Anshelika Muchina

Kulturagentin und Fotografin: Sandra Werner


WeihnachtsWERTE

Zeitraum: 3.- 7. Dezember 2018

Schule: Staatliche Parkgrundschule Weimar

In dieser Projektwoche an der Parkgrundschule Weimar ging es um die Frage nach den Werten an Weihnachten mit dem Ziel, ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit bei den Kindern zu entwickeln. Viele Symbole umranken das wichtigste Fest des Jahres. Doch woher kommt z.B. der Stern als weihnachtliches Zeichen und welche Bedeutung hat eine Kerze und deren Schein? Wieso schenkt jeder jedem etwas? Und welcher Sinn, welche Werte steckten für die Menschen vor 150 Jahren oder im Mittelalter oder der Antike hinter dem Endjahresfest?

Zusätzlich wird in einer Bastelwerkstatt angeboten, Upcycling mit Wertstoffen, die bereits für den Mülleimer vorgesehen waren, gemeinsam Geschenkpapier, Karten, Tischschmuck herzustellen. Auch hier wurden die Symbole, die materiellen und zwischenmenschlichen Werte vom Weihnachtsfest als Grundlage mit eingebunden.

Projektbeteiligte: 25 Schülerinnen und Schüler der Klasse 3a

Projektpartner: TERRA BELLA – Dipl. Künstlerin und freie Pädagogin Isabelle Weber

Projektbegleitung: Kulturbeauftragte und Klassenlehrerin Christina Winterfeld

Kulturagentin: Sybill Hecht

Förderung: VR Bank Weimar

Foto: Isabell Hensel

 


Werkstatttage: Musical mit ALLEN!

Zeitraum: Herbst/Winter 2018

Schule: Staatliche JenaPlanSchule Jena

Nach einer Ideenwerkstatt im Rahmen der Planung eines gemeinsamen Schul-Musicals an der JenaPlanSchule, in der sich alle Schüler*innen der Obergruppen in verschiedenen Workshops ausprobieren konnten, starteten intensive Werkstatttage mit mehreren Kulturpartnern. Ziel war es dabei, an der eigenen Zirkusnummer zu arbeiten, sich von den Expert*innen beraten zu lassen und das Zusammenspiel der einzelnen Gruppen zu trainieren. So wechselten die Schüler*innen von den Skorpionen, Pumas, Chinchillas und den Dingos vom Tanz zur Akrobatik sowie der Kostüm- und Bühnengestaltung. Konkret übte man die Rumba, überlegte eine Interpretation für den Fakir bzw. den Messerwerfer und baute an einem Drachen. Der Gesang der Zirkuslieder begleitete den ganzen Tag. Alle Erfahrungen und Empfehlungen fließen in die weitere individuelle Arbeit ein.

Die Schüler*innen der JenaPlanSchule, die ein Instrument spielen, fanden sich schnell als Band zusammen, um die Stücke für das Musical zu üben. Dabei proben sie die Komposition teilweise schon mit dem Chor und freuen sich auf die professionelle Unterstützung von Musikern der Jenaer Philharmonie ab dem neuen Jahr. Wöchentlich üben sie mit Experten aus der Musik- und Kunstschule Jena oder der Musikhochschule Weimar und präsentieren schon erste Ergebnisse im Rahmen der „Feier“ an der Schule.

Die Stammgruppe entschied sich, eine gemeinsam mit einer Bühnenbildnerin, an Moodboards und Modellen für das geplante Musical zu arbeiten. Nach einer umfangreichen Einführung in das Verständnis von Bühne und Raum mit dem besonderen Blick auf eine Manege entstanden in mehreren Kunststunden fünf Entwürfe, darunter auch ein computeranimierter. Der gesamten Schulgemeinschaft wurden Anfang Dezember die Ergebnisse präsentiert. Am 6.12.18 stimmten die Kinder und Jugendlichen der Schule ab und schlugen eine Mischung aus zwei Modellen vor. Im Fokus steht dabei eine Art Steg mit Ballons, einem Fantasy-Tor und Röhren sowie optische Täuschungen als weiteres Gestaltungselement. Im neuen Jahr geht es an den Bau der Bühnenelemente.

Sparte: Zirkus, Musik

Projektpartner:  Tanzschule Näder | Artistik Tom Fieseler |
Bühnenbildnerin Jeannine Cleemen | Klaus Wegner MKS Jena | Studierende HfM „Franz Liszt“ Weimar                            

Kulturagentin: Sybill Hecht

Fotos: S. Hecht, J. Cleemen


KOMM(MIT)MACHEN – Keramik-Workshop für alle LehrerInnen und Erziehe-rinnen

Zeitraum: 28. November 2018

Schule: Traumzauberbaumschule Weißensee

Im gemeinsamen künstlerischen Tun bei der Gestaltung eines individuellen Alltagsgefäßes, z.B. eine persönliche Tasse für das Lehrerzimmer, unter Anleitung der Künstlerin Jennifer Maurer wird die Gemeinschaft aller PädagogInnen noch einmal besonders hervorgehoben und gelebt.
Das kann das Gefühl der Zugehörigkeit zur Gruppe bei jedem stärken. Mit Spaß und Lust lässt sich außerhalb der Schule ein ungezwungenerer Umgang miteinander eingeübt werden.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 20 LehrerInnen/ErzieherInnen

Sparte: Keramik    

Projektpartner/Beteiligte Künstlerin: Jennifer Maurer

Kulturbeauftragte: Daniela Haufe        

Kulturagentin: Dorothee Bucher

Foto: Dorothee Bucher


KOMM(MIT)MACHEN - INSEKTARIUM

Zeitraum: 14. – 16.11.2018

Schule: Traumzauberbaumschule Weißensee

Die Drittklässler der Traumzauberbaum-Schule Weißensee erforschten lesend und theatralisch die große Insekten-Welt. Mit der Weimarer Bühnen- und Kostümbildnerin Anna Sophia Blersch gestalteten die Schüler und Schülerinnen in drei Tagen insektarische Bühnenvarianten und fertigten Kulissen-Fotos mit ihren kleinen Krabbeltieren an.
Ein ganzes Jahr lang sind diese ab jetzt am Traumzauberbaum im Foyer der Schule zu bestau-nen.
Zum bundesweiten Vorlesetag am 16.11.2018 mit dem Titel "Natur und Umwelt" lauschten dann alle ganz gespannt in der romanischen Nikolaikirche zu Weißensee den Lesevorträgen von Pfarrer Dr. Hille und der Kulturagentin Dorothee Bucher.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 34 SchülerInnen

Sparte:
Architektur/Raum/Bildende Kunst/Theater/Sprache       
 
Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen:
Anna Sophia Blersch

Kulturbeauftragte/r:
Daniela Haufe  
    
Kulturagent/in:
Dorothee Bucher    

Foto: Dorothee Bucher 

 


Mode- und Textilkunstprojekt „Out of Order“

Zeitraum: Oktober 2017 bis November 2018

Schule: UniverSaale Jena, Freie Gesamtschule

Grenzen und deren Überschreitung war das Thema des Kunstkurses der Oberstufe im Schuljahr 2017/2018 an der UniverSaale Jena. Den Auftakt dafür fanden die Schüler_innen des 13. Jahrgangs mit ersten Konzepten und Überlegungen bereits im Herbst 2017. Im Kunstunterricht setzten sie sich ganz persönlich mit den topaktuellen Themen des 21. Jahrhunderts - den räumlichen, persönlichen, politischen, materiellen und kulturellen Grenzen - auseinander, welche sich auch im Modeschaffen wiederspiegeln. Mit professioneller Unterstützung der Erfurter Designerinnen Annemarie Kaluza und Elisabeth Fuckel, sowie des Jenaer Fotographen André Helbig, kreierten die Schüler_innen ihre Modezeichnungen, Probeschnitte und  persönlichen Modestücke. Zu sehen sind die Exponate und Fotografien noch bis zum 15.11.2018 im viel besuchten Café „Salü“, das sich im Gebäude der UniverSaale, direkt am Saaleufer im Volkspark Jena Paradies befindet.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler:  1 Lehrer, 9 Schülerinnen und Schüler

Sparte: Modedesign, Bildende Kunst                

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Imago Kunst- und Designschule e.V. Erfurt: Annemarie Kaluza, Elisabeth Fuckel sowie André Helbig

Kulturbeauftragte/r: Franziska Renk

Kulturagentin und Fotografin: Sandra Werner

Weiter Infos zum Projekt und zur Schule gibt es hier.


Begegnungen mit der UniverSaale (Um)welt

Zeitraum: Oktober 2017 bis Oktober 2018

Schule: UniverSaale Jena, Freie Gesamtschule

Im ersten Halbjahr des Schuljahres 2017/2018 setzten sich die SchülerInnen des 11. Jahrgangs im Kunst- und Musikunterricht unter Leitung von Suselin Schwedas und Albrecht Lätsch mit der (Um)welt der UniverSaale auseinander. Mit Audioaufnahmegeräten und Spiegelreflexkameras ausgestattet, erkundeten sie scheinbar alltägliche Orte, die die Schule umgeben, um Geräusche und Bilder einzufangen. Dabei bot das Paradies mit dem Saaleufer, den Brücken, dem Paradiesbahnhof, den Sportstätten, der Skaterbahn, den angrenzenden Straßen und Wegen und der vielfältigen Landschaft nahezu unerschöpfliche Möglichkeiten.

Mit viel Phantasie und Vorstellungskraft entwickelten die SchülerInnen aus diesen Rohdaten ganz eigene, zum Teil surrealistische Geschichten und setzten sie in Klang- und Fotocollagen um. Dabei wurden sie von dem Weimarer Fotografen Tristan Vostry unterstützt, der sie von den ersten Schritten im Umgang mit der Technik über die Fotoshootings mit anschließende Diskussion der Werke bis hin zur Ausstellungseröffnung begleitete. Der Jenaer Fotograf André Helbig führte die SchülerInnen durch die Hürden der digitalen Bildbearbeitung und unterstützte sie bei der Erarbeitung ihrer finalen Fotografien. Ausgewählte Werke können seit Herbst 2018 gemeinsam mit den dazugehörigen Soundcollagen in einer Ausstellung im Schulflur gesehen und gehört werden.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 2 Lehrer, 20 Schülerinnen und Schüler

Sparte: Musik, Bildende Kunst

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Tristan Vostry, André Helbig

Kulturbeauftragte/r: Franziska Renk

Kulturagentin und Fotografin: Sandra Werner

Weiter Infos zum Projekt und zur Schule gibt es hier.


„Klare Rhythmen“… und viel mehr

Zeitraum: September 2018

Schule: Ulf-Merbold-Gymnasium Greiz  

Nach den kulturellen Höhepunkten im vergangenen Jahr konnten in diesem Schuljahr gleich zu Beginn im Rahmen des Schulfestes erste Angebote und Workshops für die Jugendlichen an unserer Schule stattfinden.

„Klare Rhythmen“ und viel mehr… – der Arbeitstitel umfasst dabei nicht nur musikalische, sondern auch künstlerisch - kreative Angebote. So arbeitete der Rapper Doppel-U im Rahmen eines offenen Projektangebotes mit Schüler*innen verschiedener Klassen. Dabei wurde das Thema Schule und die Probleme der Jugendlichen aufgegriffen. Intensiv arbeitete der Doppel-U mit den Jugendlichen und konnte schon am Nachmittag mit ihnen den entstandenen Rap auf der Bühne präsentieren. Seine professionelle Arbeit entlockte den Schüler*innen Höchstleistungen beim Vortrag. Doch nicht nur der Rapper war eine Attraktion zum Schulfest.Der Chor der Schule zog ebenso wie die Gruppe von Darstellen und Gestalten viele Interessierte zur Bühne. Der Applaus der Zuschauer war auch ihnen sicher.

Doch damit nicht genug. Die Trommelwerkstatt von „redattack“ ermöglichte den Jugendlichen ein besonderes Gemeinschaftserlebnis.  Vor der Turnhalle leitete der Graffiti-Künstler Tim Müller Mitglieder der Kunst AG an, mit der Spraydose zu gestalten. Nach ersten Erfahrungen beim Sprayen, wurden die Darstellungen auf den Betonplatten immer konkreter. Gleichzeitig gestalteten Jugendliche des Ulf-Merbold-Gymnasiums einen großen Schließfachschrank mit Schattenrissen in Graffiti-Technik. Mit dem entstandenen Ergebnis möchten sie sich an einem Wettbewerb beteiligen.

Um eine bildnerische Auseinandersetzung ging es in den Angeboten der beiden Maler*innen und Grafiker*innen Barbara Toch und Wolfgang Schwarzentrub. Babara Toch aus Gera nutzte die Grundfarbe Blau, um mit Schüler*innen und Eltern zu gestalten.  Geometrische Formen und freie Kompositionen sollten die Einfachheit und die Klarheit des Bauhauses modern und neu interpretieren.  Dem Thema „Collage“ im weitesten Sinne widmete sich Wolfgang Schwarzentrub in seinem Angebot, welches ebenfalls für alle Gäste des Schulfestes offenstand. Farben und Formen im Einklang, Zweiklang von Material und Farbe, Dissonanz und Harmonie in der Komposition, Bauhaus in Zwiesprache mit anderen Epochen und Bildsprachen so die Anleitung der Werkstatt.

Im Foyer des Schulhauses wurden Informationen von unserer Kulturagentin Jana Laser über durchgeführte Projekte gegeben und für Interessierte auch in einer Power-Point-Präsentation erlebbar gemacht.  Sie griff das Thema „RED“ der Trommelwerkstatt also „ROT“ in ihrem Angebot auf und animierte Schüler, Lehrer und Eltern zur Gestaltung von kreativen Arbeiten.  Fotos zum Projekt „Die Sängerin“ waren im Schulhaus ausgestellt. Für alle, die sich während der kurzweiligen Schulfestes stärken wollten, der wurde von den Eltern und Schülern mit Kuchen und herzhaften Brötchen auf das Beste versorgt. Bei den malerischen Angeboten der beiden Künstler war oft zu hören, dass man so etwas gern häufiger machen könnte.       

Sparten: Architektur/ Raum, Bildende Kunst, Musik, Theater, interdisziplinär

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Barbara Toch, Wofgang Schwarzentrub, Tim Müller, Doppel-U, „redattack“             

Kulturbeauftragte/r: Heike Seifert, Kerstin Figura und Sandra Pönitz      

Kulturagentin: Jana Laser    

Fotos: UMG Greiz

 


„UPcycling – aus ALT mach NEU“

Zeitraum: September bis Dezember 2018

Schule: Staatliche Parkgrundschule Weimar

Die wöchentliche Kulturstunde der Parkgrundschule Weimar ist als eigenes Format entwickelt worden, um neue Themen mit neuen Kulturpartnern zu bearbeiten. Beim Thema „upcyceln“ wurde die Absicht verfolgt, dass Grundschulkinder als heranwachsende Generation ein Bewusstsein für die verschiedenen Materialien, die unseren täglichen Abfall ausmachen, entwickeln. Zusätzlich zielt die kreative Arbeit mit eben diesen Abfallstoffen darauf ab, dass die Schüler*innen diese benennen und unterscheiden können. Spielerisch und durch viele handwerkliche Fingerfertigkeiten formen die Kinder die gesammelten Elemente, die vor dem allesfressenden Mülleimer gerettet wurden, zu neuen nutzbaren Gegenständen um   oder verwenden eben diese als Hilfsmittel oder Werkzeuge. So verwandeln sich Saftpacks zu Portemonnaies, deren Deckel in Druckstöcke, Plastikbeutel zu Fußbällen, Konservendosen zu schicken Vasen, Einweckgläser zu Schneekugeln und alte Landkarten zu Fingerringen.

Projektbeteiligte:      13 Schülerinnen und Schüler der Klasse 3

Projektpartner:         TERRA BELLA – Dipl. Künstlerin und freie Pädagogin Isabelle Weber

Projektbegleitung:   Kulturbeauftragte Christina Winterfeld

Kulturagentin:          Sybill Hecht


Foto: Isabelle Weber

Juli bis September 2018


Die Welt mit anderen Augen sehen

Zeitraum: 1.10.2017-21.07.2018

Schule: UniverSaale Jena, Freie Gesamtschule

Im Rahmen der wöchentlich stattfindenden Werkstatt-Kurse für den 5./6. Jahrgang wurden in der Fotowerkstatt spezielle Techniken der Fotografie vorgestellt und durchgeführt. Das Spektrum reichte von einfachster Low-Tech Fotografie über das Beherrschen wesentlicher Kamerafunktionen in der Digitalfotografie bis hin zur Bildbearbeitung.

Mit großer Neugier und Entdeckerfreude übten sich die Teilnehmer_innen in der Rolle des Fotografen aber auch als Fotomodell und bekamen die Möglichkeit, Foto-Profis über die Schulter zu schauen und Fragen zu stellen. Beim Besuch des Fotoateliers von André Helbig schossen die Schüler_innen Portraitaufnahmen von sich, welche mit Fototransferpaste auf Holz übertragen wurden. Gemeinsam mit dem Fotografen Jürgen Scheere entdeckten die Schüler_innen die Kunst der Lichtmalerei und experimentierten mit Langzeitbelichtungen. Im Sommer erkundeten sie dann mit dem Sportfotografen Bernd Widmann das Schulgelände im Paradies mithilfe einer Fotodrohne aus der Luft. Auf  Fotospaziergängen und in wöchentlichen Projektarbeiten erhielten die Teilnehmer_innen  spielerisch viel neues Wissen zu verschiedenen Perspektiven und konnten ihre Welt mit anderen Augen sehen. 

Weitere Informationen zum Projekt und zur Schule gibt es hier.

Projektbeteiligte: 2 Pädagogen, 11 Schülerinnen und Schüler

Künstlerischer Bereich: Bildende Kunst,

Projektpartner:  André Helbig, Jürgen Scheere, Bernd Widmann

Kulturbeauftragte: Franziska Renk

Kulturagentin: Sandra Werner

Foto: Alexander Knüpfer


FoyerFliesenKunst

Zeitraum: 12.4.-28.6.2018

Schule: Thüringer Gemeinschaftsschule Wenigenjena, Jena

Im Rahmen der Schülermitgestaltung ist in der Eingangshalle des Schulneubaus der Gemeinschaftsschule Wenigenjena in Jena-Ost eine Fliesenwand von 7x7 m geplant, für die jede Schülerin und jeder Schüler der Schule eine Fliese gestaltet. Diese Fliese wird im Rahmen des Umzugs der Schule 2019 unter Einbeziehung eines gestalterischen
Konzepts auf eine Wand in der Eingangshalle angebracht. Die "Fliesenpixelwolke" soll durch die Verstetigung dieses Angebotes auch über 2019 hinaus wachsen.
Unser Ziel ist es, dass zukünftig jedes Kind die Chance erhält, sich mit einer Fliese kreativ im Schulgebäude zu verewigen. Der künstlerische Prozess ermöglicht Kindern und Jugendlichen die Neugier für kreatives Arbeiten und eine demokratische Mitgestaltung der eigenen Schulhausatmosphäre.
Im Projekt "Schülerfliese" unter Anleitung der Keramikerin Susanne Worschech gestalteten
24 SchülerInnen des 7. Jahrgangs vom 12.4.-28.6.2018 im wöchentlich stattfindenden
Praxis- und Projekttag individuelle Fliesen im Keramikatelier der Musik und Kunstschule Jena. Das Projekt ist Teil der Kooperationsvereinbarung mit der Musik- und Kunstschule und wird von der Stadt Jena und dem Architekturbüro RKW Leipzig unterstützt.
Parallel zum Keramikkurs konnten die Jugendlichen zusätzliche Angebote der Musik- und Kunstschule kennenlernen. Dazu gehörten die Workshops Improtheater, Percussion, Stimmwerkstatt, Kontrabass und ein Instrumentenkarussell mit Horn, Posaune, Cello und Gitarre.

Projektbeteiligte: 5 Pädagogen, 24 Schülerinnen und Schüler

Künstlerischer Bereich: Bildende Kunst, Musik, Theater

Projektpartner:  Musik- und Kunstschule Jena (JenaKultur)
Susanne Worschech, Claudia Kirchhof, Kay Kalytta, Matthias Hejlik, Cornelius Althammer,
Markus Ziller-Schmidt, Frau Hermann, Katharina Hoffmann, Christoph
Staemmler, Linda Reinhardt

Kulturagentin: Sandra Werner

Fotos: Susanne Worschech


Ideenwerkstatt Tanz und Akrobatik

Schule: Staatliche JenaPlanSchule Jena

Zeitraum: 14. -15. August 2018

In den ersten Tagen des neuen Schuljahrs der JenaPlanSchule konnten sich alle Schüler*innen der Obergruppen in verschiedenen Workshops ausprobieren. Dazu begaben sie sich in die Tanzschule. So konnten sie herausfinden, wie und wo sie sich im geplanten Musical einbringen können. Sie versuchten sich in der Jonglage, Akrobatik oder im Tanz und konnten ihre Geschicklichkeit und Feinmotorik trainieren. Durch die Begleitung des langfristig geplanten Musical-Projekts möchten die künstlerischen Expert*innen sowohl die tänzerischen, als auch die mentalen Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen stärken. Hier kann man lernen, sich ausdauernd und intensiv auf eine Sache zu konzentrieren, langfristige Ziele strategisch zu verfolgen und situationsgerecht auf unterschiedliche Situationen zu reagieren. Darüber hinaus vermittelt die körperliche Bewegung neben Koordination und Körperbewusstsein eine Fülle alltagsrelevanter Schlüsselkompetenzen wie z.B. Respekt und Wertschätzung im Umgang miteinander, Team- und Kooperationsfähigkeit, Kreativität und Selbstbewusstsein. Und das alles auf spielerische Art und Weise und mit ganz viel Spaß in der Gemeinschaft.

Projektbeteiligte: ca. 100 Schüler*innen

Sparte: Tanz /Akrobatik

Projektpartner: Tanzschule Näder | Artistik Tom Fieseler                    

Lehrerin: Andrea Schreiber

Kulturagentin: Sybill Hecht


Auf dem Weg zur kreativen Schule

Schule: Staatliche Parkgrundschule Weimar

Zeitraum: 9. August 2018

Alle LehrerInnen der Parkgrundschule aus Weimar machten sich an einem Kulturtag auf dem Weg in eine der schönsten Residenzen Thüringens, um dort in einem Visionsworkshop den Fragen „Wie sieht unsere kreative Schule der Zukunft aus? Was und wen brauchen wir noch im letzten Jahr des Programms?“ nachzugehen. Die Teilnehmerinnen konnten sich am Vormittag unter dem Motto „Wir machen BLAU.“ in einen Mal-, Musik, oder Theaterworkshop ausprobieren. Anschließend traf das Kollegium am Nachmittag ihre Kulturagentin und erarbeitete gemeinsam mit ihr verschiedene Kulturbausteine für das kommende Jahr, überlegte mögliche Partner und plante konkrete Projekte in der Schule. Dieser Kulturtag ist ein fester Bestandteil im Kulturfahrplan der Schule und findet 2019 für das Team der Grundschule zum vierten Mal in den Altenburger Museen statt.

Sparte: interdisziplinär

Projektpartner: Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen                                 

Kulturbeauftragte: Christina Winterfeldt und Ina Willecke

Kulturagentin: Sybill Hecht


„Bibliothek der Inspirationen“

Schule: Staatliche Parkgrundschule Weimar

Zeitraum:
Umsetzungsphase Projektwoche 10. – 14. September 2018

Bereits zum dritten Mal arbeiteten die Kinder der Schule mit mehreren Experten am Bau der Laube der Fantasie, um dieser noch vor dem Winter ein Dach zu geben. Deshalb setzten sie die Außenpfosten, stellten die Fenster fertig, bauten an einer Stützwand und gestalteten einzelne Bauteile wie z.B. Glasbausteine. Besonders widmeten sie sich auch schon den ersten Inneneirichtungen und dabei der geplanten Bibliothek. In einheitlichen Kästen sortierten sie die eigens entworfene Spiele, kategorisierten verschiedene Themen aus der Natur und Wissenschaft und schufen ein schülergerechtes Nutzungssystem. Am Ende der Woche präsentierten sie dies nicht nur einem Lokalpolitiker, sondern auch fast allen Schülern und Lehrern.

Projektbeteiligte: 26 Schülerinnen und Schüler der Klasse 4

Projektpartner: Architekten Viktoria Scholz und Michael Brehme

Lehrerin: Sibylle Huber

Kulturagentin: Sybill Hecht

Zusätzl. Förderung: Lottomittel aus dem Thüringer Umweltministerium


KUNST? KUNST!

Schule: Staatliche Regelschule „Johann Wolfgang Goethe“ Schleiz

Zeitraum: 01.04.2018 bis 31.07.2018

Die verschiedenen Formen der künstlerischen Arbeit wurden in drei Formaten durchgeführt: Projekttag für die 5. Klassen der RS im Museum Schloß Burgk, theaterpädagogisches Angebot mit der Theaterpädagogin Steffie Liedtke im Rahmen des DG-Unterrichts und außerunterrichtliches, freiwilliges Angebot zum Thema Graffiti mit den Graffiti-Künstlern Heiko und Christian Rank. Dabei zielte der Ansatz auf ein breiteres Fundament mit Workshops in verschiedenen Sparten.

Ein wichtiger Schwerpunkt ist die Partizipation - bei der Schulhausgestaltung waren die Schüler über die Schülersprecher aktiv beteiligt und konnten Wünsche und Interessen einbringen. So wurden die Ideen der Schüler mit Graffiti auf Platten umgesetzt. Dazu arbeiteten 10 Schüler*innen mit den Rank-Brüdern aus Greiz zusammen. Die Arbeiten finden in den Nischen bzw. freien Flächen im Schulhaus ihren Platz.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 101

Sparte: Architektur/ Raum, Bildende Kunst, Medien, Musik, Theater, interdisziplinär (Pro-jekttag Burg(k)-Aktionen, Workshop-Angebot Graffiti)           

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Steffi Liedtke, Heiko und Christian Rank, Wolfgang Schwarzentrub, Barbara Toch, Petra Gypser, Karin Müller, Kay Kalytta, Frank Maibier, Hans-Joachim Hirsch

Kulturbeauftragte/r: Antje Weinrich (in Zusammenarbeit mit Gisela Rühl und Inka Söll)    

Kulturagent/in: Jana Laser

Foto: Jana Laser


MASKaradePARADE

Schule: Staatliche Parkgrundschule Weimar

Zeitraum: Schuljahr 2017/2018

In der wöchentlichen Kulturstunde der Parkgrundschule Weimar gab es in diesem Jahr einen Theaterkurs mit dem Schwerpunkt Pantomine. Die Schüler*innen konnten sich freiwillig einwählen und erhielten Anleitung von einem Schauspielprofi im Darstellenden Spiel mit nonverbalen Mitteln, einer besonderen Ausdrucksweise auf der Bühne und der kreativen Methode zum Geschichten- Erfinden. Die Kinder erlernten unter künstlerischen Aspekten den Einsatz von Kostümierung und Maske.

Es entstanden kleine Szenen in unterschiedlichen Gruppen, die in Zwischenwerkschauen zu großen Schulfesten gezeigt wurden.  Der Höhepunkt war das Abschlussstück zur Verabschiedung der 4.Klässler am 29.6.2018. Der Kurs konnte im Rahmen der Kulturstunde das künstlerisch- pädagogische Profil der Schule stärken.

Beteiligte: 16 Schülerinnen und Schüler der Klassen 2-4

Sparte: Kunst/Pantomine

Partner: Theaterpädagoge Christian Schröter | stellwerk-junges Theater Weimar e.V.                         

Lehrerin: Kulturbeauftrage Lehrerin Christina Winterfeld

Kulturagentin: Sybill Hecht

Förderung: Kunst.Klasse. Stiftung Ravensburger


Schulfilm (aus der Reihe „PARTizipieren“)

Schule: Staatliches Gymnasium „Veit-Ludwig-von-Seckendorff“ Meuselwitz

Zeitraum: Schuljahr 2017/18

Einen Film über die Schule zu drehen, ist eine besondere Herausforderung für Schüler und Lehrer. Was soll filmisch über die Schule erzählt werden? Was muss unbedingt im Film erwähnt werden, was kann weggelassen werden? Somit gilt es, die Ansichten und Vorstellungen über den zukünftigen Film nicht nur unter den Schülern, sondern auch zwischen Schülern und Lehrern auf einen Nenner zu bringen. Zu fokussieren, zu selektieren, das Wichtige vom Unwichtigen trennen, Bedeutsames verständlich herausstellen - das sind die Aufgaben, die Schüler und Lehrer vor allem in dieser ersten Phase zu lösen haben. Kommunikation und Kooperation sind hierbei wichtige und hilfreiche Komponenten.

Im Schuljahr 2016/17 wurden an die 60 freiwilligen Schülerinnen und Schüler bereits mit der Filmtechnik vertraut gemacht sowie erste Ideen für ein Drehbuch gesammelt. Das Schuljahr 2017/18 wurde nun für die Umsetzung des Films genutzt. Zuerst gab es im Herbst 2017 eine technische Einführung in die Filmarbeit für alle interessierten Schüler/innen. Anschließend wurde ein Drehbuch-Workshop durchgeführt. An die 10 Schülerinnen und Schülern formierten sich zu einem Film-Team und entwickelten unter der Anleitung des Medienpädagogen Kevin Meinel das Script für den Schulfilm. Anschließend wurden in mehreren Drehtagen – über das Schuljahr verteilt - die ausgedachten Szenarien filmtechnisch umgesetzt. Im letzten Drittel des Schuljahres 2017/18 wurde mit den Schülerinnen und Schüler an der Postprodukion gearbeitet (Auswahl Musik, Schnitt etc.).

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: Ca. 10 - 40

Sparte: Film              

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Kevin Meinel (Medienpädagoge, Plauen)                                

Kulturbeauftragte/r: Sylvia Bayer

Kulturagent/in: Katja Rust


Die Sängerin

Schule: Ulf-Merbold-Gymnasium Greiz

Zeitraum: 01.04.2018 bis 31.07.2018

Als viertes Projekt im Kulturagentenprogramm am staatlichen Ulf-Merbold-Gymnasium erstellte die Klasse 10A mit Deutschlehrerin Heike Seifert ein Hörspiel zur Erzählung „Die Sängerin“ aus dem Erzählband „Die Kormorane“ des Greizer Schriftstellers Volker Müller.

Den Auftakt bildete die Begegnung mit dem Greizer Schriftsteller. Er kam an das Gymnasium in den Unterricht der Klasse 10a und arbei-tete mit den Schüler*innen an seinem Werk. Die Schüler konnten Fragen stellen und kamen ins Gespräch mit dem Autor. Sie lasen die Erzählung erneut und sammelten Geräusche zur Veranschaulichung des Textes. Ein Storyboard wurde erstellt. Der Text der Erzählung wurde für die Aufnahme bearbeitet und gekürzt. Mit dem Schauspieler Wilfried Pucher erprobten die Schüler*innen, wie der Text gesprochen werden kann, um zu überzeugen. Nach den umfangreichen Vorarbeiten wurde das Hörspiel unter Anleitung der Medienproduzenten Axel Pöhlmann und Michael Ri-scher aufgenommen und durch die Schüler geschnitten. Der Schulraum wurde dabei zur Tonkabine und die Schulglocke verstummte für diesen Tag. Nach Sprech-und Lockerungsübungen ging es an die Aufnahme.

Sehr konzentriert und ausdauernd wurde gelesen und aufgenommen. Aus dem umfangreichen Rohmaterial wurde von zwei Schülern das Masterband erstellt. Die fertige CD mit dem vollständigen Hörspiel wurde in einem Literaturabend auf dem Oberen Schloss Greiz im Fürstensaal präsentiert. Musikalische Beiträge umrahmten die Präsentation des Hörspiels eben-so wie Gedichtrezitationen. Durch den Abend führten die Lehrerein Heike Seifert und die Kulturagentin Jana Laser gemeinsam mit den Schülern. Hierbei zeigten Künstler, Lehrer*innen und Schüler, was sie können - eine gelungene aktive Ausei-nandersetzung mit Literatur.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 19

Sparte: Literatur

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Volker Müller, Wilfried Pucher, Gisela Hug, Michael Rischer und Axel Pöhlmann, Hans –Joachim Hirsch  

Kulturbeauftragte/r: Heike Seifert

Kulturagent/in: Jana Laser

Foto: Jana Laser


Unter Wasser …über Wasser - Keramische Wandgestaltung

Schule: Pfortener Schule, Gera

Zeitraum: 08.12.2017 bis 31.07.2018

Es wurden vielfältige Entwürfe zum Thema „Überwasser“ und „Unter Wasser“ vorbereitet, die dann mit den Künstlerinnen Kathrin Buskies und Annekatrin Räthe-Schönert besprochen wurden. Die beiden Keramikerinnen brachten Ton mit in den Unterricht, so dass die Kinder auch ein Gefühl für das Material, welches sie für die Gestaltung nutzten, erhielten. Die Schüler*innen übertrugen ihre Zeichnungen auf Tonplatten, ritzten, kratzten und ergänzten. Dafür wurden die Klassen thematisch in Gruppen geteilt. Es entstanden gefährliche Fische, fröhliche Fische, Boote, Seerosen, Muscheln, Gummistiefel, Regentropfen, große Bullaugen mit verschiedenen Motiven, Wasserpflanzen und natürlich viele Unter- und Überwassertiere.
Mit viel Geduld erklärten die Künstlerinnen die Arbeitsweisen und gaben Hilfestellung bei besonderen Wünschen. Durch intensive Mithilfe der Eltern und Lehrer wurde die Wandgestaltung in den Toiletten in Angriff genommen. Unterstützt durch den Künstler Sven Schmidt erhielten die weißen kühlen Wände in den Toiletten ein neues Aussehen. In einer Expedition/Safari in die „Überwasserwelt“ und in die „Unterwasserwelt“ konnten die Schüler ihre Toiletten gemeinsam mit unserer Kulturagentin wieder in Besitz nehmen. Sie staunten über die Gestaltung der Räume, und suchten natürlich nach ihrem gestalteten Objekt.

Die neu entstandenen „Über- und Unterwasserwelten“ sind ein Ergebnis der intensiven Zusammenarbeit aller Schüler*innen (fast 300!) der Schule die qualitativ und handwerklich sehr professionell durch die Keramikerinnen unterstützt und angeleitet wurden.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 292

Sparte: Architektur/Raum, Bildende Kunst, interdisziplinär, fächerübergreifend

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Kathrin Buskies, Annekatrin Räthe-Schönert, Sven Schmidt, Unterstützung durch die "Elstertal"- Infraprojekt GmbH und Elternvertreter

Kulturbeauftragte/r: Heike Nass, Anke Dzingel und intensive Unterstützung durch Heike Schrepel (Schulleiterin)   

Kulturagent/in: Jana Laser

Foto: Jana Laser

März bis Juni 2018


Räume erobern

Schule: RS Elxleben

Zeitraum: 17. – 23. 4. 2018

Das Projekt „Räume erobern“ fand vom 17. – 23. 4. 2018 in der RS Elxleben statt und richtete sich an alle 300 Schüler/innen der Klassen 5 bis 10. Nach einer zweijährigen Bauzeit (neues Schulgebäude) symbolisierte das Projekt den Abschluss und war der Start für einen Neubeginn. Mit den 21 Projektgruppen erinnerte die Schule an eine große Werkstatt. Fünfzehn Gruppen wurden von externen Partnern geleitet, sechszehn Künstler/innen waren insgesamt involviert. Es gab eine intensive Zusammenarbeit mit dem Music College Erfurt e.V. Drei Sozialpädagog/innen kreierten einen „Escape Room“ und ein Trainer leitete die Karate/Jiu-Jitsu -Gruppe. Schwerpunkte wurden in den Bereichen: Musik, Objektbau, Tanz, Theater, Fotografie, Zeichnen und Trickanimation gesetzt.

Der übliche Fachunterricht war aufgehoben. Die Arbeit fand in kleinen altersgemischten Gruppen statt. Die künstlerische Ausrichtung bediente vielfältige Genres und Medien, wie Tanz, Theater, Musik, Fotographie, Trickfilm, Druckgraphik, Textil, Keramik und vieles mehr. Gefördert wurden Kreativität, Selbständigkeit und Teamgeist. Angeregt wurde ein experimentierfreudiger Schaffensprozess, der die ganze Schule erfasste. Damit sollte die Schule als eigener Lebens- und Lernraum erfahrbar werden.Die Schüler/innen konnten sich vertiefend mit einer Sache beschäftigen, ihren Interessen nachgehen und besondere Fähigkeiten entwickeln. Eigeninitiative, Engagement und Teamarbeit waren gefragt.

Am 23. 4. 2018 übergab der Landrat des Landkreises Sömmerda, Herr Harald Henning, im Beisein zahlreicher Besucher/innen den Schlüssel für das neue Schulhaus. Anschließend präsentierten die Mädchen und Jungen vor staunendem Publikum ihre Ergebnisse.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 300 Schüler*innnen

Sparten: Bildende Kunst, Musik, Theater, Film, Fotografie

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Music College Erfurt e.V. (3 Musiker/innen), Maja Kowol (Tanz), Stefen Wilhelm (Theater Schotte), Maria-Elisabeth Wey (Theater Erfurt), Simone Gorkes (Filzen), Viktoria Scholz (Mosaik), Nora Klein (Foto), Anne Schneider (Siebdruck), Nele Brönner (Trickfilm), Andreas Bauer und Nadin Wottke (Buchwerkstatt), Rosmarie Weinlich (Fensterbilder), Michael Fistl (Keramik), Susanna Hanna (Film, Foto)

Kulturbeauftragte/r: Petra Schwade

Kulturagentin: Katrin Sengewald

Fotos: Dokumentations-Gruppe


Von der Natur geschaut geklaut

Schule: Friedrich-Schiller-Schule Erfurt, Gemeinschaftsschule 1

Zeitraum: 21.–27.6.2018

Das Projekt „Von der Natur geschaut - geklaut“ fand vom 21. – 27.6.2018 in der Friedrich-Schiller-Schuler Erfurt mit 290 Schüler*innen der 5. – 10. Klassen statt. Projektarbeit gehört seit Jahren zum Profil der Schule. Ziel war es einen unbefangenen und kreativen Zugang zu den Naturwissenschaften und der Natur mit ihren vielfältigen Erscheinungen zu ermöglichen. In einer Art Ideenschmiede entwickelte das gesamte Lehrerkollegium zahlreiche Vorschläge, in deren Folge 17 Projektgruppen rund um das Thema kreiert wurden. Externe Partner sowie vier Einzelkünstler waren mit eingebunden.

In den Künstlerwerkstätten Erfurt wurde mit dem Künstler Marc Jung auf große Leinwände gemalt und gesprayt zu dem Motto: „Mit dem Pinsel in der Natur“. Die Theaterpädagogin Christina Bartel begann eine Spurensuche mit Licht und Schatten. Puppenbau und Spiellust ließen zwei Schattentheaterstücke entstehen. Unter dem Motto „Der Mensch macht eine gute Figur“ animierte der Künstler Florian Schmigalle die Mädchen und Jungen zu gruseligen und komischen puppenartigen Figuren, die den gesamten Raum bevölkerten. Mit der Künstlerin Susanna Hanna ging es um Trickanimation. In Stoppmotion wurden kleine Tricksequenzen zu dem Thema „Düfte in der Natur in Bild und Ton“ kreiert. Es gab eine Tanzgruppe, eine Gruppe, die sich mit Höhlenmalerei beschäftigte, Elektroautos aus dem 3D Drucker, Musik auf der Flaschenorgel, eine Kräutergruppe u.v.m.

Die Schule verwandelte sich in ein lebendiges Haus mit konzentriert und motiviert arbeitenden jungen Menschen. Am Ende der Projektwoche überzeugte eine gelungene Präsentation Eltern, Gäste, Lehrer*innen und auch die Schüler*innen selbst. Sie staunten und waren stolz, was in einen Woche entstanden war.

Ziele:

  • Stärkung der naturwissenschaftlichen Fächer ... der Bogen soll zur Kunst geschlagen werden.
  • Interdisziplinär und fächerübergreifend
  • kreative Lernzugänge, wie z.B. Forschender und Experimentieren
  • Lernen mit allen Sinnen: „Man geht raus, um Sachen zu entdecken...anstatt drinnen zu sitzen und zu grübeln.“

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 290 Schüler*innen

Sparten: Bildende Kunst, Medien, Theater, Tanz

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Künstlerwerkstätten Erfurt, Künstler*innen: Susanna Hanna, Marc Jung, Christina Bartel, Florian Schmigalle

Kulturbeauftragte: Astrid Brozatus, Johannes Geade     

Kulturagentin: Katrin Sengewald

Fotos: Katrin Sengewald


Kulturpiste – Netzwerkübergreifender Parcours

Schule: Kooperative Gesamtschule „Am Schwemmbach“

Am 08.06.2018 begaben sich ca. 200 Schüler verschiedener Schulen in einen kultur- und bewegungsfördernden Rundgang zum Kennenlernen vieler Künstler und Kulturpartner und damit auch zum Auseinandersetzen mit künstlerischen Techniken, ebenso zum Gewinnen eines Einblicks in Choreografisches. Insgesamt diente die Kulturpiste für die Akteure dem Bewusstmachen des Zusammenwirkens unterschiedlicher künstlerisch-kultureller Bereiche und Sparten mit dem Ziel, das Erlebte nachhaltig im eigenen Schulalltag in potentiellen Inszenierungen und Erlebnisaktionen umzusetzen. Das Kunst-Kultur- und Sportprozedere fand für die Kinder und Jugendlichen aus vier Schulen zweier Netzwerke sowie für eine externe Schule, die sich für das Programm ursprünglich beworben hatte, statt. Auf dem Areal der Grundschule Gispersleben fand der Kulturaktionstag statt. Alle beteiligten Schüler aus der KGS, der Aktivschule, aus der Kolpingschule, der TGS am Roten Berg, auch Gisperslebener Grundschüler durchliefen zum gemeinschaftlichen Kunstereignis 11 Stationen und konnten auf ihrem Rundgang umfassende ästhetische, choreografische, rhythmusbezogene, auch raumgreifende, bewegungsmotivierende, ebenso technische Erfahrungen sammeln. Sie fanden sich in den Stationen Capoeira, zweimal im Bereich Akrobatik, Tanztheater und im Bereich Darstellendes Spiel und Bewegungstheater, zum Modern Dance, Breakdance und im Bereich der Mediengestaltung, im Raum der Zusammenführung von Lichtdesign und Bühneninstallation sowie Lasershow zusammen, um entsprechende Erfahrungen zu sammeln. Eine Station war zu grafischen Dokumentationsmethoden aufgebaut, unmittelbar daneben befand sich die Station zum Modedesign und Kostümbild. Ein Kulturstandort widmete sich dem Sammeln von Kulturträumen und kreativen Bedürfnissen. Parallel dazu konnten die Teilnehmer in den Dialog mit der erfahrenden Bühnentänzerin und Autorin von Bühnenshows, Monika Lakomy, gehen. Erlebnisse des künstlerischen Auslebens, des gegenseitigen Austausches wurden auf großen Planen im urbanen Mixed-Style mit drei Künstlern umgesetzt. Die fotodokumentarischen, auch filmischen sowie ein Teil der Graffiti-Resultate bereicherten – angedockt an das Kulturerbejahr 2018 – einen in Berlin stattfindenden Kulturaktionstag zum  ArtWall-Projekt der Delphischen Spiele.

Projektbeteiligte: Netzwerkübergreifendes Projekt der KGS „Am Schwemmbach“ EF, der TGS am Roten Berg EF der Kolpingschule EF; der Aktivschule EF und der GS Gispersleben
Künstlerischer Bereich:    Bildende Kunst, Film, Medien,Mode/Textildesign,
Musik, Tanz, Theater, Zirkus
Projektpartner: USV EF e.V. (Julia Kirzinger), IMAGO Jugendkunstschule (KAin Elisabeth Fuckel)
Mohrmedia (Medienfirma/Harald Mohr)
Polizeimusikkorps Thüringen (Blechbläsergruppe)
Tanztheater EF (Daniel Medeiros, Marieke Engelhardt, Manuel Schuler, Jelena Albrecht)
Moritz Weißkopf (Bühnenbild), Felix Schwager
(Grafiker), Steve Seeger (Graffiti), Michael Ritzmann (Freier Künstler),
Zirkus Tasifan (Maria Göpffarth), Modedesignerin Franziska Most, Monika Lakomy (Autorin und
Regisseurin); Christopher Schmid (Fotograf); Nora Kühnhausen (Spiel- und Lerndesign); Friedrich Zurft und Johannes Glöde (Lichtdesign)
Kulturagentinnen: Uta Schunk, Elisabeth Fuckel
Fotograf: Christopher Schmid


KULTURPFAD II – Bis in die Spargelspitzen

Schule: Thüringer Gemeinschaftsschule Herbsleben

Seit Mai 2018 führte die TGS Herbsleben ein fortsetzendes Vorhaben des Kulturpfades durch. Dazu integrierten sich ca. 60 Schüler der Klasse 5/6/8 in fünf Kulturangebote (ergänzend Angebot Spargelhüte und –kostüme), die mit Kunstwerken für den öffentlichen Raum den kulturellen Erlebnisweg bereichern, aber auch gestalterische Resultate für das Schulgebäude entwickelten, ebenso an ein musisches Projekt andockten. Zwei Workshops wurden vom Holzdesigner Florian Schmigalle sowie vom Metallgestalter Thomas Lindner künstlerisch betreut. Diese gestalteten bereits im vergangenen Jahr zwei Stelen mit tierischen Wesen der Luft-und Unterwasserwelt. Diesmal entwickelten die Teilnehmer mit den Künstlern Installationen zur regionsspezifischen Pflanzenwelt. Typisch für Herbsleben ist der Spargelanbau. Hier setzte ebenso ein Keramik-Workshop mit der Künstlerin Susanne Worschech an, um mit Jugendlichen der gleichen Klassenstufe Metamorphosen von Asparagus-Köpfen zu modellieren und auf vom Bauhof der Gemeinde vorbereiteten Betonsockeln zu installieren. Die jungen Gestalter beschäftigten sich in der Weiterführung des Kulturpfades wieder mit Objekten und Themen, die aussagekräftig für die Region sind. Mit der Kunst und Kultur schafft die Schule für sich selbst, aber auch für die Gemeinde als Tourismusregion offene Plattformen künstlerisch-ästhetischen Genusses. Selbst Außerirdische entdeckten die Bedeutsamkeit des Areals und landeten mit ihrem Raumschiff im ländlichen Raum. Diese Bildthematik wurde in einem Mixed-media-Workshop malerisch-grafisch, sprühtechnisch, ergänzend mit Videoinstallation aufgegriffen und für die Gestaltung des Schulhauses bearbeitet. Zuvor dienten die von Achtklässlern kreierten großen Leinwände als Bühnenteile für ein Musical zur Schul-Gala in der Schlossruine und zur Schuleinführung im Gemeindesaal. Nach erfolgreicher Teilnahme der Fünftklässler am Musikprojekt RESPONSE setzte ein Medienworkshop an das Resultat an und animierte kreativ die Zutaten eines Spargelrezepts. Das Projekt wurde in enger Kooperation zwischen Schule und Gemeinde durchgeführt.

Projektbeteiligte: Schüler/innen der Klassenstufe 5, 6 und 8 der TGS Herbsleben
Künstlerischer Bereich: Bildende Kunst, Holz- und Metallgestaltung, Installation, Visuelle Kommunikation/Medien
Projektpartner: Florian Schmigalle (Holzdesigner), Thomas Lindner (Metallgestalter),
Susanna Hanna (Freie Künstlerin/Medienkunst), Andreas Möckel (Musiker, Rapper, Medienexperte)
Kulturagentin: Uta Schunk
Fotograf: Thomas Lindner


„Kling klang, du und ich - Schulhofinstallation“

Schule: Grundschule am Schwemmbach

Vom 02. bis 09. Mai 2018 begaben sich 24 Viertklässler der GS am Schwemmbach in ein Vorhaben zur gestalterischen Montage einer spiel- und kommunikationsanregenden Schulhofinstallation. Die Kinder setzten sich konzeptgerecht gemeinsam mit einem Spielplatzgestalter/Holzdesigner mit vielen verschiedenen Entwürfen zu Spielobjekten auseinander. Daraus filterten sie Vorstellungen zur Form und Funktion von Spielkonstruktionen. Die kleinen Designer kreierten aus der Ideensammlung an spielerischen Möglichkeiten Lösungsskizzen, wie sich die Umsetzung einer Schulhofskulptur mit interaktivem Zubehör realisieren lassen könnte.

Sie bauten Modelle zur Erprobung von Verbindungs- und Funktionsprinzipien, auch zur Steigerung des dreidimensionalen Vorstellungsvermögens. In der Realisierungsphase waren die Schüler holzbildhauerisch, installierend und montierend tätig. Sie durchliefen die Gestaltungsabläufe zur Entstehung einer erweiterungsfähigen Spielstation als einen Prozess der ästhetischen Aneignung und Mitgestaltung ihres Spielumfeldes. Dabei wurde über die künstlerische Holzbearbeitung und kreative Verknüpfung von klang- und aktionsauslösenden Gegenständen auf ein Resultat hingearbeitet, das aus mehreren stilisierten Figurenstelen besteht. Diese sind teilweise über einen Seilmechanismus verbunden, der durch Betätigung und Spielhandlungen die Holzgestalten vibrieren und klingen lässt. Die Reaktion darauf steht für das miteinander Agieren und Kommunizieren der Kinder auf dem Schulhof. Parallel beschäftigte sich eine weitere Gruppe mit Pieter Bruegels „Kinderspielen“ aus dem 16. Jh. ästhetisch forschend und die historischen Entdeckungen mit Fragen zum eigenen Spielverhalten und Bewegungspotential abgleichend.

Die zeitgenössischen Spielaktivitäten transformierten die Kinder in Fotoreihen nachgestellter Spielabläufe, in große Bildtafeln und Drahtobjekte zur Bereicherung der Schulhausumgebung. Die Parallelklasse ergänzte die gestalterischen Abläufe durch Farbenspiele bzw. Farbklänge und -rhythmen an der Schulhausfassade.  Anlässlich des sommerlichen Kunst- und Kulturfestes erfolgte die Einweihung der Schulhofinstallation. gleichzeitig wurden die bildnerischen und plastischen Ergebnisse zu den Kinderspielen präsentiert.

Projektbeteiligte: Schüler/innen der Klasse 4 der Grundschule am Schwemmbach Erfurt
Künstlerischer Bereich: Holzgestaltung, Installation, Bildende Kunst, Fotografie
Projektpartner: Florian Schmigalle (Holzdesigner), Uta Schunk (Kulturagentin/Kunstpädagogin)
Fotografin und Kulturagentin: Uta Schunk


Schnupper mal rein!

Schule: Montessorischule Jena, Staatliche Gemeinschaftsschule

Zeitraum: Juni 2018

„Schnupper mal rein!“ - das war das Motto der Sommerprojektwoche vor den großen Ferien an der Montessorischule Jena. Hier konnten sich alle Kinder und Jugendlichen, die an der Themenfindung für die Workshops im Vorfeld beteiligt waren, nach Vorlieben und Interessen einwählen. Eine Woche lang arbeiteten sie dann mit Künstlern und Kulturpartnern aus Jena, Erfurt, Leipzig und Berlin in den Bereichen Film, Fotografie, Theater, Musik, Graffiti und Upcycling zusammen.

Die Vorlage für den Theater- Performance-Workshop TITANIC mit der Theaterpädagogin und Regisseurin des Theaterhauses Jena Kerstin Lenhart bildete der gleichnamige, berühmte Film von James Cameron. Der Luxusliner als Symbol für menschengemachte Katastrophen bot nicht nur Stoff für Szenen der Liebesgeschichte, sondern auch für den Austausch zu den kleinen und großen Katastrophen, die Menschen verursacht haben und stetig verursachen: Worauf steuern wir zu, angesichts einer Welt voller Kriege und Armut? Eine Welt, in der wir unsere Erde ausbeuten, mit Plastik verdrecken und auf den Klimawandel pfeifen? Wo besteht aber auch Hoffnung, das Ruder rumzureißen und der jetzigen Welt eine gerechtere gegenüberzustellen? Was könnten die Rettungsmassnahmen sein? Aus dieser Auseinandersetzung entwickelten die Akteure  ihre Spielszenen, die sie mit denen aus der Fimvorlage verflochten und zu einer Performance mit mehreren hundert Luftballons verarbeiteten. Neben den eigenen Proben auf der Bühne des Theaterhauses Jena, erhielten die Jugendlichen auch Einblicke in die Proben des Ensembles  für das Sommerspektakel der Kulturarena Jena und hinter die Kulissen des Theaterhauses.

Im Filmworkshop mit dem Team von Blickpunkt Mensch e.V. entstanden mehrere Kurzfilme, die die Lebenswelt, Träume und wilden Musikvorlieben der kulturell sehr unterschiedlich geprägten Jugendlichen verdeutlichten. Von leise und emotional berührend bis hin zu actionreich und stadtraumübergreifend.

Im Musikworkshop bildete sich unter der Leitung des Musikers Oliver Jahn  und des Klanggestalters Heiko Lochas sowie des Musiklehrers Herr Thies eine Schulband, die – obwohl einige vorher weder ein Instrument gespielt noch gesungen haben - eine mehrere Songs umfassende, mitreißende Show auf die Bühne brachten.

Die Textildesignerin Annemarie Kaluza der Erfurter Designschule Imago verwertete mit ihren Teilnehmer*innen jede Menge Plastik-, Papier und Textilabfall, aus denen einzigartige Taschen, Kunstwerke, Postkarten und praktische Dinge entstanden.

Die vier Wände des Schülercafés wurde mit Unterstützung des Leipziger Graffitikünstlers Viktor Sobek und der kulturbeauftragten Lehrerin Sabine Martin in ein künstlerisch völlig neues Licht getaucht und die Berliner Fotografin Diana Juneck ging mit ihren Jugendlichen auf Fotoexkursionen, auf denen experimentelle und künstlerische Fotoaufnahmen entstanden, die gerahmt seit Herbst die Schulflure schmücken.

Am Ende waren alle Akteure stolz auf die beeindruckenden Ergebnisse. Ihre experimentellen Kurzfilme, fantasievollen Upcyclingprodukte, musikalischen Auftritte, die gute Laube verbreitende Fotoausstellung, das neue Schülercafé und die Titanic-Theateraufführung wurden am letzten Tag der Projektwoche mit viel Applaus bedacht.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 62 SchülerInnen der 7. und 8. Klassenstufe,  5 LehrerInnen

Sparte: Musik, Bildende Kunst, Theater, Graffiti, Medien                 

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Theaterhaus Jena, Blickpunkt Mensch e.V., Imago Erfurt e.V., Diana Juneck, Oliver Jahn, Heiko Lochas, Viktor Sobek                                 

Kulturbeauftragte/r:  Sabine Martin, Bea Bügel

Kulturagentin und Fotografin: Sandra Werner

 


„KULTURRAD(t)SCHLAG – Über ästhetisches Erfahren zur Erkenntnis“

Schule: Thüringer Gemeinschaftsschule am Roten Berg

Vom 14.05. bis zum 18.05.2018 begaben sich die Klassenstufen 5 und 7 in ästhetische Erlebnisprozesse in Begleitung verschiedener Kulturpartner. Die Teilnehmer der Klasse 5 nutzten die künstlerischen Erfahrungen in 6 Workshops, um ihr Verständnis zu erweitern, wie Kultur die Persönlichkeit bereichert, die Wahrnehmung des Lebensumfeldes aktiviert und authentisches Agieren auslöst. Dabei fanden sich die Mitglieder der einzelnen Workshops gemeinsam zur Umsetzung ihrer gestalterischen oder choreografischen Ideen zusammen, um miteinander interessenbezogen kreativ zu werden. Insgesamt erfuhr das Gefüge der heterogenen Klassenstufe soziale Festigung und Stärkung über Capoeira, Modern Dance, Siebdruck, Malerei und Grafik, Fotografie und Akrobatik. Die Kurse wurden entsprechend der Bedürfnisse der Kinder nach künstlerischem Gestalten, nach sportlicher Aktion und Tanz zusammengestellt.
Die beiden 7. Klassen nahmen parallel dazu an einer Spracherlebniswoche teil. Die Jugendlichen erlebten sich hier vorrangig in der Kommunikation mittels der englischen Sprache, beispielsweise in nachgestellten Alltagssituationen, in Exkursionen durch die Stadt, ein Teil der Jugendlichen auch in der Umsetzung künstlerisch-dokumentierender Prozesse. An die grundlegenden Kommunikationstrainings dockten sich in der Native-Speakers-Week aktivierende, motivierende und ästhetisch ansprechende Miniprojekte an, wodurch sich die fremdsprachlichen Sequenzen gerade durch die an die Lebenswelt gebundenen Praxiserfahrungen und künstlerisch-kreativen Prozesse verinnerlichen sollten. Die Teilnehmer arbeiteten mit Mitteln des Rollenspiels, setzten sich mit geographischen Besonderheiten ihres Umfeldes, aber auch mit dem der Muttersprache auseinander, nutzten einen Theaterworkshop sowie kulturelle Erkundungen in den öffentlichen Raum. Eine abschließende Präsentation in differenzierten künstlerischen Formaten gelang jedoch nur den Fünftklässlern. Aufgrund mangelnder Bereitschaft, ebenso wegen mangelnder kommunikativer Fähigkeiten in der Fremdsprache, sich auf alternative Präsentationen einzulassen bzw. nach niedrigschwelligen Möglichkeiten der Darbietung zu suchen, kam eine Präsentation in der Klassenstufe 7 nicht zustande. Die Native-Speakers-Experten sollten zur Prozessdokumentation von Englisch sprechenden  Künstlern, einer Spieldesignerin und Fotografin, unterstützt werden. Diese widmeten sich jedoch einem Teil der Schüler/innen, die nicht am Sprachenprojekt teilnahmen.

Projektbeteiligte: Schüler/innen der Klassen 5 und 7 der TGS am Roten Berg Erfurt
Künstlerischer Bereich: Bildende Kunst, Tanz, Akrobatik, Fotografie/Medien, Sprachen
Projektpartner: Daniela Backhaus (Tänzerin/Tanztheater Erfurt), Daniel Medeiros (Tänzer/Tanztheater Erfurt), Maria Göpffarth (Zirkus Tasifan), Viktor Sobek (Freier Künstler), Philipp Orlowski (Grafiker), Nora Kühnhausen (Spiel- und Lerndesignerin), Susann Nürnberger (Fotodesignerin), Uta Schunk (Kunstpädagogin/Kulturagentin), Native Speakers (MeinSchulprojekt)
Kulturagentin und Fotografin: Uta Schunk


„Interaktives Tanztheater“ (im Rahmen des Projektzyklus MEMORY@YOUTH15.de)

Zeitraum: März - Juni 2018

Auch der letzte Tanztheater-Projektzyklus im Zeitraum von März 2017 bis Juni 2017 setzte sich wieder aus verschiedenen inszenierungstypischen Sparten zusammen. So verknüpften die beteiligten Kinder und Jugendlichen aus vier Bildungs- und Freizeitorten die gestalterischen Resultate aus Bühnen- und Objektkunst, aus Kostümanfertigung, Breakdance, Tanztheater und Darstellendem Spiel zu einer interaktiven Tanztheaterinszenierung, die sich  - junge Besucher mit einbindend – wie eine Schnitzeljagd durch den Erfurter WirGarten, ein von den Bürgern der Stadt Erfurt genutzter alternativer soziokultureller „Guerilla-Garten“, zog. Die Tänzer der TGS am Roten Berg boten Breakdance-Choreografien gepaart mit Fußball-Jonglage-Kunststücken dar, die Mädchen der TGS „Friedrich Schiller“ kombinierten Tänzerisches mit Bewegungstheater und Darstellendem Spiel und bewährten sich sogar in einer Romeo- und Julia-Szene. Stotternheimer Tänzerinnen studierten wieder flippige und auch anmutend wirkende Sequenzen ein. Die Parts wurden an verschiedenen Stationen, die gemeinsam mit dem Publikum zur Thematik KONFLIKTE und BEZIEHUNGEN abgelaufen wurden, präsentiert. Auch diejenigen, die nicht mitwirkten, hatten Aufgaben zu erfüllen. Sie mussten entweder Hinweise, Rätsel und Reime ausgraben, Zettel im Gestrüpp oder in Ritzen platzierter Kunstobjekte suchen, auf Entdeckungsjagd nach in Bäumen hängenden Flaschen und Gefäßen gehen, um sich so Schritt für Schritt durch den tänzerischen Parcours durchzuarbeiten. Die richtige Botschaft ergründend, landeten die jungen Besucher an der nächstfolgenden Station, wo ihnen wieder eine Choreografie oder auch Szene zu verschiedenen Inhalten die Liebe, Freundschaft, aber auch den Streit betreffend von den kreativen Akteuren vorgeführt wurde. Die aufregende Tanz-Schnitzeljagd wurde zweimal bestritten, denn das Interesse der Besucher aus der TGS am Roten Berg und aus der Kolpingschule war groß. Einmal mussten regenbedingt Schirme gezückt werden. Während des Entdeckungszuges konnten sich die Kinder und Jugendlichen auch noch im Umgang mit Sprühfarbe bewähren. Zwei Künstler aus der Graffiti-Szene gestalteten mit den jungen Leuten den Eingangsbereich des WirGartens.

Das Projekt hat nicht nur bezüglich des Erwerbs künstlerischer Kompetenzen Spuren hinterlassen. Auch die Objekte (Smiley, Spielkarte, Lebensbaum, Totenkopf mit gefährlichen Suchtmitteln, Roboter, Glückssymbole,…) zieren immer noch zwischen Sandarealen, Plattformen und Naturiglus die mittlerweile im üppigen Grün bewachsene Brache, auf der sich jeder kreativ und schöpferisch entfalten kann.

Projektbeteiligte: Teilnehmer/innen der TGS am Roten Berg, der TGS „Friedrich Schiller“ EF, des Freizeittreffs Stotternheim sowie der TGS Ebeleben

Künstlerischer Bereich: Tanztheater, Bühnen und Kostümgestaltung, Maskenbild sowie Kunst im öffentlichen Raum

Projektpartner: Tanztheater Erfurt, Theater Erfurt, Künstlerwerkstätten EF sowie die anleitenden Künstler/innen Daniela Backhaus, Jelena Albrecht, Manuel Schuler, Moritz Weißkopf, Franziska Most, Christoph Rittweger, Steve Seeger, Michael Ritzmann

Kulturagentin: Uta Schunk

Projektförderung: Künste öffnen Welten (Kultur macht stark)

Foto: Christopher Schmid

 


FarbGeschichten

Schule: Staatliche Grundschule Gefell

Zeitraum: Juni 2018

Wer kennt sie nicht: die „Vater & Sohn“-Bildgeschichten des Plauener Künstlers Erich Ohser? Ein wunderbarer Anlass, um das Unterrichtsthema „Bildbeschreibung“ mit dem Kennenlernen eines regionalen Künstlers zu verbinden.  
Das in Plauen gelegene Museum „Galerie e.o.plauen“ liegt unweit von der Grundschule Gefell und bietet sich hervorragend an, einen Workshop mit und an der Schule durchzuführen.
Im ersten Teil des Workshops wurden die Drittklässler von der Museumspädagogin Anke Kurzendörfer besucht. Gemeinsam mit den Schüler/innen untersuchten sie verschiedene Bildgeschichten und lernten gleichzeitig den Künstler e.o.plauen (alias Erich Ohser) näher kennen. Im praktischen Teil durfte sich jedes Kind eine Bildgeschichte heraussuchen und durch eine bestimmte Technik kopieren sowie anschließend nach eigenen Wünschen gestalten. Parallel dazu brachte Frau Kurzendörfer eine Ausstellung über Erich Ohser mit sowie zahlreiche Materialien, mit denen das Lehrerkollegium in unterschiedlichen Fächern arbeiten kann. Die Wanderausstellung des Museums verbleibt vier Wochen an der Schule.
Im zweiten Teil des Workshops besuchten die Drittklässler das Museum „Galerie e.o.plauen“ in Plauen. Während die eine Gruppe einen informativen Stadtrundgang durch Plauen erlebte, konnte die andere Gruppe in das Leben von Erich Ohser eintauchen. Natürlich wurde anschließend gewechselt.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: Ca. 40

Sparte: Musik/ Kunst

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Museum „Galerie e.o.plauen“/ Anke Kurzendörfer

Kulturbeauftragte/r: Sabine Kunerl/ Andrea Uhl

Kulturagent/in: Katja Rust


SpielRaum

Schule: Staatliche Gemeinschaftsschule „Erich Mäder“ Altenburg

Zeitraum: April bis Juni 2018

Unter dem Projekttitel „SpielRaum“ fanden im 2. Halbjahr 2017/18 unterschiedlichste Workshops statt. Die Erarbeitung und Umsetzung neuer Formate, die sich den Themen „Spiel“, „Individualität“ und „interkulturelle Gemeinschaft“ widmen, stand dabei im Vordergrund. Die Handlungsspielräume aller Akteure sollen neu belebt sowie Freiräume und Spielregeln für ein gemeinsames Miteinander mit Vertretern aller Seiten partizipativ verhandelt werden. Der eigene Unterricht wird als Raum für individuelle Kreativität und neue spielerische Formate begriffen.

Die Workshops waren z.T. freiwillig und so konzipiert, dass für alle Altersstufen die Möglichkeit bestand, daran teilzunehmen.

Im Einzelnen wurden folgende Workshops durchgeführt:

  • Ein Wimmelbuch gestalten und Texte zu den Wimmelbildern schreiben (Künstler: Aktionsgruppe Eskapismus e.V., Erfurt; 2 Tage; 7.-8. Klassentufe)
  • Einen Clubraum gestalten: den Raum farblich gestalten, Sitzmöbel bauen, Auflagen nähen etc. (Künstler: Thomas Suchomel, Altenburg; mehrere Tage, 9./10. Klassenstufe)
  • Pausenspiele bauen und gestalten (Künstler: Susann Schade, 2 Tage, 5./ 6. Klassenstufe)
  • Neugestaltung der Schulwebseite (Andreas Kowalczyk, 3 Tage, 7./8. Klassenstufe)
  • Texte schreiben für die Schulwebseite (Künstler: Aktionsgruppe Eskapismus e.V., Erfurt; 2 Tage; 7./8. Klassenstufe)
  • Tanz-Workshop „Tänze weltweit“ (Künstler: Anja Losse; 3 Tage; Grundschule)
  • Workshop „Tambur spielen“ (Abdulrahman Jmo; 2 Tage; 5./6. Klassenstufe)
  • Kostüm-Workshop für das Mini-Musical „Zwei kleine Wölfe“ (Künstler: Vicky Ritter; 1 Tag; Grundschule)
  • Workshop „Was spielt man in anderen Kulturen?“ (Gabriele Orymek; 3 Tage; 7./8. Klassenstufe)
  • Fortbildung für das Lehrerkollegium (versch. Referenten, u.a. Jörg Wagner/ mobile Museumspädagogik)

 

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: Alle Schüler/innen (ca. 265) und Lehrer/innen

Sparte: Tanz/ Kunst/ Medien/ Literatur/ Musik                       

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Anja Losse, Tanzpädagogin/ Choreographin (Altenburg); Susann Schade, Holzbildhauerin; Vicky Ritter, Design; Thomas Suchomel, Holzbildhauer; Abdulrahman Jmo, Musiker; Aktionsgruppe Eskapismus e.V., Literaten; Andreas Kowalczyk, Webdesigner; Gabriele Orymek, Spielpädagogin; Jörg Wagner, mobile Museumspädagogik                         

Kulturbeauftragte/r: Christine Haese

Kulturagentin: Katja Rust

 


GARTENspielZWERGE

Schule: Staatliche Parkgrundschule Weimar

Zeitraum: März bis Juni 2018

Im Schulgarten und im Werkraum der Grundschule in Ehringsdorf haben sich wöchentlich die SchülerInnen mit den Auszubildenden des berufsbildenden Zentrums aus Weimar getroffen, um gemeinsam Spiel-, Experimentier-, Lern-, Kreativ, Bewegungs- und Beschäftigungsangebote für die Hortkinder und Erzieher der Schule zu entwickeln, umzusetzen und didaktisch aufzubereiten. Die Angebote wurden hauptsächlich mit Naturmaterialein gestaltet, mit einfachen Anleitungskarten versehen und zukünftig in der „Bibliothek der Inspiration“ in den Regalen der Laube der Fantasie allen zugänglich sein.

Betreut wurde das Projekt von dem Künstler Ronny Korn, der gleichzeitig die Jugendlichen im Fach Kunst unterrichtet.

Projektbeteiligte: ca. 20 Grund- und 16 BerufsschülerInnen

Sparte: Kunst/Werken/Architektur

Projektpartner: Berufsbildenden Zentrum Weimar |Künstler und Lehrer Ronny Korn                              

Kulturbeauftragte: Erzieherin Doreen Linß

Kulturagentin: Sybill Hecht


Graffiti-Workshop & Tanz-Workshop (aus der Reihe „Mini-Workshop im Fachunterricht“)

Schule: Staatliches Gymnasium „Veit-Ludwig-von-Seckendorff“ Meuselwitz

Zeitraum: Juni 2018 (Graffiti: 2 Schultage/ Tanz : 6 Sportstunden)

In der Reihe „Mini-Workshop im Fachunterricht“ wurden diesmal zwei Workshops in Kunsterziehung und Sport umgesetzt. Im Unterrichtsfach Sport widmeten sich die Mädchen der 10. Klassenstufe der Kunst des Tanzens widmen. Angelehnt an das Unterrichtsthema "Tanz und Gymnastik" beschäftigten sich die Schülerinnen innerhalb ihrer Sportstunden mit dem Darstellen gymnastischer, tänzerischer und anderer rhythmischer Bewegungsformen. Angeleitet wurden sie von der Tänzerin Henriette Schaller. Im Unterrichtsfach Kunsterziehung wird in der 8. Klassenstufe das Thema „Graffiti“ behandelt. Eine willkommene Gelegenheit das Thema praktisch auszuprobieren. Mit der Farbküche Altenburg e.V. entwarfen die ca. 40 Schüler/innen Graffiti-Bilder auf Holzplatten. Ein Teil wird genutzt, um die auf dem Schulhof stehenden Zisternen zu verschönern, der andere Teil wird als eyecatcher für den jährlichen „Tag der offenen Tür“ genutzt.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: Ca. 40 für Graffiti-Workshop und ca. 20 für Tanz-Workshop

Sparte: Kunst/Tanz                         

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Farbküche Altenburg e.V. (Ralf Hecht & Susann Seifert) Henriette Schaller (Tanzschulle Schaller, Altenburg)                                

Kulturbeauftragte/r: Sylvia Bayer

Kulturagent/in: Katja Rust

 


Schulhofgestaltung (aus der Reihe „PARTizipieren“)

Schule: Staatliches Gymnasium „Veit-Ludwig-von-Seckendorff“ Meuselwitz

Zeitraum: Juni 2018

Im Schuljahr 2017/18 hatten mehr als 90 Schüler/innen mit der Leipziger Architektin Viktoria Scholz an einer neuen Konzeption ihres Schulhofes gearbeitet. So entstanden über 15 Modelle, die nun im Schuljahr 2018/19 für eine Umsetzung zur Auswahl standen.  Während im 1. Halbjahr des laufenden Schuljahres Hochbeete angelegt, der ehemalige Schulgarten sowie Teile des äußeren Schulgebäudes farblich gestaltet und bunte Sitzbänke gestaltet wurden, wurde im 2. Halbjahr das Modell „Freilichtbühne“ umgesetzt. Schüler/innen der 8. Klassenstufe zimmerten eigenständig die Holzkonstruktion der mobilen Bühne. Parallel dazu wurden Bühnenbilder auf Holz gefertigt, ein Vorhang aus Gazestoff künstlerisch gestaltet sowie an der weiteren farblichen Gestaltung des Schulgartens und der äußeren Schulfassade gearbeitet.

Nach zwei Schuljahren intensiven Arbeitens an der Umgestaltung des früheren tristen Schulhofes ist nun ein Ort geschaffen wurden, der nach den Wünschen der Schüler/innen gestaltet wurde, der einlädt, nicht nur eine kurze Zeit auf dem Schulhof zu verweilen.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: Ca. 40

Sparte: Kunst/ Architektur                        

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Viktoria Scholz, Architektin & Objektkünstlerin (Leipzig)                                

Kulturbeauftragte/r: Sylvia Bayer

Kulturagent/in: Katja Rust


FotoStory

Schule: Staatliches Gymnasium „Veit-Ludwig-von-Seckendorff“ Meuselwitz

Zeitraum: 06. und 07. Juni 2018

Im Format „Freiwillige Workshops für Schüler/innen“ wurde der Workshop „FotoStory“ mit Schüler/innen der 8. Klasse umgesetzt. Die Achtklässler wünschten sich, einen Workshop zum Thema „Mobbing“ durchzuführen. Daraufhin wurden Kevin Meinel, Medienpädagoge, und Matthias Ditscherlein, Fotograf und Filmer, eingeladen, das Thema theoretisch und praktisch mit den Schüler/innen zu erarbeiten.

Am ersten Tag wurden Aspekte des Mobbings geklärt und beispielhaft in einer Story formuliert. Zudem wurden die Tablets mit der Comic-Software kennengelernt. Am zweiten Tag konnte so jede Kleingruppe eine individuelle Foto-Story erstellen, in der die Schüler/innen selbst als Darsteller fungierten und die Aufnahmen machten. Die fertigen Fotos wurden anschließend mit einer bestimmten Software zu einem Comicstrip verarbeitet, welche als Kunstwerk und Dokumentation der Auseinandersetzung mit diesem wichtigen Thema in der Schule verbleiben.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: Ca. 20

Sparte: Kunst/ Medien                              

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Kevin Meinel, Medienpädagoge und Matthias Dittscherlein, Fotograf und Filmer                               

Kulturbeauftragte/r: Sylvia Bayer

Kulturagent/in: Katja Rust


FarbKlänge

Schule: Staatliche Grundschule Gefell

Zeitraum: 5. Juni 2018

Das Unterrichtsthema „Instrumentenkunde“ wurde mittels eines eintägigen Work-shops mit dem Programm „CLARA“ des MDR umgesetzt.

Der eintägige Workshop richtete sich an ca. 40 Schüler der 3. Klassenstufe. Der Leiter des MDR-Musikvermittlungsprogramm "CLARA", Ekkehard Vogler, und sein Team stellten mit den Kindern aus einfachen Alltagsmaterialen einsatzfähige Instrumente her (z.B. das „Gartenschlauch-Horn“). Zudem wurden die klassischen Instrumente eines Orchesters lebendig vorgestellt. Jedes Kind durfte dabei viele der mitgebrach-ten Instrumente selbst ausprobieren.

Die Schüler frischten somit nicht nur ihr Wissen über Instrumentenkunde auf. Auch durch das eigene Ausprobieren wurde so man-che Spielfreude an einem der Instrumente entdeckt. Bei den selbsthergestellten Mu-sikinstrumenten bekamen v.a. die Fachlehrer eine anschauliche Methode an die Hand, wie klassische Instrumente einfach, aber wirkungsvoll nachgebaut werden können.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: Ca. 40

Sparte: Musik/ Kunst

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Musikvermittlungsprogramm „CLARA“ des MDR; Ekkehard Vogler & Team

Kulturbeauftragte/r: Sabine Kunerl/ Andrea Uhl

Kulturagent/in: Katja Rust


Entstehung ist Veränderung

Schule: Staatliche Gemeinschaftsschule Kulturanum, Jena

Ein Abschlussgeschenk aus Stahl

Das Pilotprojekt der 2017 neu im Programm gestarteten Schule war ein künstlerisches Experiment mit einer großen Botschaft: Entstehung ist Veränderung. Dieses Motto wurde von Beginn an durch die Schülerinnen und Schüler des ersten Abschlussjahrgangs der TGS Kulturanum mit viel Engagement umgesetzt.

Das Ziel war eine gemeinsame Außenplastik für das Schulgelände. Dafür entwickelten die Jugendlichen der zehnten Klasse gemeinsam mit ihrer Kunstlehrerin Anshelika Muchina im Kunstunterricht eigene Ideen, visualiserten sie anhand von Modellen und realisierten ihre Abschlussarbeit in regelmäßigen Workshops unter der Anleitung des Jenaer Bildhauers Robert Krainhöfner über ein Schuljahr im Schmiede- und Schweißverfahren in seinem Atelier, ganz in der Nähe der Schule. Nach dem letzten Schmiedetag auf dem Schulhof waren alle Einzelteile für das gemeinsame Werk fertig. Sie wurden zu einem geometrischen Objekt verschraubt und dank der Unterstützung des städtischen Eigenbetries Kommunale Immobilien Jena (KIJ) in einem Fundament fest verankert.

Am 22.06.2018 übergaben die Jugendlichen zur feierlichen Zeugnisvergabe stolz ihr Werk an die Schule, verbunden mit der Aufforderung an die kommenden 10er: „Macht etwas daraus!“, denn „Entstehung ist Veränderung“. Sie soll zukünftigen nachfolgenden Abschlussjahrgängen als experimenteller Ausgangspunkt für weitere künstlerische Veränderungen und Prozesse dienen.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 10. Klasse

Sparte: Bildende Kunst    

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Robert Krainhöfner

Kulturbeauftragte: Anshelika Muchina

Kulturagentin: Sandra Werner

Foto: Sandra Werner


Räume erobern

Schule: Staatliche Regelschule Elxleben

Ein erstes hörbares Ergebnis der Projektwoche "Räume erobern" ist der Song "Freiheit". Entstanden ist der Titel durch die Arbeit der Schul-Band in Zusammenarbeit mit dem Music College Erfurt e.V. unter Leitung des Musikers Jöran Görn.

→ Song "Freiheit"

(Schul-Band Elxleben)

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Schul-Band in Zusammenarbeit mit dem Music College Erfurt e.V. unter Leitung des Musikers Jöran Görn

Kulturbeauftragte: Sabine Diedrich

Kulturagentin: Katrin Sengewald


„Einstein liebt BetonMöbel & SchulhofLeinwand“

Schule: TGS „Albert Einstein“ Sömmerda

Zeitraum: 28. Mai - 1. Juni 2018

Nach dem Start der Staatlichen Gemeinschaftsschule "A. Einstein" Sömmerda mit künstlerisch-kulturellen Projekttagen für alle Schulakteure im Dezember 2017 rundet eine Projektwoche der Klasse 9b das erste Jahr im Programm "Kulturagenten für kreative Schulen" mit einer zeitgenössisch-kreativen Schulhofaktion ab.

Hier beweisen die Akteure, dass "Einstein" auch die farbige Gestaltung der (grauen) BetonMöbel als Sitzelemente auf dem Schulhof am Herzen liegt. Gleichzeitig funktionieren sie ihren großen Schulhof zur temporären Leinwand um und probieren sich orientierend und experimentierend an der noch jungen Kunstrichtung RAINWORKS nach Peregrine Church(USA) als Streetartisten aus.

Aus der Gestaltung eines Betonmöbels mit Mosaik-Technik ergab sich kurzfristig eine Umorientierung aller Planungen durch ein NEIN seitens der Schulverwaltung. Als neue und bald auch bessere Idee etablierte sich der Gedanke, Wächterfiguren in Fliesenflächen neben den drei Eingangstüren vom Schulhof aus als Mosaik zu gestalten. Die Ergebnisse überzeugen!

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler:  9 interessierte Schüler

Sparten: Architektur/Raum, Mosaik-Technik, Elemente der Streetart

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Sibylle Mania, Michael Fischer

Kulturbeauftragte: Sabine Diedrich

Kulturagentin: Dorothee Bucher

Foto: Dorothee Bucher


Kulturpraktikum

Schule: Thüringer Gemeinschaftsschule Wenigenjena, Jena

Zeitraum: 14.-18.5.2018

Bei schönstem Wetter fand am Freitag, den 18.5.2018 im Lobedaer Jugendzentrum „Treffpunkt“ die Werkschau des diesjährigen Kulturpraktikums der 7. Klassen statt. Mit einer Ausstellung, mehreren Präsentationen, einer Filmvorführung und einer musikalisch-tänzerischen Darbietung unter freiem Himmel gaben die Jugendlichen ihren zahlreichen Gästen künstlerische Einblicke in die verschiedenen Workshops des Kulturpraktikums.
Eine Woche lang hatten sie in den Workshops Schmieden, Film, Urban Art, Musik und Bewegung sowie Keramik mit den Künstlern und Kulturpartnern aus Jena und Dresden gearbeitet. Am Ende waren alle Akteure stolz auf die beeindruckenden Ergebnisse.
Ihre Kurzfilme, kunstvoll geschmiedete Figuren, Keramikfliesen für das neue Schulgebäude, Flächen voller Straßen-Kunst und die Tanzaufführung wurden mit viel Applaus bedacht.
Das Projekt ergänzt das Angebot "Berufstart", dem berufsorientierenden Programm der Schule. Durch dieses Kulturpraktikum können die SchülerIinnen der 7. Klassen in die Bereiche Kunst reinschnuppern und interessante künstlerische Berufe kennenlernen.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 47 SchülerInnen der 7. Klassenstufe, 4 Lehrer, 2 Übersetzer

Sparten: Bildende Kunst, Streetart, Tanz, Musik

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: 

- Jugendclub „Treffpunkt“ Jena Lobeda
- Blickpunkt Mensch: Torsten Cott, Torsten Eckold, Martina Sauerbrey
- Robert Krainhöfner
- Bewegungsküche Jena e.V.: Amira Shemeis, Alex Bernhard
- Musik- und Kunstschule Jena: Susanne Worschech
- Atljae Dresden: Florian Bölike

Kulturbeauftragte: Martin Spantzel

Kulturagentin: Sandra Werner

Foto: Susanne Worschech

Weitere Informationen zur Schule


LAND ART – Kunst mit und in der Natur

Schule: Staatliche Parkgrundschule Weimar

Zeitraum: Projektwoche 22.-25. Mai 2018

Im Mittelpunkt des Projektes der Park-Grundschule in Weimar stand die Natur, die die Grundlage allen Lebens bildet. Die eingewählten Kinder erhielten die Möglichkeit sich in einem dreistufigen Sensibilisierungsablauf der Natur zu öffnen und zu erfahren wie vielfältig der Erlebnis- und Lernraum Natur ist. Durch Spiel- und Experimentierphasen, die gezielt bestimmte Sinne der Kinder aktivierten, wurde versucht ein erhöhtes Bewusstsein für die optischen, haptischen und akustischen Nuancen des Naturraumes zu fördern. Auf dieser Basis nutzten die Grundschüler*innen die differenten Formen, Farben, Materialen und Dimensionen der Landschaft eigenwillig und produktiv, um große Kunstwerke daraus zu formen. Das Verständnis zur Vergänglichkeit der geschaffenen Objekte wurde zu Beginn der Woche erläutert und von allen anerkannt. Die Beobachtung des Verfalls durch unbestimmte Einflüsse bildete einen ganz eigenen Erlebnisprozess. Im Rahmen des Schulfestes und dem Tag der offenen Gärten wurden die Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.

Projektbeteiligte: 21 Schülerinnen und Schüler der Klasse 1-4

Sparte: Kunst

Projektpartnerin: Diplom- Künstlerin Isabelle Weber

Lehrerin: Kulturbeauftragte Christina Winterfeld                          

Kulturagentin: Sybill Hecht

Foto: Isabell Weber


Fantasieren im Kirchgarten

Schule: Staatliche Parkgrundschule Weimar

Zeitraum: 22.-25. Mai 2018

Schüler*innen der Parkgrundschule Weimar sind oft als Forscher*innen in der Fauna unterwegs, aber diesmal wurde besonders die Flora im Garten der benachbarten Kirchgemeinde untersucht. Macht die Engelstrompete auch Musik? Wie sieht der brennende Busch aus? Wie weit hoch kommt man mit der Himmelsleiter? Hat eine Christrose auch Stacheln? Und wie kämmt man das Engelshaar? Um solchen Fragen auf die Spur zu gehen, luden sich die Kinder die erfahrende Künstlerin Rosemarie Weinlich in die Projektwoche ein. Mit viel Materialeinsatz entstanden große Skulpturen, die eine künstlerische Interpretation der biblischen Pflanzenwelt zulassen. 

Die entstandenen Ergebnisse wurden allen Schüler*innen, Eltern und einer breiten Öffentlichkeit im Kirchgarten zum Schulfest und zum Tag der offenen Gärten am 3.6.2018 präsentiert. Nun sind die Kunstwerke in unserem Schulraum temporär installiert. Nächstes Jahr ist eine weitere Ausstellung mit den Kulturpartnern geplant.

Projektbeteiligte: 16 Schülerinnen und Schüler der Klassen 1-4

Sparte: Kunst/Architektur/ Natur

Projektpartner: Objektkünstlerin Rosemarie Weinlich, Evangelische Gemeinde der Ehringsdorfer Kirche                        

Lehrerin: Kulturbeauftrage Lehrerin Ina Willecke

Kulturagentin: Sybill Hecht

Förderung: Kunstgeld/TMBJS


BAUHAUS – wir bauen mit!

Schule: Staatliche Regelschule „Prof. Gräfe“ Buttstädt

Zeitraum: 07. – 09. Mai 2018

Das große Bauhaus-Jubiläum 2019 stand im Fokus unserer Buttstädter Kultur-Aktivitäten, die Projekte/Vorhaben/Pläne 2018 und 2019 wurden diesem, für unsere Region so bedeutendem, Ereignis gewidmet.
Die Schüler lernten mit dem Bauhaus eine der wichtigsten, zukunftweisenden Ideen/ Visionen auf dem Gebiete der Kunst des 20. Jahrhunderts kennen. Sie erlebten und erarbeiteten in eigenen Projekten und Aktivitäten, was es bedeutet, neue Auffassungen von Kunst und modernem Leben in einer modernen Gesellschaft zu kreieren, der Zeit einen eigenen Stempel in Form modernen Designs und neuer Lebensauffassungen - nämlich einer Kunst und Kultur für alle - aufzudrücken.

Dass das Bauhaus eine Schule war, an der man von der Pike auf lernen konnte, künstlerisch-kreativ zu arbeiten, steht im Fokus sämtlicher Projekte.
Am Ende aller unserer Aktivitäten und Arbeiten soll 2019 ein großes Fest stehen, gemäß dem Bauhaus-Motto: gemeinsam arbeiten - gemeinsam feiern.
Wir wollen mit den Schülern erleben, dass die Visionen des hundertjährigen Jubilars in unserer Zeit angekommen sind.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler:  ca. 100 Schulakteure

Sparten: Werkstätten zu Holz, Papier, Tanz, Textil, Text, Farbe und Sport

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Annekatrin Räthe-Schönert, Vera Teunen, Philine Görnandt,  Daniel Medeiros, Monika und Helmut Besser, Josefine Cyranka, Julia vom Zirkus Tasifan e.V.

Kulturbeauftragte: Barbara Lange

Kulturagentin: Dorothee Bucher

Foto: Dorothee Bucher


Vom Träumen mit Giraffen an Bäumen...

Schule:  Traumzauberbaumschule Weißensee

Zeitraum: 02. – 09. Mai 2018

Im Modul 2 stand die Gestaltung und Fortsetzung der Graffiti-Wand auf dem unteren Schulhof als Abschluss der vierjährigen Schulzeit durch alle Schülerinnen der 4. Klasse in Begleitung der KünstlerInnen Nora Kühnhausen, Sven Messerschmidt und Daniel Medeiros wieder im Mittelpunkt.
Anknüpfend an das Projekt der letzten 4. Klasse belebten die SchülerInnen unter Anleitung der drei Künstler wie im letzten Jahr auch die neue Tradition der "Schulhof-Wandgestaltung" weiter und setzten das Wandbild fort. Dafür entwarfen sie wieder mit Nora Kühnhausen grafische Elemente, die anschließend von allen SchülerInnen im Workshop mit Sven Messerschmidt farbig auf der großen Schulhofmauer umgesetzt wurden.
Parallel dazu choreografierte eine dritte Schülergruppe mit dem Tänzer Daniel Medeiros wieder einen Tanz entsprechend der partizipativ entwickelten Bildmotive. Dieser fand seinen Höhe-punkt mit einer offiziellen Präsentation zur Einweihung der Wand vor Publikum.

Auch die Fortsetzung des Bücherbaumes vom letzten Schuljahr durch die 3. Klassen mit der Künstlerin Sibylle Mania innerhalb des Kunst- und Werkunterrichts stand noch im Schulplan.
Alle SchülerInnen brachten dafür ein Lieblingsbuch bzw. eine Lieblingsgeschichte mit und ge-staltetn unter Anleitung der Künstlerin jeweils ein Farbbild zum Inhalt oder gleich das Titel-bild selbst. Dieses malten sie auf eine Holztafel, die zuvor im Werkunterricht die Form eines Baum-Blattes durch die Bearbeitung eines jeden Schülers, erhielt. Die so gestalteten Holztafel-bilder schraubten die SchülerInnen in einem letzten Arbeitsschritt an der Baumkrone des Bü-cherbaumboardes mit Hilfe des freundlichen Unterstützers Herr Dikof und der Künstlerin an.

Die 1. Klasse setzt in der letzten Schulwoche vor den Sommerferien das Projekt "Hüpf auf mein Bild" mit der Künstlerin Sibylle Mania um, welches über "Kunst.Klasse" beantragt und bewilligt wurde.

Sparten: Werkstätten zu Holz, Papier, Tanz, Textil, Text, Farbe und Sport

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Nora Kühnhausen, Sven Messerschmidt, Daniel Medeiros, Sibylle Mania, Herr Dikof von der Landschaftspflege Weißensee

Kulturbeauftragte: Melanie Stöpel/Daniela Haufe  

Kulturagentin: Dorothee Bucher

Foto: Dorothee Bucher


Zirkus inklusive!

Schule: UniverSaale Jena, Freie Gesamtschule

Zeitraum: 14.8.2017 – 30.6.2018

Es war eine fantastische Show am 27.4.2018 im MoMoLo Zirkuszelt an der Saale im Jenaer Paradies. Mit Artistik, Jonglage, Einradnummern, Clownerie, Trampolineinlagen und viel Spaß & Freude boten die Clowns im Stück “Die Suche nach dem gestohlenen Glück” den Hexen Paroli, die durch die gestohlenen Fähigkeiten der Kinder die Macht über die Menschen erlangen wollen. Knapp 60 Schüler_innen, im Alter von 7-15 Jahren, haben an diesem Stück zusammen gearbeitet. Die Zirkus-AGs der Freien Gesamtschule UniverSaale Jena und der Freien Ganztagsgrundschule SteinMalEins, die Schüler_innen der UniverSaale-Werkstatt “Tuch und Trampolin” sowie des Wahlpflichtfachs “Darstellen und Gestalten” haben im Verlauf des Schuljahres gemeinsam mit dem Zirkus MoMoLo verschiedene Disziplinen erprobt und ihr Können bei gemeinsamen Proben für den finalen Auftritt vereint.

Doch nicht nur die akrobatischen Darbietungen haben begeistert. Die Schulband der UniverSaale hat die Show mit Ohrwürmern aufgelockert und das Publikum in Feierlaune versetzt. Die jungen Schauspieler_innen haben die Geschichte des Stücks verständlich gemacht und mit selbstentwickelten Hexenszenen schaurige und witzige Episoden eingebracht. Schüler_innen der AG „Zeichnen“ haben im Akkord die Hexen der vier Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde geschminkt. Die Zusammenarbeit der Schüler_innen war herausragend. Egal ob mit oder ohne Förderbedarf oder speziellen Begabungen - jeder und jede war mutig und hat in der Manege das Beste gegeben. Angesicht der wenigen gemeinsamen Proben war der reibungslose Ablauf eine große Leistung - Spontanität und Improvisationsfreude inklusive.

Nach der erfolgreichen Generalprobe am Vormittag für  200 begeisterte Grundschüler_innen und der großen Zirkusshow am Nachmittag gab es viel Applaus und tolle Rückmeldungen vom Publikum. Mit einem Büffet nach dem Auftritt konnten alle Gäste und Darsteller_innen entspannt in der Abendsonne das Ereignis ausklingen lassen.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 5 Lehrer, 1 Sozialpädagoge, 60 SuS

Sparten: Zirkus

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: MoMoLo e.V.

Kulturbeauftragte: Franziska Renk

Kulturagentin: Sandra Werner

Foto: Sandra Werner


Kunst aus Feuer, Eisen und Blech

Schule: UniverSaale Jena, Freie Gesamtschule

Zeitraum: 23.4 bis 27.4.2018

Metallisches Hämmern hallt durch die Flure der UniverSaale, der Geruch von Holzkohle weht über den Schulhof, Schüler in Lederschürzen und ein loderndes Feuer – im Paradies fand vom 23. bis 27.4. unübersehbar die vierte Klangfarben-Projektwoche in diesem Schuljahres statt. Diesmal unterstützte der Jenaer Bildhauer und Verformer Robert Krainhöfner, der sich mit seinen geometrischen Skulpturen einen geachteten Namen gemacht hat, die Stammgruppe III bei der Aufgabe, eine „Ahnengalerie“ aller bisherigen Schulabgänger_innen aus Blech und Eisen zu gestalten. Dafür stanzten sie nach typographischen Vorarbeiten die Namen der Ehemaligen auf Blechschilder und schmiedeten unter fachkundiger Anleitung Buchstaben, Zahlen und florale Elemente. Wobei das Einprägen der Buchstaben mit dem Hammer in die Blechschilder die körperlich herausfordernde Arbeit war, die viel Kraft erforderte. An Feuer und Amboss war weniger Muskelkraft ausschlaggebend, denn das heiße Eisen war bei einer Idealtemperatur von ca. 850 Grad weich wie Teig, sondern vielmehr Geschick und Geduld, bis sich die Metallstangen in vielen Durchgängen zu den gewünschten Elementen verformt hatten. Am Ende der Projektwoche wurden die Schilder und Eisenelemente an die Betonmauer auf dem Schulhof angebracht. Die Galerie soll in den nächsten Jahren weiter wachsen und an alle Schulabgänger der UniverSaale erinnern.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 2 Lehrer, 2 Sozialpädagogen, 19 SuS der Stammgruppe III (5./6. Klasse)

Sparten: Bildende Kunst

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Robert Krainhöfner

Kulturbeauftragte: Franziska Renk

Kulturagentin: Sandra Werner

Foto: Sandra Werner


HappyColours / Workshop "FarbGrenzen"

Schule: Staatliche Grundschule Gefell

Zeitraum: 18. bis 27. April 2018

Ab April 2018 strahlt die Staatliche Grundschule Gefell nun noch farbenfroher über das Schulgelände hinaus – der bisher sterile Zaun wird im Projekt „FarbGrenzen“ von Schülern und Schülerinnen aller Klassen neu gestaltet. Jedes Kind bekommt eine Zaunlatte aus Holz und kann mit  Schnitzwerkzeug und Pinsel seiner Phantasie freien Lauf lassen. Der Umgang mit Material und Technik wird von der Holzbildhauerin Anja Werner professionell angeleitet.

Am Ende entsteht ein Gesamtkunstwerk der Schülerschaft, das als Dauerausstellung entlang der Schulgrenzen und entlang der Ortsdurchfahrt sichtbar ist.

Der Workshop beginnt am Montag, den 18. April und endet am 27. April 2018 mit  einer Präsentation der bisherigen Arbeitsergebnisse.

Der Termin für die öffentliche Feier wird noch bekannt gegeben.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: gesamte Schule mit Schüler/innen der Klassen 1-4.

Sparten: Bildende Kunst/ Bildhauerei (Holz)/ Schnitzkunst/ Malerei

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Anja Werner

Kulturbeauftragte: Sabine Kunerl/ Katrin Beyer

Kulturagentin: Miriam Braunstein/ Katja Rust

Foto: Staatliche Grundschule Gefell


LICHT.macht.FARBE.macht.BEWEGUNG.

Schule: Staatliche Regelschule „Am Lindenkreis“ Buttelstedt

Zeitraum: 16. bis 19.04.2018

In diesem Jahr werden die Projekttage der Regelschule "Am Lindenkreis" in Buttelstedt unter dem Motto "LICHT.macht.FARBE." mit dem Zusatz "macht.BEWEGUNG." durch die Öff-nung zu neuen künstlerischen Genres erweitert. Zahlreiche KünstlerInnen sind dazu eingela-den, die Schüler in ihren Workshops mit ihrer Expertise tatkräftig zu begleiten.
So bieten Studenten der Bauhaus-Uni Weimar ihr KnowHow bei der Umsetzung zahlreicher Farbkonzepte innerhalb und außerhalb des Schulgebäudes an. Die Theater-AG holt sich Unter-stützung vom ehemaligen Partnertheater "stellwerk e.V." bei der Erarbeitung der Ballade "Der Erlkönig" mit zeitgenössischen Mitteln und eine Modedesignerin entwickelt mit interessierten SchülerInnen Upcycling-Kostüme für eine fulminante Modenschau auf der Hof-Theater-Bühne. Weiterhin werden großflächige Farb-Raumfahnen gefilzt und ein professioneller Hip-Hop-Tänzer aus Erfurt gibt Unterricht zu ersten Schritten und Choreografie-Ansätzen aus seinem Metier.
In weiteren Projekten, die durch die Schule selbst organisiert und finanziert werden, wird die Hof-Theater-Bühne durch Requisiten und Sitzmöbel erweitert, durch MöbelUpcycling erhält der Schülertreff eine optische Aufwertung und, und, und...eben überall Farbe, Licht und viel Bewegung im und um das Schulhaus.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 160

Sparten: Theater, Architektur/Raum, Bildende Kunst, Mode & Performance, Fotografie/Dokumentation                                 

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Steffi Goldschmidt, Kerstin Schwemmer, Mona Deiters, Maria Kubitscheck, Christopher Schmid, Christian Schröter, Andjelo Stankovic, Marc Oliver Lau                       

Kulturbeauftragte: Cornelia Regber

Kulturagentin: Dorothee Bucher       

Foto: Dorothee Bucher


Wie wohnt die Fantasie?

Schule: Staatliche Parkgrundschule Weimar

Zeitraum: Vorbereitungsphase Projektwoche 9.-13. April 2018

Mit dieser Frage startete die Park-Grundschule Weimar gemeinsam mit mehreren Experten ein großes Schulprojekt zum Jahresanfang. Nachdem die Drittklässler Entwürfe zeichneten und Modelle einer „Laube der Fantasie“ bauten, begannen sie jetzt in ihrem Naturgarten den Bauplatz zu ertüchtigen. Dazu steckten sie gemeinsam mit dem Architekten die Grundfläche ab und hoben die Grube aus, bevor sie die zu verbauenden Eichenstämme bearbeiten. Eine andere Gruppe entwickelte mit einer Künstlerin Mosaike, die den Boden des Gebäudes bilden werden. Die Lehrerinnen unterstützen mit eigenen Workshops die Aktionen im Garten. So erleben die Kinder das Werden eines eigenen Hauses in all seinen Schritten und können den Entstehungsprozesses mitgestalten. Zum Tag der offenen Gärten wird der Rohbau einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 51 Schülerinnen und Schüler der Klasse 3

Sparten: Kunst/Architektur

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Viktoria Scholz und Architekt Michael Brehme

Beteiligte Lehrer/in: Sibylle Huber und Maxi König

Kulturagentin: Sybill Hecht

Foto: Sybill Hecht


Lehrerkulturtag

Schule: Staatliche Parkgrundschule Weimar

Zeitraum: 9. April 2018

Alle Pädagoginnen der Schule waren zu einem gemeinsamen Workshop mit dem Weimarer Percussionist Kay Kalytta in sein Klangradar-Atelier eingeladen. An diesem Nachmittag begaben sich alle unter seiner Anleitung auf eine Reise zu den Ursprüngen der Musik und alten Kulturen. Auf unterhaltsame Weise wurden fremde und spezielle Instrumente vorgestellt.
Mit einfachen Materialien konnte jede Teilnehmerin einen eigenen Takt ausprobieren und in einen rhythmischen Dialog mit der Gruppe treten. Es entstand ein spontanes Musikstück mit einer akustischen Aura, für jede Lehrerin entspannend und erfahrbar.
Ganz nach dem Motto: GUNgodoTAkitaDuna ! Der Lehrerkulturtag als kreative Fortbildungszeit ist ein festes Format im Kulturfahrplan der Schule. Der Musiker wird die Schule in einem kommenden Projekt unterstützen und eine
musikalische Sinnesreise mit den Kindern unternehmen.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: alle Lehrerinnen und Lehrer der Schule

Sparten: Musik

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Percussionist Kay Kalytta

Kulturbeauftragte: Christina Winterfeldt und Ina Willecke

Kulturagentin: Sybill Hecht

Foto: Sybill Hecht

Januar bis März 2018


Kunst auf der Schokolade

Schule: Staatliche JenaPlanSchule Jena

Zeitraum: 12.-16. März 2018

Mit diesem Projekt möchte die JenaPlanschule dem Wunsch nach Identität und Öffentlichkeitswirksamkeit der Schulakteure gerecht werden, indem sie in der Zusammenarbeit mit einer Designerin und einer kleineren altersgemischten Schülergruppe an der Gestaltung von künstlerischen Motiven für Printprodukte unter Berücksichtigung historischer und globaler Zusammenhänge zum Thema Kakao in Bezug zum Titel „Fairtrade School“ arbeitete.Unter dem Aspekt „Schokolade in der Kunst“ bzw. „EAT Art“ entwickelten die TeilnehmerInnen
in der künstlerischen Praxis durch Malen sowie Drucken, Stempeln, Experimentieren mit Schokolade und verschiedenen Materialen und Ergänzen durch Schrift im Grafikdesign ein eigenes Motiv. Es entstanden Umverpackungsmaterial für eine Schulschokolade, Aufkleber und Karten für verschiedene Anlässe. In einer Präsentation wurden die Ergebnisse einer großen Öffentlichkeit in einer Bushaltestelle gezeigt.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 9 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 4-11

Sparte: Kunst

Projektpartner: Diplomdesignerin Maria Gottweiss

Lerherin: Andrea Schreiber

Kulturagent/in: Sybill Hecht

Foto: Sybill Hecht


RESPONSE 2017/18 – Wenn Sprache zur Musik wird

Schule: TGS am Roten Berg Erfurt, der TGS Herbsleben sowie des Gymnasiums „Oskar Gründler“ Gebesee

Wiederholt nahm die Thüringer Gemeinschaftsschule am Roten Berg Erfurt am Musikprojekt RESPONSE, gefördert von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, teil. In diesem Schuljahr setzte sich der Kurs der Klassenstufe 7 im Fach Darstellen und Gestalten intensiv mit dem Thema „Wenn Sprache zur Musik wird“ auseinander. Hierbei ging es um die Wechselwirkung von Musik und Sprache. Kreativ und nach vielen geeigneten Instrumenten und geräuscherzeugenden Gegenständen suchend, setzten sich die Jugendlichen unter Anleitung des Komponisten Johannes Hildebrandt und der Akkordeonistin Josi Schneider experimentell und erfindungsreich, dennoch spielerisch mit der Umsetzung eines Mühlen-Gedichts auseinander. Das Ergebnis konnte sich hören und sehen lassen, als die Gruppe am 16.03.2018 in der Alten Oper Frankfurt am Main mit anderen Projektgruppen aus den beiden Bundesländern Hessen und Thüringen auftraten.

Ebenso zeigten Fünftklässler der Thüringer Gemeinschaftsschule Herbsleben ihre musischen Resultate. Auch sie kooperierten mit den beiden Musikkünstlern und kreierten passend zur Region ein akustisches Spargelrezept mit traditionellen Instrumenten wie Gitarren, Schlaginstrumenten und Flöten. Dazu ergänzten sie stimmliche Laute, Sprechfragmente, Geräusche ausgelöst durch Rasseln und knisterndes Papier. Ein Mixer kam auch zum Einsatz.
Giordano Bruno do Nascimento betreute eine weiteres Projektteam des Oskar-Gründler-Gymnasiums Gebesee. Die Siebtklässler erprobten in der insgesamt viermonatigen Zusammenarbeit verschiedene Klangwerke zu den Weltsprachen.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: Klassenstufe 5 und 7 der TGS am Roten Berg Erfurt, der TGS Herbsleben sowie des Gymnasiums „Oskar Gründler“ Gebesee

Sparte: Zeitgenössische Musik und Komposition

Projektpartner: Johannes Hildebrandt (Komponist), Josi Schneider (Akkordeonistin), Giordano Bruno do Nascimento (Komponist)

Projektförderung: Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen sowie die Sparkasse Mittelthüringen

Kulturagent/in: Uta Schunk

Foto: Uta Schunk


Reise zu den Schmetterlingen

Schule: Staatliche Parkgrundschule Weimar

Zeitraum: Januar bis Februar 2018

Wie alt, wie groß werden Schmetterlinge? Wie kommen durch den Winter? Was fressen sie am Liebsten? Wo gibt es die Meisten? Wie machen sie die Farbe in die Flügel? Und welcher ist der Schönste? Fragen über Fragen, denen sich eine vierte Klasse der Parkgrundschule über zwei Monate widmete. Den regulären Kunstunterricht nutzten sie, um ihren Fragen nachzugehen. Wie richtige Forscher notieren sie ihre Beobachtungen, analysierten Bilder und hielten ihre Erkenntnisse in Tagebüchern fest. Über eine der größten Wissenschaftle-rinnen des Mittelalters, Maria Sibylla Merian, näherten sie sich dem ästhetischen Forschen und nutzten das Zeichnen als künstlerische Methode.
Die Kulturagentin führte das Projekt durch und vermittelte gleichzeitig einer Pädagogin die forschende Methode an der Schnittstelle zwischen Kunst, Wissenschaft und Alltags-welt der Schülerinnen und Schüler.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 26 Schülerinnen und Schüler der Klasse 4b

Sparte: Kunst

Lerherin: Christina Winterfeldt

Kulturagent/in: Sybill Hecht

Foto: Sybill Hecht


Klassikprojekt

Schule: UniverSaale Jena, Freie Gesamtschule

Zeitraum: 5.3.-9.3.2018

Eine Woche lang beschäftigten sich die 20 Jugendlichen der Stammgruppe 12 (11. Jahrgang) der UniverSaale unter Leitung von Maren Hädrich mit der Epoche der Klassik an berühmten Wirk- und Lebensstätten ihrer prominentesten Vertreter Goethe und Schiller. Die ersten drei Tage verbrachten die Schüler_innen in Weimar, besuchten Geothes Wohnhaus, Anna Amalias Palais und schnupperten “klassische Luft“ im Park an der Ilm. Dabei sind die Schüler_innen in die Lebenswelt der beiden Dichter eingetaucht, haben spannende Details erfahren und kritische Fragen gestellt. Mit diesen Fragen im Kopf haben sie die Kreativphase im Schillergartenhaus in Jena begonnen.

Hier wählten die Schüler_innen Schillers Ballade „Die Kraniche des Ibykus“ und stellten gemeinsam mit der Theaterpädagogin Claudia Kirchhof vom Theaterhaus Jena eine Inszenierung auf die Beine, die sie mit eigenen abstrakten Ideen und Begründungszusammenhängen spickten. Sie bastelten sich ihre Kostüme selbst und begaben sich gedanklich auf Basis ihrer Fragen aus den Weimartagen in die Ballade. Für Gänsehautstimmung sorgte auch, dass sie die Ballade genau in dem Raum aufführten, in dem sie Schiller geschrieben hat.

Gemeinsam mit dem Jenaer Autor Jens-Fietje Dwars erarbeiteten die Schüler_innen eine fiktive Gerichtsverhandlung über eine Kindmörderin, einschließlich eines Verhörs mit der Stellungsnahme Goethes im Spiegel seiner Gretchenfigur im „Faust“. Zeitgenössische Dokumente, literarische Werke Goethes sowie die wertvolle Anleitung und Inspiration des Autors erlaubten den Schülern eine kritische Auseinandersetzung mit der noch heute immer wieder diskutierten Thematik. Welche Position vertrat Goethe wirklich? Die Schüler vertieften ihre Fragen, die sie aus Weimar mitbrachten und riskierten einen genaueren Blick auf den großen Dichter.

Die Schüler_innen waren begeistert von der Projektwoche. Die Zusammenarbeit mit den beiden Künstlern empfanden sie als sehr inspirierend. Sie haben die Klassik auf sehr vielfältige Weise erleben können und die Scheu vor der Lektüre Goethes und Schillers Werke, die nun im Unterricht ansteht, verloren.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 1 Lehrerin, 20 SuS der Stammgruppe 12 (11. Klasse)

Sparte: Literatur, Theater              

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Claudia Kirchhof (Theaterhaus Jena) und Jens-Fietje Dwars       

Kulturbeauftragte/r: Franziska Renk

Kulturagent/in: Sandra Werner

Foto: Maren Hädrich


LEUCHTende MUSTERbildung

Schule: Kooperative Gesamtschule „Am Schwemmbach“ Erfurt

Über 800 Schüler waren vom 19.02. bis 23.02. 2018 in eine Projektwoche der gesamten Schule zum Thema „LEUCHTende MUSTERbildung“ in schöpferisches Gestalten auslösende Prozesse integriert. Damit hat das Konzept zwei grundlegende Ambitionen aufgegriffen. Zum einen regte das Vorhaben den kreativen, auseinandersetzenden und ebenso kritischen Umgang mit Lichtquellen an. Verbindend entstanden eindrucksvolle, materialwirksame Leuchtmechanismen. Zum anderen ging es in der schulischen Aktion auch um erprobende, innovative methodische Abläufe, die gerade mit und durch Künstlerisch-Kulturelles Unterstützung erfahren haben.

Die Kulturpartner (Projektionskünstler, Designer, Choreografen, Bildende Künstler,…) setzten künstlerisch-ästhetische Zeichen, um zum gestalterischen und entwickelnden kreativen Tätigsein auch über ein kunstpädagogisches Vermögen hinaus zur Kunst zu ermutigen und sich auf vielseitig Ästhetisches einzulassen. Die Schule wurde zum Leuchten gebracht und erbrachte am „Abend der offenen Tür“ am 23.02.2018 einer interessierten Öffentlichkeit den Nachweis der Effizienz Kultureller Bildung.

Liquid Light Overhead Projekt "Wolfsgold", Johannes Glöde

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: Klassenstufe 5 bis 12 der KGS „Am Schwemmbach“

Sparte: Bildnerisches Gestalten, Objekt- und Holzgestaltung, Lichtdesign und Schattenspiel, Projektionskunst, Modedesign, Installation, Experimente und Ästhetisches Forschen, Fotografie, Film, Breakdance und Rap, Stepptanz,…

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Florian Schmigalle (Holzdesigner), Johannes Glöde (Lichtdesigner), Christoph Rittweger (Projektionsdesigner), Franziska Most (Modedesignerin), Rosmarie Weinlich (Konzeptkünstlerin/Freie Künstlerin), More Than Subculture (Künstlerteam Rap, Breakdance, Szene-Kunst), Bernhard Prodoehl (Tanzpädagoge), Sepp Müller (Produktdesigner), Joseph Schulz (Schüler und Workshopleiter Fotografie), Uta Schunk (Kunstpädagogin und Kulturagentin), das gesamte Lehrerteam

Kulturagentin: Uta Schunk

Foto: Joseph Schulze


Hip-Hop Tanzen

Schule: Ulf-Merbold-Gymnasium Greiz

Zeitraum: 8.12.2017-31.05.2018

In einem Wochenprojekt erarbeitet der Tanzlehrer Sebastian Richter mit Jugendlichen der Klassenstufe 7 eine eigene Choreografie. Die Schüler*innen lernen Grundschritte und studieren gemeinsam erste Elemente ein. Dabei erfahren die jungen Tänzer mehr über ihren Trainer und seine Arbeitsweise und versuchen eigene Schritte und Kombinationen zu entwickeln. Im Laufe der Woche werden die verschiedenen Elemente ergänzt und intensiv in den Gruppen geübt.

Am Mittwoch und Donnerstag können die Jugendlichen ihre erlernten Fähigkeiten weiter vervollkommnen. Dazu fahren sie nach Gera in die Tanzschule, um die Arbeit im Spiegelsaal professionell fortzusetzen. Neben dem Training mit dem Tanzlehrer Sebastian Richter werden die Jugendlichen von ihren Musiklehrerinnen Sandra Pönitz und Kerstin Figura unterstützt, die ebenfalls im Projekt intensiv mittanzen.

Die entstandene Choreografie wird am Freitag in der Schule präsentiert und kann zu weiteren kulturellen Veranstaltungen im Schuljahr aufgeführt werden.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 25

Sparte: Musik Tanz

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Sebastian Richter

Kulturbeauftragte: Sandra Pönitz

Kulturagentin: Jana Laser

Foto: Jana Laser

 


Überlagerungen

Schule: Ulf-Merbold-Gymnasium Greiz

Zeitraum: 25.10.2017 - 9.05.2018

Als Startprojekt im Kulturagentenprogramm begann die kreative Arbeit im Rahmen der AG Kunst unter Leitung von Heike Seifert. Zu sechs Terminen kam der Geraer Künstler Erik Buchholz an das Ulf-Merbold-Gymnasium nach Greiz. Unter dem großen Thema: „Überlagerungen“ begannen die Jugendlichen sich kreativ mit der Arbeitsweise des Künstlers auseinander zu setzen und eigene Ideen zu verwirklichen.

Anregung fanden die Schüler*innen unter anderem in der Mappe „Bildberührung“ die durch das Ministerium herausgegeben wurde. Einfühlsam gab der Künstler Tipps, regte an und brachte alle Teilnehmer zum Nachdenken und intensiven Arbeiten. Entwürfe wurden mit Farbschichten versehen und einzelne Elemente hervorgehoben. Manches wurde nach vielfältigen Überlagerungen mit Schleifpapier wieder hervorgeholt. Geschichte und Geschichten waren für die Bildfindung essentiell. 

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 14

Sparte: Bildende Kunst  

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Erik Buchholz  

Kulturbeauftragte: Heike Seifert

Kulturagentin: Jana Laser

Foto: Jana Laser

 


Cradle to Cradle

Schule: Ulf-Merbold-Gymnasium Greiz

Zeitraum: 18.12.2017 bis 30.04.2018

20 Schüler*innen der siebenten Klassen des Ulf-Merbold-Gymnasiums arbeiten in der Projektwoche vom 15.01.2018- 19.01.2018 mit einer Designerin zusammen. Sandra Ritter (Hamburg, Label „Humantiy“) wird an den fünf Tagen innerhalb der Projektwoche am Thema „Cradle to Cradle“ arbeiten. Das bedeutet: arbeiten nach einem Designkonzept, welches die Natur zum Vorbild hat. Die Natur kennt keinen Abfall.  So sollte auch jedes Produkt wiederverwertbar sein. Jedes von den Jugendlichen entworfene Kleidungsstück wird diesen Anforderungen entsprechen. Dies muss natürlich schon beim Entwurf beachtet werden.

Zu Beginn des Projektes setzen sich die Jugendlichen mit der Geschichte der Mode und auch der aktuellen Situation in der Textilproduktion auseinander. Durch die Reflexion über die aktuellen Entwicklungen in der Textilindustrie, erfahren sie, wie sinnvoll ein bewusster Umgang mit Stoffen sein kann.

Daraufhin erstellen die Schüler*innen Entwürfe für eigene Mode. Mit Hilfe der Designerin entwickeln sie Schnittmuster, die so gestaltet sein sollen, dass beim Zuschnitt keine Stoffreste übrigbleiben. Sie schneiden zu und lernen das Nähen ihrer eigenen Modelle.

Parallel dazu arbeitet eine weitere Gruppe. Dort werden die Jugendlichen von der Kunstlehrerin Heike Seifert in verschiedene Färbetechniken eingeweiht. Dabei werden natürliche Färbematerialien wie Zwiebelschale, Walnussblätter aber auch Rot- und Blauholz genutzt. Zum Einsatz kommen besonders Batik- und Shiboritechniken, d.h. die biologischen Baumwollstoffe werden geschnürt und gebunden, um besondere Muster zu erzielen. Die mit natürlichen Farben gestalteten Stoffe werden dann in der Designgruppe verarbeitet.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 20

Sparte: Kunst/ Design/Handwerk/Mode   

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Sandra Ritter

Kulturbeauftragte: Heike Seifert

Kulturagentin: Jana Laser

Foto: Jana Laser


Vom Träumen mit Giraffen an Bäumen...

Schule: Traumzauberbaumschule Weißensee

Zeitraum: 01.12. 2017 – 30.06.2018

Ein neues Selbstverständnis im kulturvollen Miteinander durch Gewaltfreie Kommunikation symbolisiert die Giraffe als das Tier mit dem größten Herzen von allen Landlebewesen.
"Nicht brüllen, besonnen sein und ein "großes" Herz zeigen" sind die Maßstäbe, die für diese Schule gelten.
Ein zentraler Kommunikationspunkt für alle Schulakteure präsentiert sich ab 2018 im Foyer mit einer ca. 5m hohen Giraffe. Diese bauen alle SchülerInnen der 2. Klassen unter Anleitung des Erfurter Künstlerpaares Jeannine Cleemen und Moritz Weisskopf.
Die Giraffenbeine demonstrieren im wahrsten Sinne des Wortes einen gemeinsamen "Fort-Schritt". Gleichzeitig können magnetische Bauteile an den 2m hohen Beinen wie eine Magnettafel als Meeting-Point dienen und über elektronische Zugänge könnte sich zukünftig jeder per Stick andocken und neuste Infos abrufen.
Ein leuchtendes Herz steht als Lichtquelle und starkes Symbol für den Antrieb, den Motor des Ganzen. Insgesamt dient die Giraffe als neuer Verbindungspunkt für die gesamte Schulgemeinschaft, die die "Fäden in der Hand" hat und wo sich Netzwerke bündeln, ankommen und abgehen, das gesamte Schulleben sozusagen "um-garnen".

Kulturbeauftragte: Melanie Stöpel/Daniela Haufe  

Kulturagentin: Dorothee Bucher       

Modell Giraffe: Weißkopf,Cleemen

→ Radiobeitrag MDR Thüringen

→ Radiobeitrag MDR

→ Video: Kinder erfüllen sich Giraffentraum

 


Poetry Slam – „Raus mit der Sprache“

Schule: RS Johann Wolfgang von Goethe, Schleiz

Heinrich der dritte will König von Schweden werden, ein schöner glücklicher Polizist bekommt unerwarteten Besuch, ein lustloser Bordellbetreiber ist ebenso anwesend wie Sabine Biene eine ziemlich schwachsinnige Hausmeisterin im Raumschiff.

Wo wir sind? Nein, nicht im Weltall - in Schleiz, an einer ganz normalen Thüringer Regelschule. Im Unterricht der achten Klassen. Doch es ist nicht ein ganz normaler Schultag, die Jugendlichen der Schleizer Goetheschule befinden sich in dem Workshop mit den Poetry Slammern Andreas in der Au und Andreas Budzier aus Erfurt. Neben kreativen Texten locken die beiden Künstler den Jugendlichen ihre Sprache heraus. Dazu gibt es vielfältige Übungen, die das Sprechen schulen und die Füller der Schüler fast zum Glühen bringen. Drei Tage sind die Wortartisten in Schleiz an der Schule, um zu trainieren. Am Ende werden die Jugendlichen, die sich trauen ihre Texte zum Wettbewerb „Goethe sucht den Superstar“ vortragen. Natürlich werden sie dabei fachkundig von den Slammern unterstützt.

Auf den besonderen Wettbewerb bereiten sich auch die Mitglieder der Percussion- AG vor. Am 23.03.2018 werden sie in der Schulturnhalle ihr Können unter Beweis stellen. Die Leiterin der Percussion- AG Julia Haubrich wird von dem Geraer Musiker Danny Schmidt unterstützt. Er trainiert mit den Percussionisten moderne lateinamerikanische Rhythmen und neue Elemente.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 79 Schülerinnen und Schüler

Sparte: Musik, Sprache, Theater

Projektpartner/Beteiligte Künstler_innen:  Andreas in der Au, Andreas Budzier und Danny Schmidt

Kulturbeauftragte/r: Antje Weinrich    

Kulturagentinnen:  Jana Laser

Foto: Jana Laser


Ein Licht-Korallenriff für das Schulhaus

Schule: UniverSaale Jena, Freie Gesamtschule

In der dritten „Klangfarben“-Projektwoche des Schuljahres schufen die 20 Schü-ler_innen der SG I (5./6. Jahrgang) ein leuchtendes und faszinierendes Licht-Korallenriff für das Schulhaus. Die beiden Pädagogen hinter der Klangfarben-Unterrichtsreihe, Jonas Beetz und Albrecht Lätsch, erhielten für dieses besondere Pro-jekt professionelle Unterstützung von der Jenaer Künstlerin Philine Görnandt und För-derung durch das Programm „Kulturagenten für kreative Schulen Thüringen“.

In den ersten drei Tagen formten die Kinder organische Formen aus Draht und über-zogen diese Drahtkörper phantasievoll mit speziellem Pergamentwachspapier, das ext-ra für die Künstlerin hergestellt wird. Diesem kreativen Prozess schloss sich die Ober-flächenbearbeitung der Formen an: so schufen die Kinder Assoziationen zu Seeanemo-nen, Seegras, Quallen und algenartige Strukturen. Der Modellierung folgte der tage- und nächtelange Trocknungsprozess. Am vierten Tag der Projektwoche wurden die insgesamt 47 Papierobjekte zu einem Ganzen gefügt und mit Lichterketten illuminiert im Treppenhaus der UniverSaale angebracht. Außerdem stellten die Schüler_innen Pa-pierkostüme her, welche am nächsten Tag zum Einsatz kamen. Denn am Freitag zogen die Schüler_innen in ihren Kostümen und begleitet von Musik durch die Schule und „eröffneten“ ihr Korallenriff. Dieses leuchtet besonders schön in der Dämmerung oder Dunkelheit und sorgt deshalb besonders an grauen Tagen für ein Leuchten in der Schule bis hinaus zum Radweg, dass niemanden kalt lässt.

 

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 2 Lehrer, 2 Sozialpädagogen, 20 SuS der Stammgruppe I (5./6. Klasse)

Sparte: Bildende Kunst

Projektpartner/Beteiligte Künstler_innen: Philine Görnandt

Kulturbeauftragte/r: Franziska Renk

Kulturagentinnen: Sandra Werner

Foto: Sandra Werner


„Wie wohnt die Fantasie?“

Schule:  Staatliche Parkgrundschule Weimar

Mit dieser Frage startete eine dritte Klasse der Park- Grundschule Weimar gemeinsam mit der Leipziger Künstlerin ein großes Schuljahresprojekt, das voraussichtlich 2019 beendet ist. Sie begannen die fantastische Reise in dieser Projektwoche mit dem Bau von Modellen für einen Raum, der das Fantasieren, Experimentieren, Staunen, Laborieren, Inspirieren, Erkunden, Untersuchen und Forschen in ihrem Naturgarten ermöglicht. Mit dem Ansatz des forschenden Lernens entstanden zehn kleine Fantasielauben, die im Rahmen der Schule einer breiten Öffentlichkeit präsentiert wurden. Gemeinsam mit anderen Kooperationspartnern wird eine Auswahl getroffen, um noch im diesem Frühjahr mit den Vorbereitungen des Baues vor Ort beginnen zu können.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 24 Schülerinnen und Schüler der Klasse 3

Sparte: Kunst/Architektur

Projektpartner/Beteiligte Künstler_innen:  Objektkünstlerin und Diplom-Architektin Viktoria Scholz

Lehrerin: Sibylle Huber

Kulturagentinnen: Sybill Hecht

Foto: Sybill Hecht


Dreiklang im Einklang

Schule:  Staatliche Regelschule „Prof. Gräfe“ Buttstädt

Im Zeitraum vom 1.11.2017 bis 30.04.2018 beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse in ihrer Projektarbeit für ihre Mündliche Prüfung mit dem Thema „Raumgestaltung“. Dafür entwickeln sie eigene Gestaltungsideen für den Musikraum, welche im theoretischen Teil ihrer Projektarbeit als Konzept formuliert werden. Anschließend nahmen sie selbstständig Kontakt zu ihrem Künstler auf, organisierten den Prozess der Vorarbeiten und beschafften die notwendigen Materialgelder zur Umsetzung (Schulverwaltungsamt).
Gemeinsam mit dem Künstler, den sie bereits aus anderen Schulprojekten gut kannten, verwirklichten sie an drei Tagen das entstandene Konzept sowohl im Unterricht als auch außerhalb der regulären Unterrichtszeiten.

Seit der 5. Klasse sind die Projektschüler derartige Angebote an ihrer Schule gewöhnt! Ganz selbstverständlich gehen die Schüler hier​ mit Kunst um. Sie greifen sozusagen auf die Kunst als Baustein bei ihrer Lebensgestaltung (hier noch im Schutzraum “Schule“ als Erprobung) zurück. Nach 7 Jahren Teilnahme der Schule am Kulturagentenprogramm ist das ein sehr interessantes Ergebnis.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler:  Projektgruppe der 10. Klasse

Sparte: Malerei/Street-Art/Architektur    

Projektpartner/Beteiligte Künstler_innen: Viktor Sobek

Kulturbeauftragte/r: Barbara Lange

Kulturagentinnen: Dorothee Bucher

Foto: Viktor Sobek

Juli bis Dezember 2017


Hol dir den Oskar! -> Oskars Schulfest

Schule: Oskar-Gründler-Gymnasium Gebesee

Zeitraum: 15. – 18. 8. 2017

Vom 15. – 18. 8. 2017  startete das Oskar-Gründler-Gymnasium Gebesee das gesamtschulische Projekt mit dem Titel „Hol dir den Oskar! -> Oskars Schulfest“.500 Schüler*innen konnten in ca. 38 Projektgruppen aktiv werden.Der Titel „Hol dir den Oskar!“ bezog sich auf Oskar Gründler, spielte aber auch mit der Doppel-deutigkeit eines „Oscars“. Ausgangspunkt war der forschende Ansatz zu Oskar Gründler und zum Thema „Heimat“ verbunden mit den Fragen: „Wo bin ich zu Hause?“ und „Was hat meine Heimat besonderes zu bieten?“. Das Schulmaskottchen „Oskar“ spielte eine zentrale Rolle.  Angeregt wurde  ein spielerisch schöpferischer Prozess. Das Projekt sollte anzetteln und anspornen. Zu erleben war ein vielfältiges Angebot und Engagement von Lehrer*innen. Schüler*innen, Eltern unter Einbeziehung von neun externen Künstler*innen.

Schwerpunkte waren in den Bereichen: Musik, Sprache, Objektbau, Film, Foto, Graffiti, Tanz und Theater. Nach drei intensiven Workshoptagen gab es ein Schulfest. Gestaltet und organisiert wurde es von einer Schülergruppe. Die Sporthalle füllte sich mit Eltern und Gästen. Tanz, Poetry Slam und Orchestermusik wurden dort präsentiert. Auf einem Rundgang durch die Schule, in Form einer Ausstellung konnten die kreativ künstlerischen Ergebnisse bewundert werden. Die Schule rückte als Gemeinschaft zusammen.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 500 Schüler*innnen

Sparten: Bildende Kunst, Tanz, Theater, Musik, Literatur, Fotografie, Film 

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Projektgruppen mit externen Künstler*innen:

  1. Poetry Slam mit AIDA
  2. Trickanimation mit Nele Brönner
  3. Buchwerkstatt mit Andreas Bauer
  4. Tanz mit Dajana Gordzielik
  5. Foto mit Nora Klein
  6. Graffiti mit Victor Sobek
  7. Oskar schreibt, journalistisches Schreiben mit Frau Reiser-fischer
  8. Metallobjekte -> mit dem Metallgestalter Robert Eged
  9. Mosaik mit Viktoria Scholz „Arte Lileé“

Kulturbeauftragte/r: Tanja Riese und Ines Heissner         

Kulturagentin: Katrin Sengewald      

Fotos: Katrin Sengewald


Oskar macht Schule

Schule: Oskar-Gründler-Gymnasium Gebesee

Zeitraum: 15. – 18. 8. 2017

Vom 18.6. bis zum 22.6.2018 fand ein Filmprojekt mit 28 Schüler*innen der Klassenstufen 6, 7 und 10 statt. Interessierte Schüler*innen konnten sich im Bereich Filmen/ Filmentstehung/ Filmbearbeitung ausprobieren und bauten eine Geschichte um Oskar, das Maskottchen der Schule, herum.

Zur Vorbereitung des Projekts fanden mit den Teilnehmern zwei Workshops statt. Die Schüler erlernten dabei zum einen Grundlagen des Aufbaus von Filmen und Kenntnisse zur Erstellung eines Scripts. Sie sichteten die Ideen ihrer Mitschüler und entwickelten auf dieser Basis erste Ideen für die Handlung. Zum anderen wurden die Schüler vertraut gemacht mit der Film- und Tontechnik, mit der Wirkung und Funktion von Kameraeinstellungen und Perspektiven. Die Projektteilnehmer sind somit nun in der Lage, ihre Kenntnisse zur Produktion und Analyse eines Films in den Unterricht einfließen zu lassen und dadurch insbesondere die Arbeit mit dem Filmmedium zu intensivieren.

Das Projekt umfasste die Erarbeitung einer Handlung, die nach Entscheidung der Teilnehmer aus drei Erzählsträngen besteht und damit in drei Teams umgesetzt werden konnte. Dazu wurden von den Schülern die entsprechenden Scripts entworfen, filmisch in Szene gesetzt und danach digital bearbeitet (geschnitten, mit Musik unterlegt). Dabei stellte sich heraus, wie schwierig es ist, verschiedene Vorstellungen unter einen Hut zu bekommen und in einen gemeinsamen Handlungsrahmen zu integrieren.

Je nach Interesse wirkten die Schüler als Darsteller oder in den Bereichen Regie, Kameraführung oder Ton mit, bzw. probierten sich in verschiedenen Bereichen aus. Alle waren begeistert:

Luisa: „Meine Klassenkameraden hatten zwar Freistunden und auch mal etwas früher Schluss in dieser Woche und ich nicht. Aber ich bin richtig froh, dass ich an diesem Projekt teilgenommen habe. Es war echt toll.“

Georg: „Ich hätte nicht gedacht, dass Filmemachen so anstrengend ist. Aber es macht Spaß!“

Die Präsentation des Films „Oskar macht Schule“ erfolgte im Beisein aller Schüler und Lehrer am letzten Schultag im Rahmen der Schuljahresabschlussveranstaltung.

 

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 28 Schüler*innnen

Sparten: Film

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Landesfilmdienst: Julian Lochowicz (Projektleitung) und Oliver Stroyny, Thüringer Landesmedienanstalt: Sandra Fitz 

Kulturbeauftragte/r: Tanja Riese und Ines Heissner

Kulturagentin: Katrin Sengewald

Fotos: Katrin Sengewald


„7 auf einen Streich: Frau Schneiderin rockt‘s“

Schule:  Grundschule am Schwemmbach Erfurt

Für ca. 60 3.Klässler der GS am Schwemmbach wurde ab dem 06.11.2017 ein kulturelles Vorhaben zur Umsetzung von eigenen künstlerischen Ideen durchgeführt. Angepasst wurden Interessen und Bedürfnisse für künstlerisches Agieren an kulturelle Bereiche und Sparten der traditionellen Eiskunstlaufinszenierung des ESC Erfurt. Damit stieg die bewegungsfreundliche und kulturell aktive Schule in das Kulturagentenprogramm ein. Die Kinder wählten sich in verschiedene Angebote zum Kennenlernen unterschiedlicher Kulturkooperationen klassenübergreifend ein und arbeiteten mit ausgesuchten Kulturpartnern im Rahmen einer Projektwoche.

Die Angebote mit künstlerischen Strategien, Methoden, Techniken sowie Darstellungsformen entwickelten sich aus den Wünschen der Kinder im Zusammenhang mit der Entwicklung des Kulturfahrplans. Den Bedarfen entsprechend, Objekte und Ausstattungsgegenstände erstellen zu wollen, Geschichten szenisch zu spielen oder auch vorzulesen, Sportarten zu fotografieren, trickreiche Spielmechanismen zu schaffen, Zauber- und Supermannkräfte zu besitzen, Flugapparate oder andere Konstruktionen zu entwickeln, zu erfinden, zu bauen, Tiere zu gestalten, zu basteln, unsichtbar zu sein, Filme zu drehen,… wurden fünf Workshops mit geeigneten Künstlern konzipiert. Mit einem Bühnenbildner entstanden für die Eiskunstlaufinszenierung und nachhaltig verwendbare, auch abänderbare Theaterboxen auf Rädern. Daran angeknüpft war ein Figuren- und Schattenspielkurs mit einer Spiel- und Lernmitteldesignerin. Sie entwickelte über zeichnerische und letztendlich figurativ gestaltende Prozesse das Spielensemble der begleitenden Märchen-Inszenierung. Eine Schülergruppe übte sich im szenischen Lesen und kleinen Ansätzen des Darstellenden Spiels mit einer Theaterpädagogin. Choreografisch und tänzerisch arbeiteten ca. 14 Jungen und Mädchen mit einem Tanzpädagogen. Hier wurde ein Vogeltanz einstudiert. Außerdem waren Kinder mit der Kulturagentin kreativ tätig und konnten sich malerisch-grafisch entfalten. Sie setzten auf vielfältige Weise – hier auch das eigenständige Sammeln ästhetischer Erfahrungen berücksichtigend – den Bau eines Baumobjekts mit kunstvoll kreierten Blättern und Fantasiefiguren um. Als verbindendes Thema wurde vom Märchen „Das tapfere Schneiderlein“ ausgegangen.

Wesentliche Handlungsstationen des Grimm’schen Stoffes wurden durch szenisches Lesen umgesetzt. Parallel wurden Schatten- und Figurenspielsequenzen aus den Theaterboxen – überdimensionalen „Nähkästchen“ ähnelnd - mit den Kindern entwickelt. Die drei Spielkisten sind wie bereits erwähnt vielseitig und nachhaltig als Spielplattform für künstlerische und erlebnispädagogische Aktivitäten in der Schule nutzbar. Die gestalterischen Resultate, die Spiel- und Tanzergebnisse wurden nach der Projektwoche zum  Weihnachtsschaulaufen des ESC „Sieben auf einen Streich“ netzwerkübergreifend und öffentlichkeitswirksam dargeboten. Theaterboxen, Baumobjekt, filmisches und fotodokumentarisches Material werden auch im Schulhaus präsent sein.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler:  Klassenstufe 3 der Grundschule am Schwemmbach

Sparte: Tanz- und Tanztheater, Szenisches Lesen/Darstellendes Spiel, Bühnenausstattung/Schattenspielboxen und Kostümbild, Objektgestaltung, Spielfiguren; Fotografie, Film, Eiskunstlauf 

Projektpartner/Beteiligte Künstler_innen: Patrik Pavlik (Diplom-Tanzpädagoge), Moritz Weißkopf (Bühnenausstattung), Nora Kühnhausen (Spielmitteldesign), Jelena Albrecht (Theaterpädagogik), Uta Schunk (Kunstpädagogik), Cornelia Beyermann (Eiskunstlauf/Choreografie), Susan Nürnberger (Fotografie), Harald Mohr/Mohrmedia (Film)

Kulturagentinnen: Uta Schunk und Elisabeth Fuckel

Foto: Susann Nürnberger


Einstein mag kUNSt!

Schule:  TGS "Albert Einstein" Sömmerda

Zeitraum: 19. bis 20. Dezember 2017

Für die Schulakteure der Staatlichen Gemeinschaftsschule "Albert Einstein" Sömmerda fanden die ersten drei kulturell geprägten Projekttage mit dem Thema "Einstein mag kUNSt!" innerhalb unseres Programmes noch im Dezember 2017 statt. Seit August 2017 nimmt die Schule im KAP teil.

Über 20 Projekte, nicht nur die 8 mit Kunstgeld geförderten, beziehen sich vorbehaltlos mit ihren Inhalten auf die im Vorfeld eruierten Wünsche der SchülerInnen und LehrerInnen. Seit Schuljahresbeginn wurden in speziellen Gremien (A-Team=Lehrerschaft, Special Agents for Culture=Kontaktschüler) die Interessen und Bedürfnisse aller an Schule Beteiligten intensiv ermittelt und ergaben als Ergebnis die nun umgesetzten Projektinhalte:

Graffiti und Sitzmöbel für die Pausenhalle, PapierCollagen und Malerei für die Schulflure, Sitzmöbel-Design (Palettenmöbel und Liegestühle) für Chill-Ecken im Haus, ein Image-Film für die Schule, ein eigenes Schul-Logo als Siebdruck für alle, Capoiera-Grundkurs, Farben für den Schulhof, Dokumentationen/Schülerzeitung, Artistik, Zumba, Yoga und noch mehr Sport, Fastfodd versus Slowfood, Chor und Basteln…

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler:  250 Schüler_innen

Sparte: Bildende Kunst, Architektur/Raum, Film, Medien, Textildesign, Musik, Tanz, Ma-lerei, Grafik, Graffiti, Upcycling-Möbeldesign    

Projektpartner/Beteiligte Künstler_innen: Christopher Schmid, Sven Messerschmidt, Nora Kühnhausen, Daniel Almeida, Sepp Müller, Fabi, Hannes Meinhardt, Philipp Ludwig-Orlowski, Viktor Sobek, Michael Fischer – Schatzinsel e.V.

Kulturbeauftragte: 
Sabine Dietrich

Kulturagentin: Dorothee Bucher

Foto: D. Bucher


Klangfarben

Fantastische musikalische Gedankenreise im Volkshaus: Gemeinsam gestaltete “Hörprobe” der Philharmonie zu Hector Berlioz „Symphonie fantastique“

Schule: UniverSaale Jena, Freie Gesamtschule

Zeitraum: 20.-29.November 2017

In der Klangfarben-Projektwoche vom 20.-24. November gestalteten die Schüler_innen der SG II (Klassenstufe 5/6) eine Hörprobe der Jenaer Philharmonie zum Werk “Symphonie fantastique” von Hector Berlioz mit, die am 29. November im Volkshaus aufgeführt wurde. Mit den Hörproben bietet die Jenaer Philharmonie Schüler_innen der Klassen 5 bis 13 besondere Konzerte an, in denen ausgewählte Musikwerke speziell für ihre Altersstufe moderiert und erklärt werden. In Zusammenarbeit mit Dr. Philipp Schäffler, Musiklehrer am Christlichen Gymnasium, wurde das Instrumentalwerk, welches Berlioz 1830 schuf und damit die Programmmusik revolutionierte, rund 300 Schüler_innen verschiedener Jenaer Schulen nahe gebracht.

Der thematische Schwerpunkt der Hörprobe lag auf der Vermittlung von Berlioz’ „Idée fixe“, dem Gedanken von dem der Komponist auch im wahren Leben besessen war: seine unerfüllte Liebe zur Schauspielerin Harriet Smithson. In seinem Werk wird die Angebetete für ihn zu einer Melodie, zu einer fixen Idee, die er überall hört und von der er träumt. Dieses Thema zieht sich in Variationen durch die Symphonie. Sie legt zudem besonderes Augenmerk auf einzelne Instrumente, die der Komponist aus dem Orchester heraustreten lässt. Berlioz schuf damit das lauteste und heftigste Werk, das es bis dahin auf der Bühne gegeben hat.

Für die Moderation der Hörprobe schlüpfte Philipp Schäffler in die Rolle von Berlioz, nahm die Zuhörer_innen mit auf eine Phantasiereise und ließ sie in den Kopf des Komponisten schauen. UniverSaale-Pädagoge Albrecht Lätsch unterstützte ihn dabei, nahm das Publikum an die Hand, um Berlioz’ Gedanken, sowie den Aufbau und die Besonderheit des Stückes zu verdeutlichen. Zusätzlich führten UniverSaale-Schüler Kurz-Interviews mit zwei Musikern der Philharmonie (Oboe und Pauke) und hatten für den Höhepunkt der Hörprobe, den „Hexensabbat“, etwas ganz besonderes vorbereitet: Im 5. Satz des Werks hat der vom Opium vernebelte Berlioz’ wirre Träume und sieht seine Geliebte beim Hexensabbat tanzen. Um diese Szene dem Publikum zu verbildlichen, schlüpfen die Schüler_innen der SG II mit schaurigen Masken in die Rolle von Hexen und Mönchen und führen einen teuflischen Tanz auf.

Die facettenreiche Vorbereitung für diese Hörprobe war Thema der vorangegangenen Klangfarben-Projektwoche. Die Grundidee, Moderation, Dialoge und Schauspiel, Choreografie, Bühnengestaltung und Requisiten zu verbinden, wurde von den Pädagogen Albrecht Lätsch (Musik), Jonas Beetz (Kunst) und Philipp Schäffler (Musik) gesponnen und von der Stammgruppe II mit Leben gefüllt. Zu Beginn der Woche beschäftigten sich die Schüler_innen mit Liebesbriefen, die Berlioz für seine Angebetete verfasste, und kombinierten eigene Gedanken mit Fragmenten von Rilke, um sie mit Tinte nieder zu schreiben. Diese kalligrafischen Übungen wurden gefilmt und fotografiert und bei der Vorführung im Volkshaus im ersten Akt eingeblendet. Die Masken, die den fünften Akt der Hörprobe unterstützen, wurden an mehreren Tagen gefertigt. Zuerst lernten die Kinder die anthropologische Bedeutung von Masken kennen und begannen dann hochkonzentriert mit Gipsbinden Abdrücke von ihren Gesichtern herzustellen. Diese Abdrücke wurden in weiteren Schritten mit viel Hingabe zu phantasievollen, mit Naturmaterialien, Metallgegenständen oder Bürsten modellierten Objekten, die sich, mit Farbe versehen, zu schaurig-schönen Masken verwandelten. Berlioz’ Musik begleitete die Schüler_innen beim künstlerischen Schaffen.

Die Beschäftigung mit der Symphonie und ihren Besonderheiten nahm einen weiteren Teil der Projektwoche ein. Die Schüler_innen lernten die Besonderheiten im Aufbau des Stücks kennen und überlegten sich eine passende choreografische Umsetzung zu Berlioz’ Gedankenwelt. Das Ergebnis kam beim jungen Publikum im Volkshaus sehr gut an und die Zusammenarbeit mit der Philharmonie klappte dank der Offenheit der Musiker_innen und des Dirigenten für die Ideen der Schüler_innen bestens.

Wir sind begeistert, was für tolle Sachen in dieser Woche entstanden sind und was die Schüler_innen aus diesem anspruchsvollen Projekt gemacht haben!

Hintergrund:

Die „Klangfarben“- Projektwochen, unter Leitung der Pädagogen Jonas Beetz und Albrecht Lätsch, vereinen auf innovative, praktische und kreative Weise Fächer wie Bildende Kunst, Musik, Medien oder Handwerk. Sie werden mehrmals im Schuljahr in verschiedenen Klassenstufen durchgeführt und besitzen ein gemeinsames Grundkonzept, sind aber von Aufbau und Inhalt sehr unterschiedlich. Mal werden musikalische Sitzmöbel oder Klanginstallationen gebaut, mal wird im öffentlichen Raum performativ für mehr Toleranz geworben, mal entstehen „Höruhren“, die Alltagsgeräusche wiedergeben, mal wird der Schulhof verschönert oder eine Murmelbahn als klingendes Kunstwerk für das Schulhaus gebaut. Dabei ist es uns wichtig, dass der Prozess des Projektes im Mittelpunkt steht. Die „Klangfarben“ werden als bewährtes Format mit verschiedenen Kulturpartnern weiterentwickelt und neue künstlerische Wege erprobt.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 2 Lehrer, 2 Sozialpädagogen, 20 Schülerinnen und Schüler der Stammgruppe II (5./6. Klasse)

Sparte: Musik, Medien, Bildende Kunst                      

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: JenaKultur / Jenaer Philharmonie, Dr. Philipp Schäffler (Christliches Gymnasium Jena)                    

Kulturbeauftragte/r: Franziska Renk

Kulturagent/in: Sandra Werner

Foto: Kristina Bennewitz


BARCAMP - Lass die Schule im Dorf- bring Kultur zu uns!

Schule: Regelschule Wormstedt

Zeitraum: 13. Dezember 2017

Die Kulturkontaktschüler der Regelschule Wormstedt konnten als zweite Schule im Kulturagentenprogramm einen Tag Demokratie erleben. Als Experten für ihre Region und ihre Themen in der Schule konnten sie mitreden, wie sie ihre Zukunft gestalten wollen. Dabei ging es hauptsächlich darum, was sie interessiert und welche Angebote in der kommenden Projektwoche gemeinsam mit den eingeladenen Künstlern umgesetzt werden können. Sessionthemen waren PC-Spiele, Essen, Akrobatik und Musik, Schulhausgestaltung, Graffiti und Drogen. Dieses vierte Thüringer Barcamp wurde vom Team „Vorsicht Demokratie!“, ein Projekt der LKJ Thüringen, in Zusammenarbeit mit dem Team des Stellwerks Jugendtheater Weimar durchgeführt.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 20 Schüler_innen

Projektpartner/Beteiligte Künstler_innen: LKJ Thüringen Christiane Preuß und Henriette Schubert-Zunker, Stellwerk Weimar Steffi Heiner und Christian Schröter

Kulturagentin: Sybill Hecht

Foto: S. Hecht


„Typisch Junge-typisch Mädchen“

Schule: Regelschule „Käthe Kollwitz“ Nordhausen

Zeitraum: 07. bis 08. Dezember 2017

Unter dem Thema „Typisch Junge-typisch Mädchen“ fanden parallel Papiercollage- und Line Dance-Projekte in den 5. Klassen statt. In separaten Gruppen wurden geschlechtertypische Unterschiede und die eigene Identität erforscht, sowie diese bildlich und körperlich/tänzerisch sichtbar gemacht. Es war eines der ersten Teilprojekte des schulumfassenden mehrjährigen Gesamtprojekt WIR.JEDER.ANDERS.ZUSAMMEN. Die Ergebnisse aus dem Papiercollage-Workshop wurden großformatig als Digitaldruck auf eine Plane übertragen und dienen fortan als Schulhausgestaltung sowie Teil eines Bühnenbildes für verschiedene folgende Aufführungen. Die unterschiedlichen Line Dance-Choreografien werden ebenfalls Bestandteil geplanter Aufführungen.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 50 Schüler_innen

Sparte: Bildende Kunst, Tanz    

Projektpartner/Beteiligte Künstler_innen: Juschuäleja (Bildende Künstlerin)

Kulturbeauftragte/r: Susanne Heise

Kulturagent: Thomas Kirchner

Foto: T. Kirchner


DRUCKwerkSTATT

Schule: Regelschule Wormstedt

Zeitraum: 20. November 2017 – 28. Februar 2018

Die richtige Verzahnung von Kunstunterricht und freier Kunstwerkstatt in der Wormstedter Schule machte es möglich, eine zweite Ausstellung am 8.12.2017 in der Stadtbibliothek Apolda zu kreieren. Nach einem Besuch im historischen Druckmuseum Weimar und einer intensiven Auseinandersetzung im Lernbereich der Druckgrafik sind für die Mädchen und Jungen Hoch-und Tiefdruck, Weißlinienschnitt, Material- und Initialiendruck, Monotypie und Mixed Media keine Fremdwörter mehr. Schüler und Schülerinnen aller Jahrgänge haben viele das Abenteuer Druck erlebt und präsentieren ihre Werke in den Räumen des Kulturpartners. Damit wird die seit 2016 existierende Kooperation durch verschiedenen Formaten, wie auch Schreibworkshops und Vorlesetagen belebt.

Die Künstlerin Theresa Berger hat die Schule im Planungsprozess für die Präsentation der Bilder bis hin zur Vernissage angeleitet, beraten und begleitet.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 50 Schüler_innen

Sparte: Kunst/ Literatur

Projektpartner/Beteiligte Künstler_innen: Druckgrafisches Museum Pavillonpresse Weimar

Kulturbeauftragte: 
Natalie Brzezinski

Kulturagentin: Sybill Hecht

Foto: B. Fröhlich


Forschen auf den Spuren von Gutenberg

Schule: Regelschule Wormstedt

Zeitraum: 20. November 2017

Schüler_innen und Lehrer_innen waren fasziniert von der Technik im historischen druckgrafischen Museum in Weimar und fragten sich in diesem Workshop: „Wie verschickte man analoge Nachrichten und Bilder, als es noch kein Smartphone, Kopierer oder Digitalkamera gab?“ Einerseits ging es hier um das Wissen zur Typografie und anderseits lernte die Schülergruppe die Kunst des historischen Druckhandwerkes mit beweglichen Lettern kennen. In den drei kleinen Workshops konnten die 13 bis 16-Jährigen mit den Profis aus dem Team des Museums wie richtige Schriftsetzerinnen und Hochdrucker arbeiten. An der Hand-Tiegelpresse, die schon im Mittelalter in dieser Art verwendet wurde, vervielfältigten die Mädchen und Jungen eine eigene Karte, mit einem Schriftsetzer entwarfen sie mit Bleibuchstaben einen eigenen Spruch und druckten diesen an einer anderen Maschine.

Die Ergebnisse aus dem Workshoptag sowie dem Kunstunterricht der Schule werden in der Stadtbibliothek Apolda in einer kommenden Ausstellung ab dem 8.12.2017 präsentiert.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 20 Schüler_innen

Sparte: Kunst

Projektpartner/Beteiligte Künstler_innen: Druckgrafisches Museum Pavillonpresse Weimar

Kulturbeauftragte: 
Natalie Brzezinski

Kulturagentin: Sybill Hecht

Foto: N. Brezinski


"Burgk-Aktionen" Schüler arbeiten zusammen mit Künstlern im Museum Schloß Burgk

Schule: Staatliche Regelschule „Johann Wolfgang von Goethe“ Schleiz

Zeitraum: 25.10.-5.01.2018

Am 25.10.2017 eroberten Schüler der sechsten Klassen der Schleizer Regelschule „Johann Wolfgang von Goethe“ mit ihren Klassenlehrern im Rahmen eines fächerübergreifenden Projekttages das Museum Schloß Burgk. Neben Geschichte spielten an diesem Tag Geschichten, Töne, Bilder und Schriften eine wichtige Rolle. Gemeinsam mit den Künstlern Mirko Albrecht, Erik Buchholz, Kay Kalytta, Wolfgang Schwarzentrub und Kay Voigtmann wurden z.B. in der Burg(k) Klänge und Klingendes gesucht, aufgenommen und verfremdet. Es wurde mit Eisengallus-Tinte experimentiert, der eigenen Familiengeschichte sowie der der fürstlichen Familie und deren Hofstaat nachgespürt. So entstanden Portraits von Handwerkern und Bediensteten des Hofes, denen in der Galerie des Schlosses sonst kein Platz gewidmet wurde. Stammbäume der Jugendlichen wurden besprochen und bildnerisch umgesetzt. Im Schloss sammelten einige Schüler besondere Klänge und musizierten gemeinsam mit gesuchten, ungewöhnlichen Instrumenten, wie zum Beispiel Zeitungen, Dosen oder auch Steinen. Diese Klangcollagen wurden kombiniert und kamen als Abschluss mit Live-Musik der Teilnehmer dieses Workshops zur Aufführung. Einige der entstandenen Schülerarbeiten werden für kurze Zeit einen Platz im Museum finden und die klassische Ausstellung mit neuem Leben füllen.
Ein Tag, der zeigte, wie fruchtbar das Zusammenspiel von jugendlicher Kreativität, künstlerischer Professionalität und außergewöhnlichem Lernort sein kann. Vielen Dank für die intensive Unterstützung durch die Mitarbeiter des Museums Schloss Burgk.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 58 Schüler_innen

Sparte: Architektur/ Raum, Bildende Kunst, Medien, Musik, interdisziplinär   

Projektpartner/Beteiligte Künstler_innen: Kay Kalytta, Wolfgang Schwarzentrub, Erik Buchholz, Kay Voigtmann, Mirko Albrecht

Museum Schloß Burgk: Sabine Schemmrich, Julia Weiß und Timm Luckhardt (Führung und Vorbereitung)

Kulturbeauftragte: 
Gisela Rühl

Kulturagentin: Jana Laser

Foto: Jana Laser


DschungelTRAUM trifft Zirkus

Schule: Staatliche Grundschule Gefell

Zeitraum: 01.04.-30.09.2017

Bereits zu Beginn der Programmlaufzeit "Kulturagenten für kreative Schulen" äußerten die zehn Lehrkräfte der Traumzauberbaumschule Weißensee in einem intensiven Prozess den gemeinsamen Gedanken, ein Wochenprojekt zum Thema ZIRKUS in den Mittelpunkt ihrer kulturellen Arbeit für das Schuljahr 2017/18 zu stellen.
Dieser große Wunsch bestätigte sich auch in den gesammelten, präsentierten und ausgewerteten "KULTUR-Träumchen" aller 150 Schulakteure im November 2016.
Seitdem stand fest: Ein Zirkus-Projekt steht auf der Wunschliste aller ganz weit oben.
Und nicht nur für einen Tag etwa möchte die Schulgemeinschaft das Zirkusleben ausprobieren. Nein, eine ganze Woche, für jeden gut sichtbar mit einem riesigen Zelt am Gondelteich in Weißensee, gleich hinter der Runneburg und dem Chinesischen Garten gelegen. Soweit die Vision der Schulakteure!
Davon inspirierte Vorgespräche mit der Stadtverwaltung, welche die Grundschule verwaltet, ergaben dann auch noch das großzügige Angebot, das Projekt finanziell mitzutragen. Ergänzend plante die Schule sich trotzdem mit Eigeninitiativen (einem Spendenlauf sowie einem symbolischen Eintrittsgeld zur Aufführung) an der Finanzierung zu beteiligen.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 160 und Publikum
Sparte: Zirkus    
Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Kinder und Jugendzirkus Tasifan e.V.
Kulturbeauftragte/r: Melanie Marquardt
Kulturagent/in: Dorothee Bucher

Foto: D. Bucher

 


happy colours / Workshop "FarbAkzente"

Schule: Staatliche Grundschule Gefell

Zeitraum: 25. bis 29.09.2017

Vom 25.09. bis 29.09. 2017 bekam die Staatliche Grundschule Gefell einen neuen Look. Angeleitet von dem Streetart-Künstler André Bretschneider aus Mechelgrün bei Plauen kreierten die Schülerinnen und Schüler der 4. Klassenstufe am ihren eigenen farbigen Vorschlag für die Eingangsfassade und erkundeten das Medium Graffiti. Diese individuellen Entwürfe werden im Schulhaus ausgestellt und daraus eine gemeinsame Gestaltungsidee entwickelt.
Anschließend ließ der Profi vor den Augen der Kinder aus ihrem Konzept eine mehrere Meter hohe Fassadengestaltung entstehen. Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler selbst ihr neu erlerntes Können zum Einsatz bringen und am Boden den Start für ihre Vision eines bunten Schulhauses setzen.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 44 Schüler_innen

Sparte: Bildende Kunst/ Street Art, Graffiti

Projektpartner/Beteiligte Künstler_innen: André Bretschneider

Kulturbeauftragte: 
Sabine Richter/ Katrin Beyer

Kulturagentinnen: Katja Bernhardt/ Miriam Braunstein

Fotos: Miriam Braunstein


Zu Besuch im Architekturbüro / Workshop Schülermitgestaltung

Schule: Thüringer Gemeinschaftsschule Wenigenjena, Jena

Zeitraum: 18.09.2017

Am Montag, dem 18. September 2017 war es nach langen Vorbereitungen und Beratungen endlich soweit: die sieben Schülerkulturagenten reisten gemeinsam mit dem Schulleiter Herr Weihrauch, dem kulturbeauftragten Schulsozialarbeiter Herr Zech, der Kunstlehrerin Frau Seidel, dem Jenaer Projektleiter für den Schulneubau Herr Werrmann-Nerlich und der Kulturagentin Frau Werner nach Leipzig, in das Architekturbüro RKW. Neben Einblicken in das Berufsleben eines Architekten wurden den Jugendlichen von den beiden Architektinnen Frau Pyka und Frau Eichhorn der Neubau und die Flächen im neuen Schulgebäude vorgestellt, die sie zukünftig selbst gestalten können. Anschließend entwickelten die Teilnehmer gemeinsam erste Ideen für die Herangehensweise an die Gestaltung der Nischen und Logotafeln, die Stück für Stück im neuen Schulhaus im Stadtviertel Jena-Ost umgesetzt werden sollen.

Die Exkursion war nach dem Winterfilmprojekt mit dem Radio OKJ zur Frage „Wie soll unsere neue Schule aussehen?“ ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg der Mitbestimmung der Kinder und Jugendlichen, in dem die Schülerkulturagenten der Kultursteuergruppe wichtige Aufgaben übernehmen.

Im November 2017 ist die nächste Exkursion geplant, diesmal in den Rohbau des neuen Schulgebäudes unter dem Jenzig.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler:

7 SchülerInnen der 6.-8. Klassenstufe
2 LehrerInnen, 1 Schulsozialarbeiter, 1 Schulbegleiter, KA

Sparte: Architektur

Projektpartner/Beteiligte Künstler_innen:

Architekturbüro RKW Leipzig
KIJ / Kommunale Immobilien Jena

Kulturbeauftragte: 
Martin Spantzel

Kulturagentinnen: Sandra Werner

Foto: Sandra Werner


Klangcockpit

Schule: UniverSaale Jena, Freie Gesamtschule

Zeitraum: 11. -15.09.2017

Ein Willkommensgruß nach den Ferien, die Ankündigung von Kuchenbasaren, Schul-festen, Hitzefrei oder Versammlungen in der Aula - all das kann in Zukunft über die Lautsprecheranlage des Sekretariats der Freien Gesamtschule UniverSaale zu hören sein.
Im Rahmen der Projektwoche „Klangfarben“, ein Unterrichtsformat unter der Leitung der Pädagogen Jonas Beetz und Albrecht Lätsch, das die Fächer Kunst und Musik ver-bindet, konzipierten und entwickelten die Schüler_innen der Stammgruppe IV ein ein-zigartiges “Klangcockpit”. Professionelle Unterstützung erhielten sie dabei von dem Jenaer Klanggestalter Heiko Lochas, der sich seit vielen Jahren mit der Konzeption und Umsetzung von Designobjekten in Elektronik, Akustik und Robotik beschäftigt.


In der Projektwoche, die vom 11.-15. September 2017 stattfand, stand die künstlerische Auseinandersetzung mit Klängen, Geräuschen und Texten im Mittelpunkt. Die Schü-ler_innen arbeiteten dafür an verschiedenen Aufgaben: Sie konzipierten, bauten und gestalteten die Steuerzentrale in Abstimmung mit dem Sekretariat, kümmerten sich um die Klang-Text-Kompositionen, suchten zu den Ansagetexten die entsprechenden Klän-ge und erstellten die Sprach-, Musik- und Klangaufnahmen. Auch das Innenleben muss-te mittels einer Steuersoftware, die auf Knopfdruck zum hörbaren Klang führt, entwor-fen werden.
Dabei wurde viel Wert auf den Prozess und „Handgemachtes“ gelegt: Alles wurde selbst produziert, gesungen oder eingesprochen, das Cockpit inklusive Innenleben ei-genhändig gebaut, programmiert und thematisch gestaltet. Die Anlage soll im Sekreta-riat fest installiert und mit seinen Klangcollagen und Klangrätseln für Ansagen im Schulalltag genutzt werden. Zum Tag der offenen Tür der UniverSaale, am 21. Oktober, wird es zum ersten Mal zum Einsatz kommen.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler:

2 Lehrer, 2 Sozialpädagogen, 20 SuS der Stammgruppe IV (5./6. Klasse)

Sparte: Musik, Medien, Bildende Kunst

Projektpartner/Beteiligte Künstler_innen: Heiko Lochas

Kulturbeauftragte: 
Franziska Renk

Kulturagentinnen: Sandra Werner

Foto: Sandra Werner


Januar bis Juni 2017


TRÄUMCHEN zum Lesen, Malen und Tanzen

Schule: Traumzauberbaumschule Weißensee

Zeitraum: 05. - 30.06.2017

Das Projekt "TRÄUMCHEN zum Lesen, Malen und Tanzen" richtet sich ausschließlich an die Schüler*innen der 3. und 4. Klassenstufen mit ihren speziellen Wünschen. Zum einen sind da das Werkeln mit Holz und zum anderen der große Bewegungsdrang mit Lust auf urbane Ausdrucksformen. Alle Schüler*innen der 3.Klasse erproben sich in der Holz-Gestaltung- ein Bücherbaumboard entsteht. Und alle Schüler*innen der 4. Klasse gestalten mit Schrift/Farbe ein Abschieds- Graffiti auf einer Schulhofwand in Begleitung der entsprechenden Bewegungen zur passenden Musik (Hip Hop).

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 65 Schüler_innen

Sparte: Design, Bildende Kunst & Tanz als urbane Ausdrucksformen  

Projektpartner/Beteiligte Künstler_innen: Michael Hecker, Christian Werner, Sibylle Mania, Sven Messerschmidt, Nora Kühnhausen, Daniel Carlos Medeiros Almeida

Kulturbeauftragte:
Melanie Marquardt

Kulturagentin: Dorothee Bucher

Fotos: Dorothee Bucher


FIT4FUN

Schule: Kolpingschule, Erfurt

Zeitraum: 19.-21.06.2017

Das Jahresthema lautet „Ist das Kultur oder kann das weg?“.

Kreativität, Gesundheit und Natur und bewusste Entspannung- 4 Themen aus unserem Kulturfahrplan, die gleichsam 'fit' machen und 'fun' bereiten: FIT 4 FUN. Nach der partizipativen Planung des grünen Klassenzimmers durch die Kulturkinder, fanden am 19. und 20. Juni sieben Workshops in direkter Kooperation von Künstler/innen und Lehrer/innen und sechs weitere Workshops in Eigeninitiative des Kollegiums für knapp 200 Schüler/innen statt.

 

Es wurden folgende Themen angeboten:

Gestaltung des grünen Klassenzimmers,

ästhetisches Forschen zu Raum und Ruhezonen, Entwicklung einer „Chill-Ecke“,

gesunde Ernährung, Tischkultur,

Fairplay-Fussball, Step-Aerobic, Cheerleading, Flying Yoga,

Musik und Klangerlebnisse selber machen,

Kunst der Illusion, Upcycling Installationen und Skulptur,

Malerei und Collage für die Türengestaltung im Schulhaus.

 

Am 21. Juni wurde der Schuljahresabschluss mit allen Schüler/innen, Eltern, dem Lehrerkollegium und geladenen Gästen mit einem Sommerfest gefeiert. Die Ergebnisse aller Projekte etablieren als rahmenfüllendes Programm die 'kreative' Schule.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 200 Schüler_innen

Sparte: bildende und darstellende Künste

Projektpartner/Beteiligte Künstler_innen: Erfurter Malschule, Musikcollege, TU Ilmenau/Unisport, Frank Mittelstädt (custom green)

Kulturbeauftragte: 
Sindy Kalies

Kulturagentin: Miriam Braunstein

Foto: Miriam Braunstein


Schulhofoase 5 - Naturhandwerker

Schule: RS Elxleben

Zeitraum: 08. - 12. 05. 2017

Vom 08. - 12.05.17 fand die 5. Schulhofoase unter dem Motto „Naturhandwerker“ für die achten Klassen statt. Seit nunmehr 5 Jahren ist das Projektformat „Schulhofoase“ eine gute Tradition. Entstanden sind neben den zahlreichen künstlerischen Arbeiten in und um das Schulgebäude auch eine enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde Elxleben, die sich an der Finanzierung des Projektes beteiligt.

Mit viel Energie und guten Ideen wagten sich die 48 Schüler*innen daran, ihr Schulumfeld zu verändern und mit künstlerischer Unterstützung zu gestalten. Es gab 4 Projektgruppen mit 3 externen Künstler/innen. Die Jugendlichen konnten sich in eine kunsthandwerkliche Technik vertiefen und ihre Ideen umsetzen. Die Natur diente als Inspiration.

Im Workshop »Keramik« mit Susanne Worschech entstanden Obst- und Gemüseschalen, welche für den neuen Speisesaal im Schulanbau vorgesehen sind.

Im Workshop »Siebdruck« mit Anne Schneider wurden zunächst die Siebdruckrahmen gebaut und anschließend eigene Schullogos entwickelt. Diese konnten auf T-Shirts und Turnbeuteln gedruckt und am Tag der offenen Tür präsentiert und angeboten wurden.

Der Holz-Workshop mit Florian Schmigalle fand seine Fortsetzung aus dem vergangenen Jahr, in welchem die Jugendlichen Blätter gestalteten und schnitzten. Somit erhöhte sich der bisherige Bestand auf über 30 Stück. Von der Gemeindeverwaltung in Elxleben finanziert, sollen alle Exemplare ihren Platz am Kreisverkehr unweit der Turnhalle finden.

Die 4. Gruppe gestaltete ein "Grünes Klassenzimmer" mit Sonnenuhr hinter dem Schulhaus unter Anleitung ihres Klassenleiters und des Hausmeisters.

Die individuelle Kreativität jedes einzelnen führte zu einem gemeinsamen künstlerischen Prozess und letztendlich auch zu gruppenspezifischen Gemeinschaftsarbeiten. Am Freitag fand eine Präsentation aller Ergebnisse unter Anwesenheit des Bürgermeisters Herrn Koch statt, in welcher die Schüler mit Stolz ihre Kunstwerke vorstellten.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 48 Schüler*innnen

Sparten: Bildende Kunst

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Susanne Worschech (Keramik), Anne Schneider (Siebdruck), Florian Schmigalle (Holz)

Kulturbeauftragte/r: Petra Schwade

Kulturagentin: Katrin Sengewald

Fotos: Katrin Sengewald


„BeSCHLOSSenes SPEKTAKEL – Ein Sport- und Kulturforum“

Der Verein zur Förderung der TGS Herbsleben e.V. führte in der Zeit vom 09.06.2017 bis zum 17.06.2017 im Rahmen eines Bündnisses mit dem Athletensportverein Herbsleben e.V., dem Fußballsportverein 1921 Herbsleben e.V. sowie dem Verein Schlossruine Herbsleben e.V. ein Sportvorhaben durch, um Kooperationen in den Bereichen Sport, Kultur und Bildung herzustellen.

Dabei griffen bewegungsfördernde Aktivitäten und künstlerisches Agieren der beteiligten Kinder und Jugendlichen auf vielfältige Weise ineinander. Die vorbereitenden Prozesse verschiedener Sport- und Kulturpartner mit den Teilnehmern aus unterschiedlichen Schulen mündeten in einer gemeinsame sparten- und sportartenübergreifenden Präsentation an einem historischen Kulturort, der Schlossruine Herbsleben.

Die Workshops bereiteten ein Spektakel vor, das die Herbslebener Schlossruine mit Performances unterschiedlicher Sportarten, Tanzstile, musikalischer Sequenzen und künstlerisch-technischer Gestaltungsmethoden am 16.06.2017 eindrucksvoll belebte und in Szene setzte.

Den Abschluss des von vielen Besuchern wahrgenommenen Events krönte eine Licht- und Lasershow.
Ausgewertet wurden die Erfahrungen und Erlebnisse des komplexen Vorhabens im Rahmen einer gemeinsamen Frühstücksrunde mit anschließendem Reflexions-Warm-up auf dem Herbslebener Sportplatz.

Projektbeteiligte: Teilnehmer aus den Klassen 3 bis 11 (TGS Herbsleben, Kolpingschule Erfurt, KGS „Am Schwemmbach“ ErfurtTGS Greußen, Gymnasium Gebesee)

Kultur- und Sportbereich: Tanz- und Tanztheater, Stepp-Tanz, Akrobatik, Kraftsport, Capoeira, Kostümbild, Film und Fotografie, Projektion und Grafikdesign, experimentelle zeitgenössische Musik 

Projektpartner: Daniela Backhaus (Tanztheater Erfurt e.V.), Patrik Pavlik (Kulturetage Erfurt), Antonia Klauke, Bernhard Prodoehl (Tanzhaus Erfurt e.V.), Maria Göpffarth, Max Wagner (Zirkus Tasifan), Daniel Medeiros (Tanztheater Erfurt e.V.), Christopher Roland (ASV Herbsleben e.V.), Franziska Most, Christopher Schmid, Harald Mohr (Mohrmedia), Christoph Rittweger, Manuel Schuler (Tanztheater Erfurt), Christine Herzog und Giordano Bruno do Nascimento (Via Nova e.V.), Gerd Rabitzsch (Veranstaltungsmeister/Tontechniker), Michael Strupp (Lehrer TGS am Roten Berg/Licht- und Lasershow), Marlies Lange (Tanz über FSV Herbsleben e.V.)

Kulturagentin: Uta Schunk

Projektförderung: Sportbündnisse/Deutsche Sportjugend

Fotos: Christopher Schmid


KULTURPFAD

Vom 03.05. bis zum 16.06.2017 fand ein künstlerisches Projekt statt, innerhalb dessen mit dem Bau zweier Stelen der Beginn eines erlebnispädagogischen Kulturpfades markiert wird. Der gestalterische Prozess für 21 Schüler der TGS Herbsleben erfuhr durch die Expertise eines Holz- und eines Metallgestalters fachspezifische Unterstützung. Über die künstlerische Begleitung und naturwissenschaftliche Vermittlung nutzten Jugendliche die künstlerische Feldforschung zum Lebensraum UNSTRUT als Methode, um aus den regionalen Besonderheiten ihr eigenes Interessenfeld zu entwickeln und ästhetisch forschend zu begreifen.

Die Schüler setzten die Resultate ihrer Forschungen in zwei Installationen um. Im künstlerischen Werksprozess entstanden in den zwei Projektgruppen ein großes vogelartiges Wesen sowie ein Fisch, eine Rotfeder. Die beiden Luft- und Wasserwesen können sich nun an ihrem dauerhaften Standort durch Windeinflüsse leichtgängig wippend und rotierend bewegen, denn sie sind auf Kugellagern montiert.

Gemeinsam mit dem Bürgermeister, der Schulleitung und der Kulturagentin wurden die Kunstwerke auch im Rahmen eines netzwerkübergreifenden Sport- und Kultur-Events eingeweiht. Neue Bänke, die die Kommune extra bauen ließ, laden nun Ortsansässige, Wanderer und Radfahrer zum Verweilen und Genießen an der Kulturoase im Grünen ein.

Projektbeteiligte: Schüler_innen der Klasse 8 der TGS Herbsleben

Künstlerischer Bereich: Bildende Kunst, Kunst im öffentlichen Raum

Projektpartner: Florian Schmigalle (Holzdesigner/Bildhauer), Thomas Lindner (Metallgestalter)

Kulturagentin: Uta Schunk

Foto: Schunk/Habedank


Kulturpraktikum

Schule: Thüringer Gemeinschaftsschule Wenigenjena, Jena

Zeitraum: 15.-19.5.2017

In dieser Projektwoche stand die eigene schöpferische Arbeit im Kontext von Kunst und Design im Vordergrund. Es ging um die individuelle Erfahrung des HANDgemachten, des Selbstgemachten und die Herstellung von individuellen Unikaten, die sich von industriellen Serienprodukten unterscheiden. In fünf verschiedenen Ateliers experimentierten die 46 Jugendlichen der 7. Klassenstufe eine Woche lang mit Farben, Formen, Instrumenten, Materialien und Techniken und erschufen mit ihren Händen ihr eigenes künstlerisches Produkt. Dabei wurden sie von sechs Künstlern aus Jena und Berlin unterstützt.

Die Werkschau der verschiedenen Arbeiten, wie Fotografien, geschmiedete Figuren, Graffitibilder, Holzskulpturen und Musikstücke fand im Jugendzentrum „Treff“ statt. Mit einer stimmungsvoll in Szene gesetzten Ausstellung und musikalischen Darbietungen gelang es den Jugendlichen, ihren zahlreichen Gästen künstlerische Einblicke in die verschiedenen Ateliers des Kulturpraktikums zu geben. Am Ende waren alle Beteiligten stolz auf die beeindruckenden Ergebnisse, die mit viel Applaus bedacht wurden.

Das Projekt ergänzt hervorragend das Angebot "Berufstart", dem neu entwickelten berufsorientierenden Programm der Schule. Durch dieses Kulturpraktikum können die SchülerIinnen der 7. Klassen in die Bereiche Kunst reinschnuppern und interessante künstlerische Berufe kennenlernen. 

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 46 SchülerInnen der 7. Klassenstufe, 2 Lehrer, 1 Schulsozialarbeiter

Sparte: Musik, Fotografie, Bildende Kunst, Streetart

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Jugendclub „Treffpunkt“ Jena Lobeda, Robert Krainhöfner, Diana Juneck, Steffen Landeck, Kai-Uwe Krauss, Farbgefühl (Michael Pook und Michael Drosdek)

Kulturbeauftragte: Martin Spantzel

Kulturagentin: Sandra Werner

Foto: Sandra Werner

Foto: Jana Laser


Heldenkunst – Kunsthelden: Erich Enge in Erfurt

Zeitraum: 03. April 2017 - 07. April 2017

Schule: TGS am Roten Berg Erfurt

Vom 03.04.- 07.04.2017 begaben sich Jugendliche der Klasse 10 der TGS am Roten Berg in einen kulturellen Prozess, in dem sie Erfahrungen aus Geschichte, Sozialraum, ihrem persönlichen Leben sowie aus dem Wissen zu einem Gedenkort, der DDR-Geschichte vermittelt und Repressalien nicht  Doktrin konformer Personen aufarbeitet, künstlerisch thematisieren. Nach Exkursionen in die Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße sowie zu einem existierenden sozialistischen Wandbildes des Künstlers Erich Enge setzten sich die Teilnehmer mit der Kunst des Sozialistischen Realismus auseinander. Sie stellten die Bildsprache dieser Kunst, die heroisierte, auch ihrem Wissen um die Vorgehensweisen von DDR-Staatsdoktrin und Staatssicherheit gegenüber. Sie suchten auch in der Auseinandersetzung mit dem exemplarischen Wandbild nach Tendenzen einer authentischen Ästhetik und den Möglichkeiten der Künstler, sich dennoch individuell auszudrücken. Bevor die Jugendlichen dann eigene künstlerische Absichten verfolgten, eröffneten Fragen zur Funktion, zur Stilfreiheit und zum Wahrheitsgehalt der Kunst des Sozialismus einen inhaltlichen Diskurs. Die Auseinandersetzung mit dem DDR-Künstler Enge und seiner damaligen und heutigen Präsenz in Erfurt löste differenzierte Gedanken bei den  Jugendlichen aus. Sie näherten sich gemeinsam mit der Museumspädagogin der Gedenk- und Bildungsstätte der Bildrezeption, indem sie das Wandbild des Gebäudekomplexes am Vilnius beschrieben, mit exemplarischen Werken des Sozialistischen Realismus aus dem Ausstellungsareal der Gedenk- und Bildungsstätte verglichen und Rückschlüsse zogen, inwieweit eine individuelle Formensprache zu DDR-Zeiten möglich war. Sie diskutierten auch die Wirkung des Wandbildes heute und hinterfragten den kulturellen Erhaltungswert. Wie mit Kunst der DDR-Diktatur kritisch rezipierend, als Zeitzeugnis wertschätzend und damit konservierend umgegangen wird, wurde ebenso über die Museumspädagogin und die begleitende Restauratorin Julia Hurlbeck realisiert. Den individuellen Werksprozess, der sich eben nicht Vorgaben und schon gar nicht aus einer Doktrin heraus ergab, leitete der Künstler Marc Jung facettenreich an und ermutigte zu eigener Verwirklichung. Ergänzend emaillierten junge Gestalter mit dem Emailleur und Grafikdesigner Felix Schwager. Die künstlerischen Ergebnisse werden in der „Langen Nacht der Museen“ am 19.05.2017 in der kooperierenden Kulturinstitution präsentiert und danach in der Schule fest installiert.

Projektbeteiligte: Schüler/innen der Klasse 10 der TGS am Roten Berg Erfurt

Künstlerischer Bereich: Bildende Kunst, Architektur/Kunst im öffentlichen Raum, Medienkommunikation

Projektpartner:  Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße (Judith Mayer/Museumspädagogin), Julia Hurlbeck (Restauratorin), Marc Jung (Freier Künstler), Felix Schwager (Grafikdesigner und Emailleur), Künstlerwerkstätten der Stadt Erfurt (Leiterin Grit Becher)

Kulturagentin: Uta Schunk

Projektförderung: Kulturagenten und Unterstützung durch die Stiftung Ettersberg

Foto: Uta Schunk


"Kultur-INSEL" – wir schaffen Raum für Kreativität

Unsere ganze Schule eine Kultur-INSEL

Der Wunsch der Schüler und Lehrer nach einem gut nutzbaren Begegnungs- und Kreativraum wurde auf den Weg gebracht. Bis dieser Raum fertig gestellt wird, ist es Ziel der Schule, viele verschiedene Kultur-INSEL-Angebote für die Schüler*innen bereit zu stellen, die dann nach den Baumaßnahmen im Kellergeschoss angeboten werden können. Dazu sollten in diesem Projekt Kontakte zu Künstlern der Region aufgebaut werden und erste notwendige Materialien beschafft werden. Durch die künstlerische Auseinandersetzung, wird es auch den Schülern nicht deutschsprachiger Herkunft ermöglicht werden, sich auf ästhetischem Wege auszudrücken.

Der traditionelle Elterntag mit seiner neuen künstlerischen Ausrichtung sollte Schüler*innen und Eltern auf die weiteren Projekte im Rahmen des Kulturagentenprogramms an der Schule einstimmen. Dazu wurden Künstler aus der Region eingeladen und auch die Lehrer- und Erzieher-teams bereiteten kreative Angebote für die Kinder und ihren Eltern vor. Zur Eröffnung des kreativen Elterntages trat die Gruppe “Tanzmäuse“ mit der Tanzlehrerin Andrea Müller-Stahlkopf auf und es erfolgte eine kurze Begrüßung. Die Ergebnisse der Workshops am Vormittag im Kunstunterricht mit den Künstlern Barbara Toch und Wolfgang Schwarzentrub wurden in einer kleinen Vernissage präsentiert. Alle beteiligten Künstler waren in dem Künstlercafe mit ein bis zwei Arbeiten vertreten. Für alle Besucher (Eltern und Kinder) gab es am Nachmittag kreative Angebote, die sie je nach Interesse besuchen konnten. Dabei wurden die Lehrer- und Erzieherteams von verschiedenen Künstlern unterstützt. Die Designerin Kathrin Buskies gestaltete mit Kindern und Eltern gemeinsam zum Thema „Schüsselerlebnis“ mit Ton. Der ehemalige Lehrer und Künstler Rainer Bartossek brachte sich am Nachmittag mit dem „Flinken Zeichenstift“ ein. Musikalisch wurden die Lehrer- und Erzieherteams von der Tanzlehrerin Andrea Müller-Stahlkopf ergänzt. Im grafischen und malerischen Bereich arbeiten die Künstler Barbara Toch und Wolfgang Schwarzentrub, die beide über viel Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern und Erwachsenen verfügen.
Es fanden Führungen in den Kellerräumen statt, in denen die zukünftige interkulturelle Kreativwerkstatt ihren Platz finden soll. Damit konnte Interesse bei den Eltern und Kindern geweckt werden.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 300 der Pfortener Schule, Gera

Sparte: Bildende Kunst, Musik, Tanz, interdisziplinär, Workshopangebote der Lehrer- und Erzieherteams, Workshopangebote der Künstler                               

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Kathrin Buskies, Barbara Toch, Wolfgang Schwarzentrub, Rainer Bartossek, Andrea Müller-Stahlkopf                  

Kulturbeauftragte: Heike Nass          

Kulturagentin: Jana Laser

Foto: Jana Laser



Jugendredaktion

Schule: Regelschule „Käthe Kollwitz“ Nordhausen

Zeitraum: ab 27.02.2017

Mit dem Projekt „Wer wachsen will, braucht starke Wurzeln“ möchte die Regelschule „Käthe Kollwitz“ Nordhausen die Grundlagen für eine nachhaltige und attraktive Kulturarbeit herausbilden. Diese Aktivitäten und Entwicklungen sollen in einer hierfür ins Leben gerufene Jugendredaktion durch unsere Schülerinnen und Schüler auf eine ansprechende und zeitgemäße Art journalistisch/medial begleitet und auf-bereitet werden.

Mithilfe von externen Profis aus Journalismus und Medien galt es die Gruppe an journalistische Grundlagen und den selbstbewussten Umgang mit Kamera-, Auf-nahme- und Schnitttechnik heranzuführen. In regelmäßigen Treffen wurden hierbei die zentralen Fragen, sowohl in der Schule, als auch in einem eigens für dieses Vor-haben eingerichteten Redaktionszimmer in der Jugendkunstschule Nordhausen, zwischen den Schüler/innen und begleitenden Profis besprochen und ausprobiert.

Beiträge für die Schulhomepage und die Konzeption eines Schulkultur-Blogs stehen im Fokus der Jugendredaktion und erhöhen nach außen die Sichtbarkeit von Kunst und Kultur unserer Schule.

Das Teilprojekt der Jugendredakteure findet zusammen mit anderen Jugendlichen der Netzwerkschule Herder-Gymnasium Nordhausen statt.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 25

Sparte: Medien

Projektpartner/Beteiligte Künstler_innen: Jugendkunstschule Nordhausen e.V., Angelo Glashagel, Radio ENNO, Claudia Ehrhardt

Kulturbeauftragte: Susanne Heise

Kulturagent: Thomas Kirchner          

Foto: Thomas Kirchner


Puppenbauworkshop „about my hobbies“

Schule: Regelschule „Käthe Kollwitz“ Nordhausen

Zeitraum: 22. - 23.02.2017

Puppenbau- und Puppenspielworkshop „about my hobbies“ ist aus dem Wunsch hervorgegangen stärker mit Team des Nordhäuser Theaters in Schule und Unterricht zusammenzuarbeiten.
Im Rahmen ihres Englischunterrichts haben auf diese Weise unsere beiden 5. Klas-sen zusammen mit dem Regisseur Christian Georg Fuchs und FSJler Robin Köster die Grundlagen des Handpuppenbaus erfahren.  Die Kinder haben aus Schaumstoff Köpfe geschnitten, diese personalisiert und die Puppen mit extra von der Schneide-rei des Theaters angefertigten Puppenkleidern vollendet.
Nun können ihre Kreationen in den nächsten Wochen den Englischunterricht beim Fremdsprachen-Dialog (Thema: Hobbies) bereichern, bevor sie zu den Kindern nach Hause kommen.
Dieses Teilprojekt stellt den Auftakt  einer Kooperation dar, die stetig  um eine Ver-zahnung von Schule, Theater und Alltag anstrebt.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 60

Sparte: Theater

Projektpartner/Beteiligte Künstler_innen: TNLOS! Theater Nordhausen und Loh-Orchester Sondershausen, Christian Georg Fuchs und Robin Köster (FSJ)

Kulturbeauftragte: Susanne Heise

Kulturagent: Thomas Kirchner          

Foto: Thomas Kirchner


Kultur-Bank

Schule: Oskar-Gründler-Gymnasium Gebesee

Zeitraum: 13. 02. – 03.2017

Das Oskar-Gründler-Gymnasium Gebesee startete mit dem Projekt „Kultur-Bank“ in das Kulturagentenprogramm. Der Wunsch nach einem kreativ sinnlichen Ort im Schulgelände war Ausgangspunkt für das Projekt. Beteiligt waren 14 Schüler*innen aus unterschiedlichen Klassen. Über drei Wochen verteilt fanden fünf Workshoptage mit dem Holzbildhauer Florian Schmigalle statt.

Für die Schüler*innen war es ein Unterricht besonderer Art. In Form einer Werkstatt arbeiteten sie gemeinsam an einer Sache. Sie bauten im ersten Schritt Modelle, diskutierten das Designe und einigten sich auf einen Entwurf. Sie entschieden sich für ein schlichtes Äußere mit einer individuellen Gestaltung. Hochmotiviert beschlossen sie zwei Bänke fertig zu bekommen.

Im nächsten Schritt ging es an die handwerkliche Umsetzung. Nach der Sichtung des Materials wurde gemessen, angezeichnet, gesägt, gebohrt und montiert. Jeder hatte seine Aufgabe. Nicht alles gelang auf Anhieb und manch knifflige Situation musste gemeistert werden, z.B. wenn sich eine Gewindestange im Holz verkantet hat. Teamgeist, Einfallsreichtum und Durchhaltevermögen waren gefragt. Zum Schluss standen die beiden „Kultur-Bänke“. Alle Beteiligten konnten sich mit einem gefrästen Namenszug im Holz verewigen. Stolz wurden die „Kultur-Bänke“ zum „Tag der offenen Tür“ am 3. 3. 2017 der Schulöffentlichkeit präsentiert. Je nach Bedarf werden die „Kultur-Bänke“ im Schulgebäude oder auf dem Schulhof ihren Platz finden und Anlass sein für weitere Objekte. Sie sollen einen Prozess der Beteiligung anstoßen, z.B. als Ideenschmiede, als Ort des Austausches und zur Motivation sich für weitere Kulturprojekte zu engagieren.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 14 Schüler*innnen

Sparten: Bildende Kunst/ Designe

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Holzbildhauer Florian Schmigalle

Kulturbeauftragte/r: Tanja Riese und Ines Heissner

Kulturagentin: Katrin Sengewald

Fotos: Katrin Sengewald


Eine Soundscape unserer Schule – Ein Workshop zur Klanggestaltung

Schule: Thüringer Gemeinschaftsschule Wenigenjena, Jena

Zeitraum: 2.2.2017

Unter Anleitung des Klanggestalters Heiko Lochas experimentierten die 24 SchülerInnen der 7. Klasse einen ganzen Tag lang mit Tablets. Es sollte die Atmosphäre der Schule mit den Ohren der SchülerInnen wahrgenommen und elektronisch eingefangen werden.

Da die Schule 2019 in ein neues Stadtviertel umzieht und das jetzige Schulgelände mit altem Baumbestand, wilden Gebüschen, Spielgeräten und Sportflächen sehr reizvoll ist, stellte sich die Frage, ob man nicht etwas von der ‘Atmosphäre der alten Schule’ an den neuen Standort mitnehmen könnte. Mit diesem akustischen ‘Souvenir’ wäre es möglich, das neue Haus auszugestalten, z. Bsp. in Form einer Klanginstallation oder als Hörstücke für das Schularchiv oder den Musikunterricht.

Nach einer ersten ‘Klang-Rallye“ durch das Schulgelände präsentierten die musikbegeisterten Jugendlichen ihre Lieblingsgeräusche den Mitschülern, die errieten, woher das Geräusch stammt. Die Herkunftsorte der Klänge wurden nach Auflösung in einer skizzierten Karte des Schulgeländes eingetragen. In kleinen Arbeitsgruppen experimentierten die SchülerInnen dann mit ihren gesammelten Klängen und setzten sie mit tonalen und rhythmischen Strukturen aus verschiedenen Apps in Beziehung. Stück für Stück formten sie eigene Musikstücke vom Stil ‚Ambient‘. Am Ende ihres Tages präsentierten die einzelnen Arbeitsgruppen ihre Klangstücke und wurden mit reichlich Applaus belohnt.

Der Workshop näherte sich gemeinsam mit den SchülerInnen an das Thema künstlerisch gestalteter Klangumgebungen an und konnte aufzeigen, inwieweit ein tiefergehendes Interesse für innovative Formen des Musikmachens geweckt werden konnte, um weiter kreativ an diesem Thema zu arbeiten.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 24 SchülerInnen der 7. Klassenstufe, 1 Lehrer, 1 Schulsozialarbeiter

Sparte: Musik, Medien

Projektpartner/Beteiligte Künstler_innen: Heiko Lochas (Klanggestalter),
Programm TOUCH:MUSIC der UdK Berlin
Kurs tAPP: Musik mit Apps in der Kulturellen Bildung
http://musik-mit-apps.de/soundscape-unserer-schule/

Kulturbeauftragte: Martin Spantzel

Kulturagent: Sandra Werner

Foto: Sandra Werner


"Alles fließt" – eine Projektwoche

Schule: Staatliche Gemeinschaftsschule Menteroda

Zeitraum: 16.01.-20.01.2017

Unmittelbar anknüpfend an die Erfahrungen der gemeinsamen Expedition im September haben wir innerhalb einer Projektwoche unter dem programmatischen Titel „Alles fließt“ unseren Schülern ein breites und dennoch fokussiertes Spektrum an künstlerischen Angeboten eröffnet. Dabei resultierten die Angebote in direkter Form aus Ideen, Wünschen und Impulsen, die im Vorfeld durch Schülerbefragungen ermittelt und durch die Schülersprecherversammlung beschlossen wurden.

Unter den fünf Teilbereichen Farbe / Bewegung / Klang / Schrift / Mode ergab sich eine Vielfalt von 15 Workshopangeboten. Jahrgangsstufenübergreifend und auf Grundlage der freien Einwahlmöglichkeit in die verschiedenen Angebote, wurde die Möglichkeit geschaffen, individuelle Neigungen und Stärken zu fördern und die Eigenmotivation zu stärken.

Ein eigener Schul-Rap, eine neue Atmosphäre in der Mensa, kalligrafische Experimente im Schnee, blutige Kriminalgeschichten, fließende Farben und wallende Gewänder waren nur einige der Ergebnisse, die an dem abschließenden Tag der offenen Tür stolz einer großen Öffentlichkeit präsentiert werden konnten.

Mit der Projektwoche wurde das Ziel erreicht, alle Schüler/innen unserer neuzusammengesetzten Gemeinschaftsschule mit möglichst vielfältigen und unterschiedlichen künstlerischen Arbeitsweisen zusammenzuführen.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: alle 240

Sparte: Interdisziplinär, Theater, Musik, Bildende Kunst, Literatur, Tanz, Medien

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Musikmobil - Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen e.V. - Franziska Herold, Mr. Boo, Miles Shane, Michael Mühlhaus, Daniela Bethge, Kerstin Wiese, Maria Elisabeth Wey, Viktor Sobek, Franziska Most, Wiebke Juschuäleja Wilms, Christian Nebel, Katrin Prinich-Heutzenröder, Samuel Wiesemann, Mario Osterland, Elisabeth Zunk

Kulturbeauftragte/r: Heike Cott, Svea Kiesewalter   

Kulturagent/in: Thomas Kirchner          

Foto: Thomas Kirchner


Projekte 2016


Jugendredaktion

Schule: Herder-Gymnasium Nordhausen

Zeitraum: ab 30.11.2016

Unsere Schule hat sich auf dem Weg gemacht eine „kreative Schule“ zu werden. Diesen Weg möchten wir von Anfang an durch unsere Schülerinnen und Schüler auf eine ausdrucksstarke und zeitgemäße Art filmisch dokumentieren lassen. Begleitend zu unserem entwickelten Format der „Künstler/innenbesuche“ formierte sich eine Gruppe Jugendlicher, die sich intensiv mit journalistischen und videotechnischen Grundlagen befassen.

Wie beobachte ich? Wie finde ich MEIN eigenes Bildmotiv? Was sind journalistische Faustregeln und wie kann ich diese kreativ ausweiten? Wie bereite ich mein digitales Bildmaterial auf? Diese und weitere Fragen werden regelmäßig, sowohl in der Schule, als auch in einem eigens für dieses Vorhaben eingerichteten Redaktionszimmer in der Jugendkunstschule Nordhausen zwischen den Schüler/innen und begleitenden Profis aus Journalismus und Medien besprochen und erprobt.

Sichtbar werden die Ergebnisse der Dokumentation unserer Künstler/innenbesuche und weiterer Kulturaktivitäten unserer Schule zunächst auf der Schulwebsite und durch die vorhandenen Flachbildschirme in den Fluren unserer Schule.

Das Teilprojekt der Jugendredakteure findet zusammen mit anderen Jugendlichen der Netzwerkschule RS „Käthe Kollwitz“ Nordhausen statt.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 25

Sparte: Medien                   

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Jugendkunstschule Nordhausen e.V., Angelo Glashagel, Radio ENNO, Claudia Ehrhardt                         

Kulturbeauftragte/r: Uta Aschenbrenner

Kulturagent/in: Thomas Kirchner

Foto: Thomas Kirchner


Klappe ab!

Schule: Thüringer Gemeinschaftsschule Wenigenjena, Jena

Zeitraum: 21.11.2016 – 31.1.2017

In diesem Projekt enwickelt die SchülerInnen der Kultursteuergruppe gemeinsam mit dem Radio OKJ und dem Schulsozialarbeiter eine Idee für einen eigenen Kurzfilm. Dabei lernten sie nicht nur den Schillerhof, das Medienzentrum in Jena-Ost, kennen, sondern auch alle Prozesse bis zum fertigen Film. Sie übten sich als Produzenten, probierten Kamera- und Studiotechnik aus, erzeugten die passende Filmmusik und gingen auf winterliche Exkursionen durch das Stadtviertel Jena-Ost, dem neuen Standort der Schule. Dabei setzten sich die Jugendlichen besonders mit der Frage auseinander „Wie soll unsere neue Schule aussehen?“.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 7 SchülerInnen der 5.-7. Klassenstufe, 2 LehrerInnen, 1 Schulsozialarbeiter

Sparte:  Musik, Medien      

Projektpartner/Beteiligte Künstler_innen: Radio OKJ / Julia Bierau (Medienpädagogin), Torsten Eckhold (Freischaffender Filmemacher)

Kulturbeauftragter: Martin Spantzel

Kulturagentin: Sandra Werner

Foto: Sandra Werner


Künstler_innenbesuche

Schule: Herder-Gymnasium Nordhausen

Zeitraum: 14.11.2016 – 17.04.2017

Das Staatliche Herder-Gymnasium in Nordhausen möchte ein langfristiges Experimentierfeld für das Zusammenwirken von Kunst und Wissenschaft ermöglichen. Unsere Idee besteht darin, Kunst- und Kulturschaffende direkt in den Unterricht einzuladen und ihnen zu ermöglichen, durch ihre spezifische Herangehensweise einen Blickwechsel auf das jeweilige Thema herbeizuführen.
Dabei wurde etwa der in Brooklyn/USA geborene Sänger Marvin Scott in den Englischunterricht eingeladen, um die weihnachtlichen Traditionen seiner Heimat mit den Mitteln der Musik darzustellen. Den Mensch-Natur-Technik- und DG-Unterricht bereicherte die Künstlerin Martina Degenhardt. Als Expertin für Puppenbau konnte sie die Bau- und Funktionsweise des passiven und ak-tiven Bewegungsapparats über Skelett, Muskeln und Sehnen aus einfachen Materialien realistisch arbeitend nachstellen.
Diese jeweils kurzangelegten Einheiten hatten einen Workshop-bzw. Impulscharakter und dienten darüber hinaus als eine Erprobung und Kennenlernen der Kunst- und Kul-turschaffenden, die in möglichen folgenden Formaten ihr Wirken auf die Schule aus-weiten können.
Die Besuche wurden von der neuformierten Gruppe an Jugendreportern mit Video-technik begleitet, anschließend als Clip aufgearbeitet und verbreitet.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: 160

Sparte: Interdisziplinär, Bildende Kunst, Musik, Medien, Theater

Projektpartner/Beteiligte Künstler_innen: Jugendkunstschule Nordhausen e.V., Martina Degenhardt, TNLOS! Theater Nordhausen und Loh-Orchester Sondershausen, Marvin Scott, Angelo Glashagel, Claudia Ehrhardt

Kulturbeauftragte: Uta Aschenbrenner

Kulturagent: Thomas Kirchner

Foto: Thomas Kirchner


Kulturnachmittag

Schule: Regelschule „Käthe Kollwitz“ Nordhausen

Zeitraum: 14.11.2016

Ein Kulturnachmittag für das gesamte Kollegium war eines unserer ersten Projekte im Rahmen des Programmauftaktes „wer wachsen will, braucht starke Wurzeln“. Ziel war es, unsere starken Partner in der Region noch besser kennenzulernen und gemeinsam mit ihnen Möglichkeiten zu besprechen, wie eine nachhaltige und für alle Schulakteure attraktive Zusammenarbeit in Zukunft gestaltet werden kann.
Das 25 Lehrkräfte starke Kollegium teilte sich hierfür in zwei Gruppen auf. Eine Gruppe begab sich in das Theater Nordhausen, um einen ausgiebigen Blick hinter die Kulissen des Kulturbetriebs und in das theaterpädagogische Angebot zu werfen. Die zweite Gruppe verbrachte den Nachmittag in der Jugendkunstschule Nordhausen e.V. und den nahegelegenen Theaterwerkstätten. Für sie lag der Fokus auf den Möglichkeiten der Bühnen- und Kostümbildnerei, samt praktischer Erprobung.

Wir freuen uns, dass beide Kooperationspartner fortan den Weg der „kreativen Schule“ Käthe Kollwitz tatkräftig unterstützen werden.

Sparte: Interdisziplinär, Theater, Bildende Kunst        

Projektpartner/Beteiligte Künstler_innen: TNLOS! Theater Nordhausen und Loh-Orchester Sondershausen, Jugendkunstschule Nordhausen e.V., Martina Degenhardt, Daniela Bethge, Christian Georg Fuchs 

Kulturbeauftragte: Susanne Heise

Kulturagent: Thomas Kirchner

Foto: Thomas Kirchner


Wir sind unterwegs und "Alles fließt" – eine Expedition

Schule: Staatliche Gemeinschaftsschule Menteroda

Zeitraum: 05.09.-13.09.2016

Die Gemeinschaftsschule Menteroda machte sich auf den Weg. Entlang des Flusslaufes wurde dem Erleben von Veränderung und Bewegung mit künstlerischen Methoden begegnet. Alles fließt! Die Schule befindet sich aktuell selbst im Wandel und zählt fortan auch Grundschüler/innen und junge Menschen mit Fluchterfahrungen zu ihren Schülerinnen und Schülern. Die gemeinsame ganztägige Expedition war ein erstes Zeichen dieses neuen Schulgefüges und sogleich eine Hinführung auf die künstlerische Auseinandersetzung mit dem "Fließenden".

Im Vorfeld der Expedition standen dem Lehrerkollegium zwei künstlerische Impuls-Workshops im Bereich Theater/Tanz und bildnerischen Motivfindung zur Auswahl. Diese Impulse dienten, anschließend durch die Pädagog/innen weitgegeben, als Anregung für die Schülerinnen und Schülern während ihrer Expedition.

Diese Expedition "Alles fließt" und die vorbereitenden Workshops gelten dabei als Vorbereitung für eine gleichnamige Projektwoche. Auf Grundlage von Schüler/innenbefragungen wurden hierfür zusammen mit dem gesamten Kollegium 15 künstlerische Workshops entworfen, die jahrgangsübergreifend angeboten werden sollen und denen die gesammelten Eindrücke aufgegriffen und weiterentwickelt werden.

Projektbeteiligte/Anzahl Schülerinnen und Schüler: alle 240

Sparte: Interdisziplinär                 

Projektpartner/Beteiligte Künstler/innen: Daniela Bethge, Wiebke Juschuäleja Wilms            

Kulturbeauftragte/r: Heike Cott, Svea Kiesewalter   

Kulturagent/in: Thomas Kirchner     

Foto: Thomas Kirchner